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Inselwirtschaft

270209

 

In ariden Gebieten wird vom Kleinbauer jede Wasserquelle genutzt, sei sie auch noch so klein, um gezielt Photosynthese hervorzurufen und CO2 in handelbare Biomasse umzuwandeln. Oasen sind reale Naturphänomene in der Wüste. Die virtuellen Oasen der Finanzwelt ermöglichen sogar Wachstumsraten jenseits der Realität.

Die Karibikinsel Antigua wurde als Steueroase genutzt von Genossenschaften zur Wertsteigerung wie der Stanford Financial Group, alias »The Wild Bunch«. Eine Steueroase verfügt im Gegensatz zur Steuerwüste über fliessendes Steuerwasser und Steuerdatteln. Ein Ort der Erholung für Steuermänner und Wirtschaftskapitäne. Aber nur solange, bis die Finanzfatamorgana zusammenbricht. Dann erweisen sich Steuern als eingebildete Abgaben aus einer gefühlten Wertschöpfung und an den Palmen hängen nur noch die Steckbriefe der Stanford Bande. Übrig bleibt der Kleinbauer und Wasserträger.

Bäuerles schwäbische Eisebahn

230209

 

Der ICE zeigt einen Hang für das Leben auf dem Land, indem er gern auf freiem Feld, auf offenem Land, neben irgendeinem Acker liegenbleibt, oder Schafe und Kühe hetzt.  Am 17.2.09 aber wird gegen 20Uhr mitten im Hauptbahnhof Augsburg der ICE von München nach Frankfurt wegen Triebkopfschaden stillgelegt. Kurz darauf läuft der ICE aus Hamburg ein und wird kurzerhand zweigeteilt. Die Reisenden nach München wandern in den vorderen Teil, die Havarierten Richtung Frankfurt in den hinteren.

Ein Wunder? Das Manöver wirkt spontan und unbürokratisch. Ist Mehdorn doch zu Märklin gewechselt? Oder Märklins Berater zur Bahn? Allerdings fragt dann auf der schwäbischen Alb um Ulm der glattgeschorene Typ aus dem Bereich Medien die Menschen, ob dieser Zug nach München fahre. Offenbar versteht er Deutsch, hat den Durchsagen im Zug wohl keinen Glauben geschenkt.

Auf der schwäbsche Eisebahne

wollt emal e Managerle fahre,

Schtueget Ulm ond Biberach,

Meckeabeira, Durlesbach, trullala.

Fahrschein hat er selber drucket

Aus der Wäsch jetzt blöd er gucket:

ach, Herrgottle, ach, des tuet weh,

es goht it mitm ICE.

Trullala.

Schweinesystem 2

190209

 

Die Haltung transgener Schweine zerstört Arbeitsplätze. Eine ganze Industrie gerät in Gefahr und vor allem die Zulieferer.

Vorne an der Biegung hat es wieder mal gekracht, die Kurve war wieder mal zu scharf.

Da raufen die Malteser mit dem Roten Kreuz, wer retten darf.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte,

ich rette was zu retten ist und ab durch die Mitte.

Denn die Zeit ist kurz und Zeit ist Geld

und wir liefern diskret in alle Welt,

im Jetzeitalter per Düsentrieb.

Und ich bin Daniel, der Drüsendieb.

Schweinesystem 1

180209

 

Das transgene Schwein ist Herausforderung für den Bauer der Zukunft. Hier wachsen humankompatible Ersatzorgane ohne die Pflicht einer Einwilligungserklärung. Organspender retten nicht nur fremdes Leben, sie fördern insgesamt den Frieden, denn sie pflegen keine Feindschaften. Sonst müssten sie dauernd Angst haben, dass einer von den verhassten Menschen, wegen denen man vorzeitig stirbt, die Niere bekommt. All die Feindschaft - umsonst. Oder die biometrischen Daten vom Organspenderausweis werden um die Namen derjenigen erweitert, die einen zu Lebzeiten dauernd gedisst haben. Die kriegen nichts. Vielleicht werden deshalb so intensiv transgene Schweine erforscht: der Kunde kann ruhigen Gewissens weiterhassen.

Butter zu billig!

140209

Grundnahrungsmittel haben bei den Älteren noch hohen Symbolwert. "Manche Banker glaubten, das Leben sei eine Butterfahrt", sagte Bundespräsident Köhler. Das hätte er noch drastischer ausformulieren können: "Viele hatten sich mehr Heizdecken genommen, als erlaubt. Hinten haben sie geraucht und vorne mit dem Busfahrer gesprochen."
Bauernsterben

130209

 

Die Motive bei Tötungsdelikten haben auf dem Land und in der Stadt eines gemeinsam: sie unterscheiden sich nach Geschlechtszugehörigkeit. Immer wieder beweisen Familientragödien in Stadt und Land die Theorie, dass Frauen und Männer aus genau entgegengesetzten Motiven Gründen morden: Frauen töten ihren Partner, wenn sie ihn loswerden wollen, Männer morden aus Eifersucht. Männer bringen also ihre Frau um, damit sie kein anderer bekommt, Frauen töten ihren Mann, weil er keine andere bekommt.

Wissen für die Bauersfrau

130209

 

 

Einer Studie der University of West Australia zufolge schützt gemässigter Alkoholgenuss  Männer davor, Nieten im Bett zu sein. Das wussten Bäuerinnen von alters her: nach zwei Gläsern Rotwein sieht der Bauer schon viel besser aus und am besten wird die Performance, wenn die Flasche leer ist, bevor die Niete ins Bett kommt.

The ancient Uri Geller

110209

Alles schon mal dagewesen! Der Ururi Geller von Zeller.
 
Siebenschläfer und Komatag

100209

 

Siebenschläfer ist im Bauernkalender ein Tag zum Gedenken an eingemauerte Heilige, nicht Tag krimineller Terrorbereitschaft. Der Siebenschläfer wird nächstes Jahr um den Komatag erweitert.Seit dem Skiunfall von Althaus hoffen Politiker auf eine neue Strategie für schlechte Zeiten: das künstliche Koma. Die CSU ist schon weiter, hier herrscht bereits der künstliche Wachzustand. Huber, Beckstein und Seehofer - ein Wachfigurenkabinett. Glos ist gerade eingeschlafen und wurde gegen einen Neuen eingetauscht. Als Abwrackprämie läuft sein Gehalt weiter.

War schon immer gut für alles

100209

Tritt die Kuh den Bauern platt,

weil er rauhe Hände hat:

Eutra-Melkfett rat ich dir,

hilft dem Menschen und dem Tier.

Eutra-Melkfett! Yes, we can!

Und der Stier wird auch dein Fan.

Agrarministers Paradies

100209

 

Im südfranzösischen Kernkraftwerk Tricastin sind letzten Sommer 30000 Liter hochradioaktives Wasser ausgelaufen. Atomkraft ist sicher - auch in Frankreich. Für einen Agrarminister ist der nukleare Agrarstaat Frankreich ein Paradies: es gibt keine Zerstöraktionen von Umweltfanatikern. Die Franzosen haben nach so einem Kernkraftunfall zwar jede Menge Genmais, aber keiner weiss genau, wo.

 

 

Bauer sucht Frauenflüsterer

090209

Stiftknecht Zeller malt statt mistet!

www.darvins-illustrierte.de

Kein Urlaub auf dem Bauernhof

090209

 

Bauerneltern sind froh, wenn der Sohn bei ihnen wohnt. So haben sie den Mann für Haus und Hof. Dagegen ist die grösste Sorge von Eltern in der Stadt heute: "Wie kriegen wir unseren Sohn aus dem Haus?" Der Problemsohn (SZ, 21.1./1.2.09, S. V2/10) wohnt nach seiner Scheidung bei den Eltern, 45, abgeschlossene Berufsausbildung, die Fortbildung im Bereich Medien haben die Eltern bezahlt, den Unterhalt für seine beiden Kinder tragen sie ebenso.

Zumindest hat diesen Generationenvertragspartner bislang nicht die öffentliche Hand finanziert, die Eltern gehen straffrei aus. Den Eltern kann man nur raten: sie suchen dem Sohn eine Frau, die eine eigene Wohnung hat. Dann kann er bei den Eltern der Frau einziehen.

Bauersuchtfrau-Sender sucht Papa

080209
 
Die korpulente Frau in der RTL-Sendung »Papa gesucht« soeben hatte gleich zwei Bewerber eingeladen. Sie fand den einen völlig overdressed, aber sie konnte es ins Positive drehen: »Er hat sich für mich schick gemacht.« Ein Bauer würde denken: »Sie hat sich für mich dick gemacht.«
Wenn der Reisbauer zockt

070209

 

Drei Chinesen mit dem Kontrapass.

Einer spielte Grand ohne Buben und As.

Kontra verloren, nicht mal Schneider frei,

da kommt die Polizei. Da warens nur noch zwei.

 

Zwei Chinesen mit dem Kontrapass.

Aber Offiziersskat macht kein’ Spass.

Der andre schaut heimlich in den Skat hinein,

da kommt die Polizei. Chinese war allein.

 

Ein Chinese mit dem Kontrapass.

Hatte eine Oma auf der Hand, voll krass.

Da kommt die Polizei und sagt was ist dabei,

wir lassen alle frei. Da warens wieder drei.

Ferkelschonend

070209

 

Der Bauernverband – es sind eben doch keine Unmenschen – fordert: Ab 1. April 2009 sollen männliche Ferkel nur noch unter Schmerzmitteln mechanisch sterilisiert werden. Also Schmerzmittel für die Ferkel, nicht für den Bauern. Der Bauer muss... ...mehr >>

Winnetou wird 80

060209
 
Seniorbauer Winnetou wird heute achtzig. Er denkt noch lange nicht ans Altenteil.
Stolz reitet Winnetou, der reisende Landmann,  auf dem Motorrad in die Abendsonne,
stoisch und schmerzunempfindlich. Jung und alt unter seinem Volk unterbricht die Feldarbeit:
"Wer reitet auf dem Gaul, dem Automatischen?"
"Das ist Winnetou, der Häuptling der Apathischen."
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