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Schwenkblondine

050212 Elite-Partner sendet auf dem Bauernbrowser eine Werbeanzeige, auf der eine Blondine namens "Juli T., Architektin" pausenlos den Betrachter fixiert, während sie ihr gelbes Haupt erst kurz zur Seite schwingt, etwa um eine Haarlocke zurechtzurücken, wobei ein Auge aus dem Bild verschwindet, das andere umso konsequenter am Mann bleibt, dann richtet sie ihr binokulares System wieder zentral aus, schaut drein, als könne sie durchaus auch mit dem Ernst des Lebens etwas anfangen, blinzelt einmal und ordnet ihre Lippen zu einem Lächeln, das milde verführerisch sein soll, also nicht blöde anmacherisch, sondern durchaus der eigenen Qualitäten bewusst. Gemeint ist wohl "mit Niveau". Das macht die den ganzen Tag, immer wieder, schon seit Monaten und transportiert trotz allem Niveau doch keine Antwort auf die Frage, ob das ganze Geschwenke denn immer noch nichts genutzt hat. Vielleicht transportiert diese Gesichtsperformance dem Partner eine gefühlte neue Rechtschreibung: Ich suche für mein Gesicht die richtige Stelle - ich weiss aber Niewo?
Wulffzugriff

050212 Jetzt teilt der Spiegel dem Bauernbrowser mit, dass sich Wulff günstige Skodaraten erschummelt hat. Das nennt man dann journalistische Arbeit. Wann recherchieren diese Journalisten endlich mal, wo sich dieser Wulff nichts erschummelt hat? Damit könnte die Wirtschaft punkten. Karstadt und Galeria Kaufhof: Bei uns hat Wulff nie etwas geschenkt bekommen! Aldi-Süd verzeichnet keinen Fall von Vorteilsnahme durch Wulff. Auch die Zapfsäulen bei Shell und Esso melden: bislang kein unzulässiger Wulffzugriff. Zu dem Thema deutsche Politiker und ihre Vorbildfunktion findet der Luftdruckprüfer klare Worte: pffff.....
Vereint im Eis

040212 "Kälteste Nacht in Deutschland: fünf Tote" titelt der Browser und darunter: "Bayern und Sachsen liegen in einem Eisloch". Der Gedanke flattert träge an den Bauern, ob in diesem Eisloch die Bayern in der Überzahl waren oder die Sachsen, dann kommt eine Bodenwelle und schlagartig erwachend wischt der Bauer den Gedanken weg und merkt, dass nicht Personen, sondern Bundesländer gemeint sind. Doofer Browser.
Dietlfrost

010212 Der neue Berlin-Film von Wahlmünchner Dietl wird verrissen, weil dessen Meinung nach die falschen Leute die Kritiken schreiben, nämlich "Comic-Experten, Theaternörgler und andere Inkompetenzlinge". Dass man zum Gesindel der Film- und Fernsehwelt gehören muss, um den Schmarren gut zu finden, bzw. dass man den Schmarren gut finden muss, wenn man zum Gesindel der Film- und Fernsehwelt gehören will, ist Voraussetzung für den Konsumbedarf an Zeug, dessen Hersteller die gefühlte eigene wachsende Unwesentlichkeit mit Zutritts-Erschwerung gegenüber kritischen Kritikern zu kompensieren versuchen. Allerdings schaffen es aus der Welt der kritischen Kritiker auch nur die lahmsten Ausquetschungen in die Medien: "kalt" wirke der Film, behaupten die selbsternannten Knüppel-in-den Dietl-Weg-schmeisser und Sand-ins-Dietl-Getriebe-Streuer. Kalt. Wie doof ist denn sowas. Gefühlte Temperatur als Kritikerwerkzeug? Eine Kachelmannisierung der Emotionen als Gegenpol zum Dietlkarussell klingt allerdings folgerichtig und sagt immerhin etwas aus über den Pol selber. Auf den Vorwurf, der Film wirke kalt, entgegnete Dietl: "Wer's warm haben will, soll sich einen Ofen kaufen." Ja toll. Und wer den Dietlfilm sieht, braucht keinen Eisschrank mehr.
Eindehnung

300112 Magnetismus gehört zu den vier elementaren Kräften, die das Universum zusammenhalten, behauptet soeben die Synchron-Stimme von Magnum auf N24. Aber das Universum dehnt sich doch aus! Entweder taugen diese vier Kräfte nichts, oder das mit dem Universum stimmt nicht. Des Bauern Weltbild ist erschüttert. Da nutzen auch die schönen Animationen von um Kugelhäufchen kreisenden Elektronen nichts.
Teilchenschwund

300112 "Sonnenstürme erzeugen nicht nur Polarlichter. Sie haben offenbar auch etwas mit dem Verschwinden von Teilchen zu tun," textet der Browser. Gut, zu wissen. Auf die lästige Frage, wohin denn immer wieder all die Sahneteilchen verschwinden, kann der Bauer jetzt ohne zu lügen kontern: "Sonnenwind?"
Pinkelgefahr

300112 "Wenn das Haustier auf das Smartphone pinkelt - ist das Teil dann noch zu retten?" fragt die TV-Werbung und der Bauer denkt, dass das auf das Haustier ankommt. Ein Hamster wäre gleich tot, ein Katze muss man erst erwischen. Allerdings hätte ein Haustier beim hiesigen Bauern nichts zu befürchten. Er besitzt kein Smartphone.
Sons of Energy

300112 Mit halbem Ohr vernimmt der Bauer in der TV-Werbung, dass es eine Serie gibt, namens Sons of Energy, welche man irgendwo exklusiv gucken kann und es donnert und rummst ordentlich, auch flackert der Fernseher in seinem peripheren Blickfeld. Ob das die Söhne der alternativen Energie sind? Oder ob es doch um Kernkraft geht? Als die Energie klingt, wie ein MG-Feuerstoß, schaut der Bauer auf und erkennt, das die Sprösslinge der Energie "suns of anarchy" geschrieben werden und höchstens etwas mit krimineller Energie zu tun haben. Die TV-Werbung verlangt wirklich ganze Aufmerksamkeit, sonst bringt sie einem nichts.
Winterurlaub

300112 Deutschland in der Tiefkühltruhe: Jetzt warnen die Wetteragenturen vor einem stabilen Hoch, das sibirische Kaltluft zu uns pumpt und die gefühlte Temperatur auf Minus 25 Grad herabstuft. Anscheinend herrschen diese Minusgrade in Sibirien permanent und da wohnen auch Leute. Die haben dieses Wetter die ganze Zeit - wir nur für zwei Wochen. Das nennt der Bauer gefühlten Urlaub. Was für ein Luxus: wir machen Urlaub in Sibirien und bleiben einfach daheim.
Hennenrettung

270112 Der Bauer erfährt in BR, dass die neue EU-Verordnung zur Haltung von Legehennen von einigen Mitgliedsstaaten wie Polen zwar akzeptiert wird, aber nicht durchgeführt. Jetzt sollen Strafen für die Einhaltung sorgen. Wie wird das, wenn Rettungsschirmländer solche Verordnungen nicht einhalten? Bezahlt der Rettungsschirm dann die Strafgebühren gleich mit? Das reduziert den Verwaltungsaufwand und erhält Arbeitsplätze, diese Länder können ja gerade so weitermachen wie bisher.
Unterweltbank

260112 Die Weltbank tadelt heute die Europäer dafür, dass sie zu wenig arbeiten würden. Aber was heisst schon Weltbank und was bedeutet Arbeit. Da hockt vielleicht irgendein Meinungsäusserer in einer oberen Etage, der sich sein altbackenes Erfolgsmodell von Wirtschaft nicht aus der Seele kratzen kann und wird von den Browsern zitiert. Statt dass mal einer auf die Idee kommt, zu verkünden, dass gerade das weniger Arbeiten den längeren Bestand der wachstumsfixierten Wirtschafterei garantiert. Haben die Weltbanker denn überhaupt nichts gelernt seit der letzten Bankenblase? Die amerikanische Bankenblase und die Immobilienblase hätte es nie gegeben, hätten die Banker einfach weniger bis gar nicht gearbeitet. Billionen Dollar Abschreibungen - schon von der Hälfte hätte man im Vorfeld dem gesamten Management Prämien zahlen können fürs Nichtstun - und die Weltwirtschaft wäre heute noch in Ordnung.
Sturmneigung

250112 Die Sturmneigung nimmt nicht nur auf der Erde zu. Auch die Sonne schleudert momentan ihr Plasma ins All, was aber harmlos sei, behauptet der Bauern-Browser. Viele Menschen glauben jetzt, sie litten an Phantomschmerzen oder emotionalen Erscheinungen ähnlich dem Seelenzustand bei Vollmond, sie sind sonnensturmfühlig. Die Verschwendungslaune der Sonne bedeutet, sie verliert Materie und schrumpft. Das wiederum ist gut, dann wird die Klimaerwärmung nicht so stark. Vielleicht zählt bald vor Gericht die Begründung: "Ich kann nichts dafür, das war der Plasmaausstoss."
Amtstum

240112 Der niedersächsische CDU-Funktionär Björn Thümler fordert von dem Grünen Stefan Wenzel eine Entschuldigung dafür, dass dieser den amtierenden Bundespräsidenten einen Lügner geheissen hat. Ja, als was hätte er den denn sonst bezeichnen sollen? Als Wahrheitssager? Während der Bauer, auf dem Traktor seines Amtes waltend, den Acker pflügt und die Erdkrume öffnet, keimt in ihm das Sprachgefühl, dass "amtieren" bald soviel heisst, wie "das Amt ankratzen, aufreissen, lockern" und der Gedanke schüttelt sich frei, dass ein Herr Thümler im Falle der Eheschliessung mit Frau Deutsch den Doppelnamen Deutsch-Thümler auf seine Kinder übergeben wird. Es sei denn, die beiden entschliessen sich zu Thümler-Deutsch. Aber schon wird gewendet und sanft aufrauschend entfliegt der Gedanke.
Vermisstenfrage

240112 Eine ungarische Familie hat eine Angehörige, die auf der Costa Concordia mitgereist sei sollte, als vermisst gemeldet. Nun stellte sich heraus, dass die Person schon seit drei Jahren tot war. Ja und? Vielleicht hat die Familie das nicht geglaubt? Es reicht schon, dass sich die Familie selektiv die Worte des Pfarrers gemerkt hat, der beim Leichenschmaus von der grossen Reise sprach und dann zusammen mit den andern unter den Tisch gekippt ist. Das Bild in der Zeitung vom umgekippten Kreuzfahrtschiff ruft die Erinnerung wach und schon wird die verstorbene Person stark vermisst. Inzwischen klagen die Familien einiger Überlebender auf Schadensersatz. Der Bauer vermutet: sie fühlen sich um den Leichenschmaus geprellt.
Drachenjahr

230112 Mit viel Pomp haben die Chinesen heute das Jahr des Drachens begrüsst. Es gilt als geeignet zum Heiraten und zum Kinderkriegen. Auf das Jahr des Drachens folgen dann die vielen Jahre des Hausdrachens. Aber davon will heute wieder mal keiner etwas wissen.
Schreibrausch

230112 Echte Schriftsteller leiden viel öfter unter einer Schreibhemmung, als man denkt - diese natürliche Qualitätskontrolle ist die eigentliche künstlerische Leistung. Solche Schonmechanismen für das Gemeinwesen sind den industriellen Schriftschaffenden fremd. So wird das Drogenkartell Schlecker auch für 2011 Verluste schreiben, melden die Browser. Die sitzen da an der Quelle, das wird ein Schreiben im Rausch. Ob für diese Verluste-Schrifstellerei extra Ghostwriter angemietet werden, bleibt geheim.
Steuersparmodell

220112 Im Deutschlandfunk erfuhr der Bauer, dass im Rahmen der Durchführung einer Lobbyveranstaltung letztes Jahr dem Wulff-Kartell vorgeworfen wird, über vierzig MitarbeiterInnen aus dem Cateringbereich bis heute nicht entlohnt zu haben. Endlich mal eine positive Nachricht für den Bundspräsidenten. Offenbar ist es ihm hier gelungen, Steuergelder nicht auszugeben.
Verbeugung

220112 Die Tätigkeit des Bauern bedeutet Rückenbeugen und findet sich auch auf hoher See. "Die Verbeugung vor Giglio" meint das dichte Heranfahren an die Insel aus Schaugründen und wurde von der Reederei Costa verlangt, behauptet Kapitän Schettino. Keiner hat ahnen können, dass der Dampfer die Verbeugung selber durchführt. Jetzt hat die "Verbeugung vor Giglio" in den Medien ihr Abbild.
BILD-Material

220112 Auf Bauers Nebenhofseite www.darvins-illustrierte.de erscheint am 21.1.2012 das Foto, wo Haupt-Cartoonist Zeller an BILD-Chefredakteur Kai Dieckmann eine von ihm gezeichnete Szene aushändigt, in welcher ein Mann seiner Partnerin mitteilt, dass ihm der Bundespräsident mit Massnahmen drohe, wenn der Mann weiterhin Artikel über ihn liest. Die Frau antwortet: "Bei mir hat er auch schon angerufen." Löblich, dass jetzt auch die Bildzeitung die Nähe von Geistreichtum sucht. Aber ein echter Bauer neigt zum Argwohn: Kauft der Chef der Bildzeitung nur wirksame Wulff-Karikaturen aus dem Markt? Hat er wieder einen Droh-Anruf bekommen? Diesmal mit der Anweisung, Anti-Wulff-Material aufzuspüren und unschädlich zu machen? Vielleicht plant die Bild-Zeitung gerade eine Gegenoffensive und sammelt großkalibrige humoristische Munition.

 

Ziemlich größter Mist

190112 Bauernkino: "Zwei ziemlich beste Freunde"; der Bauer: leicht sauer. Bäuerliche Bezugspersonen behaupteten im Vorfeld, der Film sei gut. Argument: dauernd ausverkauft. Bauer stoßseufzend: Kann man sich seine Freunde wirklich nicht aussuchen? Der Film strotzt vor Klischee, vor Leichtlaufgutmenschen, vor politischer Korrektheit für den Volkshochschullynchmob. Grundlage der bäuerlichen Beurteilung war mitnichten bloss der eigene Eindruck, sondern die vorwiegend weibliche Publikumsreaktion im Münchner City, am Montag, den 16.1.12 ab 17Uhr15: Ein Pulk aus optischen RentnerInnen besetzt gut aufgelegt das hintere Viertel. Die Leute sehen aus, als stehe der Filmbesuch auf dem Pflichtprogramm einer Münchener Volkshochschule. Ein paar Berufsisolanis gehören zum Pulk, wollen aber auch im Kino ihre bayrische Anarchie - echtes Paradoxon! - zelebrieren und schieben sich und ihre Parkas in Einzelpositionen, die andern finden scherzend zueinander. Die bayrischen Volkshochschulanarchos hocken wahrscheinlich auch in den Kursen mit herabgezogenen Mundwinkeln in der hinteren Reihe und verachten den Volkshochschulspiesser als solchen. Aber nur solange, bis sie auch mal ihre Meinung beitragen dürfen. Ein parka-umhüllter stummer Schrei nach Liebe, Zeit für ein Parkaverbot im Kino. Wenn nicht absolut, dann doch eingeschränkt. Wo haben die weiblichen Zuschauer gelacht: 1. als der Schwarze den Parkschnösel (von Parken, nicht Parka) mit Gewalt aus dem Auto gezerrt hat und ihm die Birne am Halteverbotsschild flachgedrückt hat 2. als er den treulosen Lover der Tochter vom Chef am Kragen gepackt hat und Schläge angedroht hat 3. als er die blonde Tuss kussbedroht hat, sich vor ihr auszuziehen begann, ihr auf den Hintern gestarrt hat 4. wie er hemdsärmelig und rabiat mit dem Patienten umspringt, ihn sogar absichtlich verbrüht 5. als eine Art Stammtischwitz gemacht wird zur Verwendung einer Gurke. Wunderbare Sinnumkehrung: 1. Was im einen Fall gern und oft als sexuelle Nötigung angeprangert wird, gilt hier als sympathische Zuneigungsbekundung; 2. was einerseits als gewalttätiger Übergriff mit Gefängnis verfolgt wird, gilt hier als situationsgerechte Zivilcourage; 3. sexuelle Nötigung 4. was als dummes und aggressives Nötigen bzw. Foltern eines behinderten Menschen angeklagt wird, gilt hier als freundschaftliches aus-der-Lethargie-holen; 4. Die Sache mit der Gurke bleibt ohne Widerhall im persönlichen Wortwald. Zumindest der weibliche Lynchmob wird in statu nascendi erkennbar im Publikum. Der weibliche Lynchmob hat das harmlose Gesicht eines VHS-Kursus, in den sich lauter Gutmenschen hineingespreizt haben und die gichtigen Extremitäten wohlig von sich recken. Gewaltbereit, sexuell übergriffig und so scheinbar harmlos anmutend wie eine Gartenzwergidylle. Die blonde Frau im Film stellt sich dann als schwul heraus, und der weibliche Lynchmob atmet auf: dann hat der Korrektneger - obwohl man es ihm so gegönnt hätte,sozusagen als kleinen Bonus zum Sklavenlohn - völlig diskriminierungsfrei keine Nummer schieben dürfen. Was für ein selten grober Mist, dieser Film. Na, ihr lustigen Altenpflegerinnen, heute schon einen Opa verbrüht? Beim Rausgehen schenke ich einem Bayern-Anarcho meinen Parka. Jetzt hat er zwei, mir doch wurscht.
Urnenabgang

190112 Einerseits regen sich fortschrittliche Eltern permanent darüber auf, dass überhaupt Noten gegeben werden, andererseits sondern sie andauernd Bewertungen ab über ebay - oder amazon-generierte Folgen von Doppelklicks. Und wenn sie ihre Benotung einmal vergessen, werden sie extra per mail daran erinnert. Erklärbar ist das nur mit dem inzwischen schick gewordenen Rechtfertigen von Vererbung. Das angeborene Bedürfnis auf Benotetwerden hat ein Recht auf Erfüllung, ebenso wie das genetisch fixierte Recht des Benotens beim geborenen Lehrer. Erbgut wird wieder salonfähig. Für seine Erbanlagen kann man immer weniger und deshalb muss Erbgut immer besser bewertet werden. Ob dieser aus purer Wutlust anderen Leuten die Blutkanäle perforiert oder jener sexuell nie die richtigen Kanäle findet - die Opfer geben jedenfalls meistens schlechte Noten, es sei denn, sie leiden am Stockholmsyndrom oder sind zu jung für echte Werte. Ein Politikmafioso, der seine angeborene kriminelle Energie, für die er ja nichts kann, in eine politische Karriere steckt und sein politisches Amt zur persönlichen Vorteilsnahme permanent von hinten und vorne penetriert, lässt sich ungern bewerten und wenn, dann nur über eine Schar von Anwälten. So einer profitiert von der Politikverdrossenheit der Leute, die gar nichts mehr wissen wollen und trotzdem brav alle vier Jahre ihre Stimme aburnen. Mit staatsbürgerlich geschwellter Brust wegen dem Triple A irgendeiner Ratingangentur. Das Ankreuzen und Abgeben hätte gestern noch bei den meisten den Tatbestand des Urnenmissbrauchs erfüllt. Vielleicht wäre ein "Find ich gut" "Find ich nicht so gut" oder "Find ich ganz mies" die Alternative zum einfachen Kreuzchen. Oder Sternchen verteilen, von eins bis sechs. Wie finden Sie die Idee? Ihre Bewertung schreiben Sie bitte auf weiches Papier und benutzen Sie dasselbe zur Körperhygiene. Und/oder werfen Sie es in eine Urne. Oder tätowieren Sie sich damit irgendwas.
Ölpest

190112 Filmemacher Josh Tickell enthüllt die Langzeitschäden der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, steht unter dem Bild in der AZ-München von heute und man sieht, wie eine langbezopfte Frau schwer deprimiert ein Stück asphaltgewordenes Erdöl in die Kamera hält. Leider liegt das Gesicht der Frau im Unschärfebereich der Kamera. So kann man die Langzeitschäden nur erahnen.
Rückmanipulation

180112 Das prognostiziert der Bauer: Die genetische Manipulation von Lebensmitteln wird von ihren heutigen Gegnern bald am stärksten verfochten. Allein die Wiederherstellung des ursprünglichen Erbgutes von Äpfeln und Kartoffeln funktioniert nur noch mit Gentechnik.
Klonverfolgung

180112 Die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ist das Ziel der Chemiekonzerne, aber der Bauer merkt: auch hier regieren die Gefühle. BASF verlagert seine Gentechnik nach USA - aus Trotz. Die deutsche Öffentlichkeit sperrt sich stur gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel, auch wenn das tägliche Schnitzel von Viechern stammt, die sogar Dioxin ins Futter gemischt bekommen. Dioxin wirkt stark genverändernd - soll mal einer behaupten, die Schnitzel verfügen noch über intaktes Erbgut. Jetzt setzt BASF auf grüne Gentechnik - grün wie Brotschimmel. Grüne Gentechnik bedeutet: höhere Erträge, Stresstoleranz der Pflanzen. Ob sich diese Stresstoleranz auf den Menschen übertragen lässt? Vielleicht sogar ohne Medikamente durch einfaches Verzehren eines Schnitzels? Immerhin werden Medikamente ausschliesslich von gentechnisch manipulierten Bazillen gewonnen. Inzwischen werden allein in Deutschland über zehn Millionen Tonnen Lebensmittel vernichtet. Allein die Kosten für die Vernichtungsaktion der Lebensmittel liegen im Bereich eines mittleren Eurorettungsschirms. Da wäre es kostengünstiger, wenn man die Überschüsse einfach zum Verzehr freigeben würde. Ob die Gentechnik nicht besser dazu dienen sollte, die Erträge zu senken? Der Bauer schlägt vor, den Kartoffeln ein Gen einzupflanzen, das sie anfälliger macht für Kartoffelfäule. Schon werden am Ende vom Jahr mehrere Millionen Tonnen Kartoffeln nicht mehr weggeschmissen. Wenn das Getreide schon von harmlosen Käfern gefressen werden kann, landen Millionen Tonnen Brot nicht mehr im Müll. Warum nicht? "Weil sie gar nicht erst entstehen, du Dummerle," sagt der grosse Bauer zum kleinen Bauern. Alle reden von gentechnisch veränderten Lebensmitteln - wer spricht vom gentechnisch veränderten Lebensmittelhändler? Wer kein geklontes Gemüse essen will, der will sich auch nicht von Klonen ernähren lassen müssen. Kommt bald der Gentest für Erwerbstätige in der Nahrungsindustrie?
Prognostiktick

180112 Soeben kommt in den Land-Nachrichten die Meldung, dass die Weltbank ihre Prognose für das Wachstum nach unten korrigiert worden ist. Im Juni hatte sie noch mit einem Wachstum von 6 Prozent gerechnet, jetzt rechnet sie nur noch mit 2,3 Prozent. Kann man da noch von Rechnen sprechen? Täglich werden Prognosen korrigiert. Wozu werden sie dann überhaupt noch erstellt? Wozu braucht man eine Weltbank, die solche Voraussagen trifft? Der Wert eines Geldscheines, also eines bunt bedruckten Stück Papiers, wird von der Dauerhaftigkeit seiner Werterwartung getragen. Ein Geldschein ist die Prognose für die Lebensqualität seines Inhabers. Wenn ein Institut sein Produkt derart beliebig für untauglich erklären kann, müsste doch prognostiziert werden können, dass solche Produkte wertlos sind. Dennoch beanspruchen täglich neue Prognosen und ihre Änderungen Sendezeit. Offenbar traut sich der gesunde Menschenverstand keine eigenen Prognosen zu. Wenn ein Schüler mit seinem von Fachkräften über viele Jahre ermittelten Notenbild ins Leben entlassen wird, kann er anhand dieser Einschätzung eine Prognose über die Art seines Aufenthaltsorts bis zur Rente erstellen: Operationssaal, Lehrerzimmer, Döner-Bude. Aber stimmt die Einschätzung? Jahrzehntelang wurden ausschliesslich Referendare mit der Prognose sehr gut in den Schuldienst übernommen. Da kann man doch davon ausgehen, dass das Produkt von solch ausgezeichneten Lehrkräften auch deren Prognose entspricht. Aber so wie es ausschaut, können die Schüler inzwischen nicht mal mehr schreiben. Die Rechtschreibreformen kommen dem Vereinfachungsbedürfnis gar nicht mehr hinterher. Da hätte man besser die Mittelguten statt die Einserkandidaten in den Schuldienst übernommen. Oder den Hausmeister. Oder die Putzfrau. Die haben wahrscheinlich sogar das zweite Staatsexamen, halt nur mit mittlerer Prognose.
Dönerwort

170112 Als Schaffer der Grundlagen für die Produktion von Curry-Wurst bis Döner-Kebap berührt den Bauern das Unwort des Jahres besonders. Die Unwortjury hat das Unwort des Jahres 2012 gekürt: "Döner-Morde". Mit diesem Wort würden ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und die Opfer im "höchsten Maß "diskriminiert. Was denn für eine Ausgrenzung? Grenzen sich die Döneresser aus dem Kreis der Vegetarier aus, den Zirkeln elitärer Gesundheitsbewusstlinge, die es sich leisten können, sich permanent fleischlos zu ernähren? Welche Diskriminierung hängt mit dem Begriff Döner zusammen? Die Mordanschläge sind im direkten Umfeld eines Dönerstandes geschehen, die Taten haben jeweils den Betreiber/die Betreiberin eines Dönerstandes betroffen. Genau das hat sich jeder beim Wort "Döner-Mord" gedacht. Außer den Unwortjuroren, die haben offenbar an Ethnien gedacht. Immer weniger Menschen kommen auf die Idee, dieses Fleischgericht mit der Herkunft des Anbieters in Verbindung zu bringen, schon allein deshalb, weil immer mehr Ethnien diese Speise zubereiten und anbieten. Das geht hier genauso zu wie beim Caffe latte, den man seit einigen Jahren auch schon beim Chinesen bekommt. Wer hier derart gewaltsam eine Verbindung zieht, wie diese Unwortkommission, outet sich als gewaltbereiter Besetzer der Toleranznische, der andere Menschen aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit ethnisch ein- und ausgrenzt. Die Schöpfer von Toleranzkriterien erweisen sich somit als faschistoide bis faschistische Ausgrenzer, erkennbar an ihrem Bestreben, durch affektiertes Unwortgehabe eine Hoheitsfunktion im Deutungswesen zu besitzen. Toleranzfaschismus - das wäre doch ein schönes Unwort des Jahres 2013, oder?
Kopfgeld

160112 Zur Zeit werden Lokführer verzweifelt gesucht, meldet der Bauernbrowser. Die Bahnunternehmen werben sich schon gegenseitig das Personal ab. Manche bezahlen Kopfprämien bis zu 5000 Euro. Das Geld kann natürlich nicht in einer belebten Gegend übergeben werden. Möglicherweise war ein stattliches Kopfgeld im Spiel, wenn der ICE wieder auf offener Strecke liegenbleibt.
Schafskäsekälte

160112 Minus 24 Grad in Griechenland - das Rekordminus beruht auf einer Kaltfront, die aus Mitteleuropa nach Griechenland zog und den dortigen Bauernkalender umwirft. Vielleicht ist das die neue Schafskälte. Ob diese Kaltfront als politische Botschaft verstanden wird? Vielleicht fangen die Griechen jetzt doch noch an, zu sparen. Schon komisch, dass man in Mitteleuropa von der Kaltfront kaum etwas gespürt hat.
Echte Werte

160112 Ratingaganturen und Bundespräsidenten leiden zur Zeit unter massivem Imageverlust. Der Bauer fordert eine Imagekampagne: Es muss endlich geklärt werden, ob es den Ratingagenturen erlaubt ist, mehr als zwei unangekündigte Ratings pro Halbjahr anzusetzen. Inzwischen gilt das Geratetwerden als solches schon als Qualitätskriterium. Wenn alle Länder herabgeratet werden, kann auch die begehrte Triple A wieder häufiger verliehen werden. Lieber ein Triple A im Schwellenland, als ein C- in sogenannten Industrienationen. Routinierte Altrater sprechen bei ihrem Ratingstil scherzhaft von Schwellenrating: ihre Ratingvorbereitung beginne, sobald sie den Fuss über die Schwelle setzen. Böse Zungen behaupten, Ratingagenturen haben das einzige Interesse, die große Ratingpause zu verlängern, am liebsten von Silvester über Ostern nahtlos bis in den Weihnachtsschlussverkauf. Untereinander sind die Rater zerstritten, ein eifersüchtiges Pack, das sich gegenseitig den Erfolg neidet und den Hals nicht vollkriegt. Die meisten festangestellten Rater verdienen sich nebenher eine zweite goldene Nase. Klar dass die sich nicht riechen können. Den Bürgern kommen ihre Ratingagenturen teuer zu stehen. Keiner lädt Ratingagenturen zum Abendessen ein oder auf einen Urlaub in der Villa, dafür setzen die Rater aber auch jeden Rotstift von der Steuer ab. Einen Bundespräsidenten bezahlt immerhin zum Teil der befreundete Unternehmer.
Altfahrer

150112 "Rekord: Neuwagenkäufer so alt wie noch nie" lautet das Ergebnis einer Untersuchung vom CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg/Essen. Ob die Menschen heute wieder länger auf ihr Auto warten müssen?
Kipplig

150112 Der Kapitän des umgekippten Kreuzfahrerschiffes sagt, er sei als Letzter von Bord gegangen. Das wird schwierig zu beweisen sein, immerhin zeigt das Bauernfernsehen soeben, wie noch Tage später Leute aus dem Schiff geborgen werden.
Grund und Boden

140112 Manchmal erlebt der Bauer Verleser, die gar nicht mal so falsch sind. Wie er sich nachts durch den Land-Browser klickt, konnte er gestern erfahren, ein Kreuzfahrtschiff sei "aus noch unbekannter Ursache auf Grund gelaufen und in die Schlagzeilen geraten". Dann hakt er vielleicht nach und merkt, dass es "Schlagseite" heisst. Aber das mit den Schlagzeilen hat ja auch gestimmt.
Gefühlsecht

130112 Auf Bildern aus Nordkorea sieht der Bauer anlässlich der Verkündung des Ablebens von Kim Jong viele ekstatisch weinende Menschen. Jetzt wird bekannt, dass man Leute, die nicht deutlich genug getrauert haben, in Arbeitslager sperren liess. Ob die Gefühle der Nordkoreaner schon verwirrt waren? Wirkliche Sicherheit über die Echtheit der emotionalen Regung könnten die nordkoreanischen Behörden erst erhalten, wenn sie zum Beispiel Stefan Raab live übertragen lassen und die Reaktionen vergleichen. Wenn die Zuschauer genauso ekstatisch weinen, werden alle eingesperrt. Raab meint: zu Recht! Wieder nichts kapiert.
Walakt

110112 Beim zoologischen Herumgoogeln konnte der Bauer erfahren, dass ein Glattwal pro Ejakulation 20 Liter Sperma ausstößt. Das klingt unfassbar, wird aber leicht verständlich, wenn man bedenkt, dass ein Hoden eines Glattwals 450 Kilogramm wiegt. Jetzt wird auch klar, warum der Wal im Lauf seiner Evolution vom Land zurück ins Wasser gehen musste. An Land wäre das Tier ja bald vertrocknet, bei 20 Litern Flüssigkeitsverlust pro Akt. Inzwischen gilt es unter Zoologen als Kompliment, wenn es von einem heisst: Hey, der geht ja wie ein Glattwal
Stallgeruch

100112 Auf des Bauern Browser öffnet sich inzwischen die Werbung von selber, ganz ohne extra draufklicken zu müssen. Heute erfährt die Bauernwelt, dass schlechter Atem abstoßend wirkt, im Beruf und in der Partnerschaft. Wie die immer Beruf und Partner trennen...was ist dann der Geschäftspartner? Das Gemeine am Mundgeruch sei, dass man ihn selber nicht riecht. Auch hier stutzt man: es wäre doch viel gemeiner, wenn man das auch noch selber riecht. Jetzt gibt es ein einfaches Mittel dagegen, jubelt die Werbung und bietet einen Heiltrank an. Für das einfachste Mittel hält der Bauer eine Nasenklammer, immer dabei am langen Bändel und genauso locker angeboten, wie früher eine Zigarette aus der eigenen Packung. Dazu der T-shirt Spruch: "Ich Mundgeruch? Du Klammer!"
Dailydelay

100112 Der Staatschef im weissen Haus, Daily, sei nach nur einem Jahr zurückgetreten, meldete die Nachrichtensprecherin nachts dem Bauern. Was heisst da nur, denkt der sich. Immerhin hat der Daily es 365 mal so lang ausgehalten, wie Kollege Yearly. Und der wiederum nicht so lang wie Kollege Schaltyearly. Beim morgendlichem Gurgeln entdeckt der Bauer seinen Verhörer. Stabschef, nichts Staatschef. Und dass er sich Daley schreibt, liegt an der typisch englischen Versnobtheit, Dinge anders hinzuschreiben, als man sie spricht. Dann ist er eben mit einjähriger Verzögerung zurückgetreten, der one-year-delay Daley.
Kollenfrucht

100112 Der Bauer zappt auf das Nachtprogramm von Phoenix, man zeigt in schwarzweissen Ausschnitten kreischende Mädchen bei Beatles und Elvis Presley. Oswald Kolle erklärt die Aufregung des Bürgertums:" ..das geht ja nicht, dass der mit den Hüften schlenkert und die Mädchen geil macht..." Ob kreischende Mädchen wirklich geil sind, kann bezweifelt werden, seitdem man junge Katholikinnen beim Papstbesuch kreischen sah. Oder liegt es nicht am Hauptdarsteller? Vielleicht ist es das Wissen, von vielen Menschen gesehen zu werden, was junge Mädchen zur Ekstase führt. Haben Frauen beim Sex mehr Freude, wenn sie glauben, sie werden beobachtet? Werden Frauen vielleicht deshalb gläubig? Anders gesagt: Liegt in der Gläubigkeit für Frauen ein Weg, tiefere irdische Erfüllung zu erfahren? Inzwischen weiss Oswald Kolle die Antwort. Katholiken allerdings glauben, Kolle kennt die Antwort nicht, da wo er jetzt ist.
Robin Wulff

090112 Der Bauer erkennt in Bundespräsident Wulff schon jetzt einen halben Robin Hood: er nimmt Geld von den Reichen. Um es den Armen zu geben, ist Lernziel Nummer zwei.
Betrügerstaat

060112 Wulff zum Letzten:"Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein," hat er gesagt bei seiner Entschuldigung. Also glaubt er, dass dann kein Stein fliegt. Da denkt sich der Bauer: Offenbar hält der den ganzen Staat für ein Volk von Schlitzohren. Warum sollte er da zurücktreten? Anscheinend handelt es sich hier um das Demokratieverständnis, das unsere Bundeswehr nach Afghanistan und in den Irak exportiert. Ist Altpräsident Köhler deshalb zurückgetreten?
Menschlich

060112 "Delphine liegen dem Menschen besonders am Herzen, weil man ihnen menschliche Eigenschaften zuschreibt," sagt der Sprecher auf BR-Fernsehen in der Sendung über die Suche nach Schnabelwalen. Kann man das einfach so behaupten? Jenseits des Tierreichs kann der Bauer oft beobachten: Je menschlicher die Eigenschaften, umso weniger liegen uns die Menschen am Herzen. Gibt es deshalb inzwischen so viele Sendungen aus den Zoos?
Beschädigt

050112 Der Bauer sagt sich: Genug, es reicht! Ich kann diesen Namen nicht mehr hören, Wulff. Bei Wulff bekomme ich einen Tinnitus. Das höchste Amt unseres Landes hat mich beschädigt.
Haiwarnung

040112 "Flugzeug entgeht knapp Kollision mit Hai" bettelt die Anklickzeile um Cursor-Berührung. Also gut, dich klick ich an sagt sich der Bauer und erfährt, dass der neuseeländische Pilot per Funk die Sichtung eines Hais gemeldet hat, worauf dem Leser erklärt wird, dass er ein Ballonspielzeug namens "air swimmer" gesichtet hat, das soeben in Neuseeland ein Verkaufsschlager war. Jetzt sagen die einem, was der gesehen hat. Dieser Pilot von down-under wird doch wohl so einen Kiwi-Scherzballon kennen. Immer diese vorschnellen Aburteilungen der Meinung Anderer. Da kann die halbe Heckflosse abgefressen sein und die erzählen einem was von Luftballon!
Knisternd

040112 "Wann ist Sex am Spannendsten?" fragt die Anklickzeile auf dem Bauernbrowser und geht gleich in Richtung Antwort mit dem Zusatz: "Lust und Leidenschaft werden mit 20 anders als mit 40,50 oder 60 erlebt." Logisch. Mit 70, 80 wird Sex immer spannender. Am Spannendsten ist, was die Leute egal welchen Alters überhaupt unter Sex verstehen.
Würstchenbrot

040112 Wulff legte im Ersten Bauernprogramm soeben seine Beichte ab vor Prälat Deppendorf und bringt das Bibelzitat: "Derjenige, der ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein." Auf den man dann bauen kann? Der erste Stein fliegt schnell, wenn sogar die Obersten schmutzige Westen haben. Das bisschen Schuld von mir kleinem Würstchen ist gegen deren Schuld ja eigentlich nichts, sagt sich der Lynchmob. Geheimkontakte zu Unternehmersgattin und Kreditmanagern und Eigennutz kraft Amt sieht auch der Lynchmob nicht als Rücktrittsgrund. Gerade der nicht. Ganz unten nimmt sich eine Lidlangestellte ein Wurstbrötchen, bevor es weggeworfen wird und muss sofort zurücktreten. Immerhin besser als gesteinigt. Mit den günstigen Zinsen aus dem Baukredit von Wulff hätte sie der ganzen Belegschaft lebenslang Wurstbrötchen kaufen können. Alles bloss eine Glaubensfrage. So geht es in den Himmel: Wüstenrot statt Würstchenbrot.
Wulff entschuldet sich

040112 Entschuldigungsakrobat Wulff will Bundespräsident bleiben, er habe für fünf Jahre die Geschäftsführung übernommen und will danach Bilanz ziehen, verkündet er in seiner Beichte im Ersten. Wahrscheinlich läuft sein Kreditvertrag fünf Jahre. Wulff spricht von einem "Fehler, der mir leid tut". Der Fehler war, dass es rausgekommen ist. Der Bauer erinnert: Bischöfin Kässmann ist ja auch nicht zurückgetreten, weil sie besoffen Auto gefahren war, sondern weil sie dabei erwischt worden ist. Im Unterschied zu Kässmann ist Wulff nicht zurückgetreten, obwohl er erwischt worden ist. Vielleicht hat Kässmann getrunken, weil sie nicht mehr Bischöfin sein wollte. Wulff hat die Vorteilsaneignung angefangen, weil er im Grunde nicht Bundespräsident sein wollte. Aber nun will Wulff "besonnen" agieren. Er spricht von "Lernprozess". Journalisten werden in Zukunft wohl nicht mehr saublöd durch Anrufe auf Anrufbeantworter zur Willfährigkeit genötigt. Mindestens viermal erwähnt er den Begriff "Familie". Soll der Souverän draussen denken: schau wie sympathisch! Ein Familienmensch, der für die Familie sogar neben das Gesetz geht? Das tun die Banker auch. Und die Bankräuber. Sorry-Präsident Wulff könnte sofort bei der Bahn anfangen. Die entschuldigt sich auch permanent per Lautsprecherdurchsagen. Vielleicht verwechselt er Entschuldigung mit Entschuldung und drückt damit seine Zinsen.
Zwei Löcher

040112 In einem Münchner Vier-Sterne-Hotel fand die Polizei nach Silvester zwei Einschusslöcher. Der Bauer rät, die Gästelisten zu durchforsten. Vielleicht war ein Gast unzufrieden und hat dem Hotel zwei Sterne aberkannt?
Sicherheitsnachweis

020112 Es sei zu einfach, in Deutschland Autos zu klauen, stellt Polens Botschafter Marek Prawda in der Märkischen Oderzeitung fest. Wenn einer die Wahrheit sagt, dann Prawda. Möglicherweise fordert er bald eine Prämie bzw. einen Mindestlohn für erfolgreiche Nachweise mangelhafter Diebstahlssicherung des Kraftfahrzeugbestandes in Deutschland. Wenn ein gestohlenes Fahrzeug in Polen einen Unfall verursacht, muss der Halter den Schaden bezahlen. Der Bauer kettet seinen Bulldog jetzt immer an.
Bauernregeln

010112 Ein regelrechter Bauer klickt auch mal auf andere Browser. Zum Polizistenmord in Augsburg fragt tz-online heute morgen: Wurde Mathias Vieth "regelrecht hingerichtet"? Der Bauer fragt sich, nach welchen Regeln tz-online so eine Hinrichtung beurteilt. Würde tz-online auch über Hinrichtungen berichten, die nicht regelrecht durchgeführt wurden?
Wiedergänger Guttenberg

010112 Die Bauernsatirezeitung "Titanic" moniert einen Ideenklau seitens der Bildzeitung. Hier wird Hitler gezeigt plus Bilduntertext: "Verfassungsschutz zahlte diesen Mann". Zuvor gab es einen Titanictitel mit Hitler und der Bildunterschrift "Wer kennt diesen Mann?". Noch früher aber hat Bernd Zeller auf www.darvins-illustrierte.de einen Cartoon mit einem V-Mann veröffentlicht, der ein Bild von Hitler zeigt und fragt: "Kennen Sie diesen Mann?". Jetzt will Oliver Schmitt, der Herausgeber von Titanic, OB von Frankfurt werden. Da hätte man auch gleich bei Zu Guttenberg bleiben können.
Exrechenexempel

301211 Einer der beiden gestern in Augsburg festgenommenen Polizistenmörder hat vor 36 Jahren schon einmal einen Polizisten erschossen und dafür zweimal lebenslänglich plus acht Jahre Freiheitsentzug erhalten. Wieso hat der Mann schon jetzt wieder auf Polizisten schießen können? Da sieht man mal wieder, dass hohe Strafen nicht präventiv auf Verbrechen wirken.
Der rote Hahn kräht jetzt noch lauter

291211 Der Bauernbrowser meldet einen Trend zu Böllern mit mehr Krachkapazität. Die Silvesterknaller enthalten diesmal deutlich mehr Sprengstoff. So können für einige Minuten an Silvester die Regimegegner hierzulande ihren Volkszorn noch besser entladen.
Sexualratgeber

271211 Der Internetanbieter des Bauern wartet heute mit fünf Tips für ein besseres Sexualleben auf, die ein hohes Diskriminierungspotential bergen. 1. Im Bett sollte es nicht um Leistung gehen 2. Leistungsdruck sorgt für Flaute im Bett 3. Die Angst zu versagen führt in einen Teufelskreis 4. Frauen sind gelassener 5. Haben Sie keine Scheu sich helfen zu lassen Diese Sexratschläge diffamieren die Redaktion als junge Schnösel ohne Takt und Anstand, die sehr plump eine Kundschaft umwerben, die ihrerseits als abgewirtschaftetes Konglomerat restpotenter Tattergreise diffamiert wird. Die Entschuldigungen sind ja bereits formuliert: Mein lieber Schatz, ich bin doch kein Leistungszombie! Dein dauernder Leistungsdruck sorgt für meine Flaute! Du machst mir Versagensangst. Hilfe! Ich werde noch zum Teufelsgreis! Wie? Frauen sind gelassener? Pass mal auf, wie gelassen erst wir Männer sein können. Völlig kalt gelassen, da kannst du machen was du willst! Du darfst mir gern helfen, wenn du kannst, aber dir fehlt ja völlig das Rhythmusgefühl.
Klickfrei

251211 Der Bauer lobt die Redaktion des Bauernbrowsers. Man braucht schon gar nicht mehr auf die Anklickzeilen drauf zu klicken. Auf: "Ist das die Zukunft der Küche?" folgt darunter: "Bayern: 600 Schweine verbrannt". Ja, reicht.
Leuchtspur

251211 Die breitgeschwänzte Leuchterscheinung am thüringischen Himmel zu Heiligabend war ein Service zur Schadensminderung. Wenn schon kein Schnee, dann wenigstens ein Komet.
Eheglück

251211 Der Bundespräsident hat 500000 Euro von der Gattin seines Unternehmerfreundes bekommen. Da sieht man wieder mal, wie nützlich das Heiraten sein kann. Immerhin eine halbe Million Euro - vielleicht muss deswegen der Euro gerettet werden?
Heilige Drehzahl

251211 Eine kometenartige Erscheinung am mittig-östlichen Nachthimmel brachte gestern an Heiligabend die Menschen dazu, wild herumzuklicken und zu -browsern. Der Sender Antenne Thüringen verzeichnete zwar keinen Hörerzuwachs, dafür aber eine Steigerung der Anrufer. Das sogenannte Lagezentrum im Innenministerium Erfurt bestätigte die vielen Meldungen eines breiten Lichtschweifs, der sich dann in Teile zerstreut habe. Ein Flugzeugabsturz wurde ausgeschlossen. Dem Bauern ist klar: das war der Klimawandel! Durch die milden Temperaturen hat der Weihnachtsmann den Rentierschlitten überdreht, kam voll in die roten Drehzahlen. Den Schlitten hat es zerrissen. Ein Glück nur, dass das auf der Rückfahrt passiert ist.
Besinnliches

231211  Bauernfromme Gedanken in festlicher Zeit: Dass unser höchster Amtsinhaber auf seinem Weg nach oben mal dort kraft Amtes Zinsen gespart hat oder mal hier eine halbe Million annahm - das beweist Globalisierungsfähigkeit und wirtschaftliche Kompetenz. Vielleicht kommt die Backschischmentalität noch etwas früh für altbackene Grundgesetzgläubige. Flüchtlinge aus echten Despotenländern müssen angesichts der ans Licht kommenden Wulffschen Eigenleistungen schon jetzt lächeln. Wegen deren Niedlichkeit.
Klassenrolle

201211 Pirmin Schwegler von Eintracht Frankfurt wurde von einer Kassenrolle aus dem Ultra-Block der Pauli-Fans am Kopf getroffen. Meint der Browser eine Kasserolle? Nein, wohl doch eine Kassenrolle, das ist der gerollte Bonzettel aus Ladenkassen. Direkt nach dem Wurf habe der Schiedsrichter angekündigt, dass das Spiel abgebrochen werde, wenn so etwas ein zweites Mal vorkommt. Das war voreilig, beim zweiten Wurf wären vielleicht die Münzrollen geflogen und dann die großen Scheine. Der Manager hofft, dass man den Täter dingfest machen wird. Warnung vor Wiederholung und angedrohte Fahndung nach Übeltäter - das ist das Prinzip, nach dem der Wille zum unbedingten Weitermachen funktioniert. Wie in schlechten Schulen. Wer war das? Wehe, wenn das nochmal passiert! Das ist die Klassenrolle. Die trifft alle und darum läuft alles grad so weiter, wie bisher.
Genration

191211 Die Zwillings- und Drillingsgeburten häufen sich. Eine Leipzigerin geht jetzt mit eineiigen Vierlingen schwanger. Das hat nichts mit der Sparsamkeit der Ossis zu tun, die ihr Genmaterial so knapp wie möglich austeilen. Eher mit dem Hormonstatus im Körper bzw. im Leitungswasser. Aber bald klickt auch da keiner mehr drauf. Der Bauer glaubt: Als nächstes kommen viereiige Einlinge.
Weiss

181211 Zum Problemthema weisse Weihnacht zeigt der Server dem Bauern eíne Deutschlandkarte mit Prozentangaben der Schneewahrscheinlichkeit in den einzelnen Bundesländern. Schlimm: selten geht der Wert über 30 Prozent, oft liegt er darunter. Tip vom Bauern: Wenn die Menschen so dringend weisse Weihnachten brauchen, dann kann man denen ja ein bisschen Styropor hinstreuen.
Schneefelder

181211 Viele Autofahrer vom Winter überrascht, schreibt die Bauernzeitung und wieder stehen LKW quer auf der Autobahn. Das sind mündige Bürger, die gestalten mit ihren Urnengängen auch die politische Landschaft des Bauern mit und jedes Jahr aufs Neue fragen die sich: "Hä? Was ist denn das für weisses Zeug auf der Strasse?"
Schattenspender

171211 SPD Generalsekretärin Andrea Nahles forderte nun Wulff auf, reinen Tisch zu machen. Die Bürger hätten ein Recht zu erfahren, in welchem "tatsächlichen Verhältnis" Wulff zu Egon Geerkens stehe. Was sich da an Verhältnissen auftut, mag man gar nicht wissen. Aber dieser Geerkens gewinnt ja richtig an Aufmerksamkeit. Erst darf er bei diversen Flugreisen des Ministerpräsidenten dabeisein, jetzt gilt er als Sponsor des amtsmäßig am höchsten Emporgekommenen. Vielleicht wäre ohne die graue Eminenz Geerkens das Amt von jemandem ganz anderen bekleidet. Ist die Regierung ein Schattenkabinett? Andrea Nahles sollte gleich auch mal fragen, wer uns in Wirklichkeit regiert.
Ausgemistet

171211 Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten, da sagt der Bauer sofort ja, aber auch vor dem Inhaber? inzwischen glaubt der Normalwähler, dass sich eh bloß die größten Schlawiner durchsetzen und wird darin jeden Tag auf's Neue bestätigt: Milliardenverzocker werden nicht eingesperrt, sondern befördert, rechtsgerichtete Körperverletzer bekommen Bewährung, weil der Täter dem Richter sagt: "ich weiss, wo dein Haus wohnt!" Diese Mentalität des Ganovengehorsams verhalf schon Guttenberg zu seinem Kurzerfolg. Der Noch-Inhaber des höchsten Amtes im Staat geht einen ähnlichen Weg. Wer derart vorbildlich die Nutzung von politischen Ämtern zur privaten Vorteilnahme vertuscht und trotz dreier schallender Ohrfeigen seine Wahl schlussendlich noch annimmt, der gehört an die Spitze eines Systems, das solche Grundwerte vermittelt. Leistung muss sich wieder lohnen.
Weihnachtslied

151211 Klinglöckchenklingelingeling Lasst mich raus ihr Kinder / ist so warm der Winter / wenn ich eine Mütz trag / trifft mich noch der Hitzschlag / Klingglöckchenklingelingeling...
Weihnachtsgedicht

151211 Von drauss' vom Wald bring ich den Baum / ich muss euch sagen, es weihnachtet kaum. / Allüberall auf den Weihnachtsmärkten / sah ich Menschen die sich am Glühwein stärkten! / Der Wein, der glüht, dass es Gott erbarm - / vielleicht ist deshalb der Winter so warm...
Wetterwette

151211 "Weihnachtsgrüße - reicht eine SMS?" kniggelt der Browser und versucht, über Benimm-Expertenschaft die Draufklickzahl zu erhöhen. Ob eine SMS reicht? Es kommt einfach darauf an, was man in Zukunft haben will und von wem. So ein neumodisches Sturmtief mit dem bisschen Glatteis und Schneegestreusel als Grußanlass zu missbrauchen, enthebt den Gegrüssten sowieso von jeder Beachtungspflicht, meint der Bauer als Wetterkenner. Wer Weihnachten benutzen muss, um sich ins Gedächtnis zu rufen, kann getrost vergessen werden. Weihnachten ist eh vorbei, schon seit Jahren.
Gottesacker

141212 Zu der Waffentat mit vier Toten in Lüttich erfuhr der Bauer in der Sendung Brisant, dass ein Polizeisprecher erklärt habe, es sei wohl doch kein Terroranschlag gewesen, sondern nur die Rachetat eines verurteilten Drogendealers. So kann man die Sache auch deeskalieren. Wenn man genauer hinschaut, sind die meisten Terrorakte eh bloss die Tat von Drogendealern. Opium fürs Volk.
Die Wüstere lebt

Ein neuer Sexskandal erschüttert einen eher biederen Sektor der Finanzwelt vermeldet der Browser. Wobei nichts biederer ist, als käuflicher Sex. Handelsvertreter der Bausparkasse Wüstenrot haben mit Prämien in Höhe von 203000.- im Nachtclub Barbarella in Rio de Janeiro die Unterschicht unterstützt. "Auf den Hotelfluren herrschte reges Treiben", munkelt der Browser. Haben die nicht mehr ins Zimmer gefunden? Oder haben die Kollegen drinnen einfach nur länger gebraucht? "Eindeutige Ausschweifungen im Rahmen einer Dienstreise verstoßen gegen unsere Verhaltensrichtinien", erklärt der Vorstand von Wüstenrot in einer Pressemitteilung. Wüstenrot muss jetzt nicht umbenannt werden in Wüstlingsrot, aber die Neukundinnen dürfen jetzt im Beratungsgespräch höhere Anforderungen stellen: "Ja wieso - in Brasilien könnt Ihr es doch auch!"
Bio Italia

121211 Biogemüse aus Italien war gar nicht Bio, meldet der Bauern-Browser. Da hat mal die italienische Agrarmafia mehr für die Demokratie getan, als die französischen und englischen Bomben auf Libyen. Jahrelang wurde Normalnahrung zu Bio umdeklariert und nach Deutschland geliefert und keiner hat was gemerkt. Wer hat derweil das richtige Biogemüse aus Italien verzehrt? Die Billigesser? Es ist so ungerecht. Die Ernährungsbewussten achten auf Qualität, investieren in gesunde Ernährung. Die Bessermenschen denken bei jedem Einkauf: sollen sich doch die unteren Klassen ihren Krebs anfressen, die Loser, die Müllschlucker - und jetzt stellt sich heraus, sie haben jahrelang selber von Normalnahrung gelebt. Und sind immer noch gesund! Was nun bewiesen ist: Die Aufschrift Bio ist ein Placebo. Hauptsache, es wirkt. Italienisches Gemüse bedeutet Bio für alle. Das ist echt gerecht. Danke, Agrarmafia.
Über dem Boden

101211 In Wuppertal wurde ein Mann dabei beobachtet, wie er an einem Geldkartenautomat erst rüttelte, dann eine Schusswaffe zog und zweimal auf den Automaten schoss. Der Automat hat eben nicht unterscheiden können zwischen Geld oder Leben. Der Mann sei laut Zeugenaussage danach in der Schwebebahn verschwunden. Schwebebahn klingt nach einer poetischen Umschreibung für eine Zone der Rekonvaleszenz für seelisch stark beanspruchte Personen. Oder hat der Zeuge Umlaufbahn gemeint? Dann fällt dem Bauern ein, dass es in Wuppertal ja die berühmte Bahn auf Stelzen gibt. Wohl wegen des flugähnlichen Charakters des Enteilens verleitet dieses Szenario flüchtige Täter eher zur Benutzung, als beispielsweise eine Straßenbahn in Frankfurt oder Mainz.
Proviant

101211 Hunderte Schlangen, neonfarbene Frösche und Schildkröten hat die Polizei in einem Hotel in Köln sichergestellt. Die Tiere befanden sich im Gepäck von zwei Japanern und einem Chinesen. Der Bauer schätzt, die Polizei muss das Getier zurückgeben. Wahrscheinlich war das Wegzehrung, ein bunter Reise-Snack. Bestandteile der Fauna des Herkunftslandes im Gepäck haben meistens Proviantfunktion. Keiner regt sich bei uns über Schweineschinken und Eibrote auf. Lebendig, ja und? An manchen Reisezielen wird den Besitzern der Proviant abgenommen, wenn er nicht lebt.
Alte Väter

081211 Ulrich Wickert wird Vater mit 69, na und? Immerhin ist die Mutter erst 40. Jean Pütz war 73 beim zweiten Versuch und steht laut Interview immer noch zur Verfügung. Spannend: Bei so alten Vätern wissen die Klassenkameraden nie, ob jetzt der Vater das Kind zur Schule gebracht hat oder umgekehrt. Der Verlust des männlichen Elternteils ist für Kinder alter Väter selten ein Grund zur Trauer, meint der Bauer. Spätestens wenn das Kind in die Pubertät kommt, stirbt der biologische Vater einfach weg und macht Platz für einen richtigen Papa.
Körpersprache

061212 Als Mitglied des Nährstandes hat der Bauer nichts gegen Vollgefressene und Verfettete in politischen Leitfunktionen. Sigmar Gabriel und Andrea Nahles sagen uns ja schon per Körpersprache, dass schlechtere Zeiten durchaus notwendig sind. Wichtig außerdem, dass man die Vornamen immer voll ausspricht. Ok, S. Gabriel ginge noch, aber bei Andrea Nahles klingt das nach einer Phase, in der man nicht steckengeblieben sein möchte.
Ehepflicht

291111 Weil eine Französin jahrelang keinen Sex in der Ehe bekam, hat ihr ein französisches Gericht Schadensersatz zugesprochen. Der säumige Gatte muss ihr 10000 Euro bezahlen. Immerhin ist eine Frau, die Geld für keinen Sex nimmt, keine Prostituierte. Außerdem werden nach diesem Urteil die Fälle von Vergewaltigung in der Ehe schlagartig gegen Null gehen. Diese Männer wollen einfach Schadensersatzforderungen vorbeugen. Danke, französisches Gericht.
Rettiching

291111 Die Ratingangenturen Fitch und Moody's werden wohl die Kreditwürdigkeit der USA von AAA auf negativ herabstufen. Die Bewertungsprofis bei Standard und Poor's schicken sich unterdessen an, die Kreditwürdigkeit von Frankreich von stabil auf negativ herabzuwerten. Schlechte Zensuren? In der Ära des Ratings bekommt der Begriff Banknote immerhin einen Sinn. Der Bauer schaut im Gewächshaus nach und gründet eine Rettichagentur: es geht von FFF wie fest und straff bis HHH wie holzig oder schlabbrig.
Rating

281111 Angesichts der Zunahme von Vorhersagen wirtschaftlicher Nachhaltigkeit befürchtet der Bauer eine exponentiellen Zuwachs von Rating. Ratingrating-Agenturen könnten die Produkte von Rating-Agenturen bewerten und die Rating-Inflation bremsen. Die rasante Entwicklung von Rating kann schnell zu einer Ratingblase führen. Dann droht ein globaler Zusammenbruch von Rating. Besonders schwer betroffene Agenturen müssen mit einem Ratingsschirm gestützt werden.
Flehmendes Flennen?

261111 Das Browserfoto vom Parteitag der Grünen in Kiel zeigt dem Bauern eine Claudia Ross...sorry: Roth mit roth - nein - rosskompatibler Mundhaltung. Sie lässt neben erhobenem Zeigefinger die Unterlippe herabflappen, wie der Hengst beim Flennen (✵1), nicht: Flehmen (✵2). Wahrscheinlich will sie animalisches bzw. tierisch-energisches Zielbewusstsein ausdrücken (energosch?). Die Basis scheint das zu verzeihen. Die Grünen wollen an die Macht und werfen Merkel Versagen vor. Als die Grünen an der Macht waren, hatten sie es versäumt, den Atomausstieg gesetzlich wasserdicht zu machen. Das hat ihnen Merkel zunächst nachgewiesen, und danach den Atomausstieg vollzogen. Wozu braucht man da noch grün? (✵1) ein Pferd flennt, läßt die Unterlippe hängen. (✵2) das Tier flehmt, hebt brünstig die Oberlippe. Aus: Der Sprach-Brockhaus 1954
Hofnachrichten

251111 Die Staatsanwaltschaft Hof hat Guttenberg den Hof gemacht und das Verfahren eingestellt. Viele glauben, das Verfahren einzustellen sei die Aufgabe vom Navi. Dabei machen das Verfahrensspezialisten. Offenbar sitzen die V-Leute sogar bei der Staatsanwaltschaft Hof.
Kartenleser

241111 Schon wieder bekam der Bauer eine Mitteilung aus der Bankenwelt: "Ihre Kreditkarte wird ausgesetzt, weil wir gemerkt haben, dass Sie nicht Aktivieren Sie Verified By Visa - Mastersecure Code, um Sie gegen unbefugtes Einkaufe, wenn shopping Online schnell und einfach. Bitte laden Sie herunter und entpacken Sie das Formular im Anhang...Vervielfaltigung nur mit Genehmigung der Sparkassen-Finanzportal.de". Der Bauer hat sich nicht getraut, das Formular zu entpacken und jetzt plagt ihn sein Gewissen. Ist er fremdenfeindlich? Da sitzt ein/eine Angestellte/r in einem Sparkassen-Finanzportal, will helfen, schreibt die Leute an, womöglich in der Mittagspause und bloß, weil die Menschen heute nach mehreren Rechtschreibreformen gebrochenes Deutsch schreiben, hat der Bauer Komplexe. Und wenn das Betrug sein sollte - immerhin machen die sich noch die Mühe, mittels selbsterworbener Sprachkenntnisse, fern der Eurorettungsschirme an seine paar Kröten zu kommen, bevor der Euro aufweicht. Vielleicht sollte er einfach seine Kreditkartennummer angeben. Nehmt sie doch. Hier ist sie: 4222 3636 7828 9374 8888, Raiffeisen und Bauernbank.
Ablebensgeld

221111 Beim Surfen rutscht der Cursor auf einen Versicherungsrechner und der Bauer kann sich ein Sterbegeld berechnen lassen. Die verursachende Sterbegeld-Versicherung wirbt damit, dass sie ohne Gesundheitsprüfung abschließbar ist, sofortiger Schutz bei Unfalltod sei gewährleistet und eine Aufnahme zwischen 47 und 73 wird garantiert. Schutz nach Unfalltod bedeutet, der Schutzengel hat zuvor versagt. Dagegen kann man sich anscheinend schützen. Manche Lebensversicherungen verlangen auch keine Gesundheitsprüfung. Ob sich beide Versicherungsarten gegenseitig ausschließen? Oder multiplizieren? Immerhin zahlen beide im Ablebensfall. Bauer schlau: Wer zur Lebensversicherung noch eine Sterbegeldversicherung abschliesst, kann demnach doppelt absahnen.
Widerstand

221111 Huch! Der Bauer steht noch ganz unter dem Eindruck der Darbietung eines Frauenchors, einer Meisterleistung an Stimme und Gewandung und wird heute von seinem Browser mit einem fernöstlichen Nacktfoto überrumpelt. Auf dem Foto sind ungefähr hundert chinesische Unterstützerinnen von Künstler Ai Weiwei zu sehen, die sich aus Protest in der klassischen Position eines Frauenchors ohne Kleidung ablichten ließen, um gegen die Schikanierung des Künstlers durch die chinesische Polizei zu protestieren. Profitieren wird nur die Hardwareindustrie. Möglicherweise wird die chinesische Polizei bloß ihre Schikanen verschärfen und größere Bildschirme anschaffen.
Qualitätsfahrzeug

221111 Dem Bauern als Zugmaschinennutzer liefert das Internet täglich neue Denkanstöße. Vor der abgebrannten Doppelhaushälfte in Zwickau fährt ein VW-Polizeibus ins Bild, der im Browserfenster immer länger wird, so dass das Heck fast gar nicht mehr ins Bild kommt. Ja, das ist mal ein VW-Bus. Wer richtige Autos sucht, wird im Osten fündiger als im Westen. Da hat man eben von Anfang an auf Qualität geachtet. Wer dagegen bloss einen Parkplatz sucht, soll doch daheim bleiben.
Pegelkontrolle

151111 Schon wieder ereilt Daniel Strauss-Kahn der Vorwurf, Sex gehabt zu haben. Diesmal bei einer Sex-Party im nordfranzösischen Lille. Seine reiche Frau soll ihm nun die Konten geschlossen haben und über Scheidung nachdenken. Damit hat sie Recht, denn eigentlich treffen die wiederholten Vorwürfe gehabten Sexes an die Adresse von DSK ja indirekt sie selber. Der Bauer als erfahrener Koordinator von Bewässerungssystemen vermutet, dass so eine Kontoschliessung die Triebe in die richtige Richtung kanalisieren helfen soll. Ob dann aber der Pegel noch ausreicht?
Alleinfernsehend

151111 Beim Sender mit dem Bauernformat soll jetzt ein neues Fernsehformat Interesse wecken: ein fremder Mann übernimmt für eine Woche den Haushalt für die vier Kinder einer alleinstehenden Mutter, damit diese mal in Urlaub fahren kann. Zu den vier Kindern der Frau gibt es drei Väter, d.h. der Fremde dürfte schnell integriert sein. Gut für das Zeitfenster der Produktion. Die Mutter wird mehrfach als "alleinerziehend" bezeichnet, wohl um neben Respekt auch Mitgefühl zu wecken. Da schwingt so etwas Sitzengelassenes mit, bei gleichzeitig ausgeübter elterlicher Kompetenz. Diese Frau lebt nicht von Hartz vier, sie geht für sieben Stunden am Tag einer Tätigkeit als Spülerin nach. Wieso hat diese Mutter eine Woche Urlaub verdient? Erstens ist sie alleinerziehend. Das heisst aber nicht, dass sie sich alleine um die Kinder kümmert, schliesslich gibt es in ihrem Fall sogar vier Grossmütter. Einer Oma das Miterziehen zu verwehren, hat noch keiner vermocht. Zweitens hat es diese Mutter geschafft, sich drei Vaterklötze nicht ans Bein zu binden. Sie trifft ihre Entscheidungen unbehelligt von biologisch zertifizierten Rechthabern und Wichtigtuern. Jede Entscheidung ist besser, als ein Gezerre, das zu keiner Entscheidung führt. Das Wort Scheidung steckt da schon drin. Die Situation der Entscheidungshoheit spart den Beziehungsstress, der zum Alleinerziehen führt. Das muss einen Urlaub wert sein. Drittens hat sie einen Job und damit sowieso erst Urlaubsanspruch. Der Vorteil einer Berufstätigkeit ist für sie, dass sie nicht wie Hartz-vier Empfänger zu Hause herumsitzen muss, sie kann sich für mindestens sieben Stunden am Tag vom Kinderstress erholen. Warum ausgerechnet die Mütter, deren Mann permanent wegen der Arbeit aus dem Haus ist, nicht als alleinerziehend bezeichnet werden, hat bislang niemand erklären können. Arbeitslose Väter, die permanent daheim rumhocken und sich einbringen, führen zu Kompetenzgerangel und schliesslich zu alleinerziehenden Müttern. Eine Frau, die ihre Beziehungen so konsequent lebt, dass sie erst ein Kind in die Welt setzt und danach die Beziehung prüft, braucht keine Hilfe, so jemand ist selber stark. Diese Mutter verdient kein Mitleid, sondern Respekt. Wenn sie zur Begründung auch noch angibt, dass die Väter ja schliesslich das Kind gewollt haben, dann zeigt sie ihre Unabhängigkeit vom eigenen Willen. Natürlich wollen Väter ihr Kind, sie wollen nur nicht den Streit, den eine Mutter permanent vom Zaun bricht, weil sie selber nie weiss, was sie will. Dass Kinder einen Vater brauchen, bedeutet, sie brauchen dessen permanente Anwesenheit in einer Position, welche der Mutter zumindest ebenbürtig ist. Sie brauchen keinen Loser, der vom Hausweib noch mehr traktiert wird als die Kinder. Eine Frau, die gleich mehrfach Kinder in die Welt setzt, ohne die Beziehung zu prüfen, ist ein seelischer Gierschlund ohne Gewissen und Zukunftsangst. So jemand scheisst sich nichts um den Anteil einer väterlichen Prägung bei der Zukunft des produzierten Menschleins. Das müssen völlig angstfreie Charaktere sein, so kühn und unnahbar in ihrer Abschottung, dass angesichts einer derart frechen Risikobereitschaft und Lebensferne zarter besaitete Partner erzittern. Wer da nicht das Weite sucht, ist selber ein Soziopath. Wieso soll man solch eine alleinerziehende Persönlichkeit bedauern? Mitleid mit den Stärksten? Und wieso soll man da zuschauen wollen, wenn irgendein Knecht mal eine Woche den Haushalt übernimmt?
Parteivorsteher

141111 Sahra Wagenknecht und Lafontaine sind offiziell verpaart, so wurde gemeldet. Was für einen Informationswert der Begriff "Paar" auch immer transportieren mag, genauso wie die Meldung von medizinischen Operationen. Jedenfalls wird mit so einer Paarungs-Meldung der Start von fremdem Liebesleben hinausgekräht und weckt Gedankenkaskaden bei einem schulmedizinisch geprägten Fleischerzeuger. So jemand weiß um die Drüsenabhängigkeit von Balzverhalten. Hat sich Oskar bei seiner OP vor zwei Jahren für seine Sahra etwa die Prostata vergrößern lassen? Gilt bei den jungen Leute heute händchenhaltendes Doppelklicken als Liebesleben? Sterben die Deutschen aus?
Bauernfänger

141111 Immer wieder einmal verblüfft den bodenständigen Erzeuger von Nährstoffen die von Theorieerzeugern angenommene Naivität der Nutzer des weltweiten Netzes. Zwei rechtsradikale Polizistenmörder sollen sich selber erschossen und ihr Haus in die Luft gesprengt haben? Diese Theorie klingt so bauernfängerisch, das ist schon wieder lustig. Wenn schon Schüler ohne einen ideologischen Mörderhintergrund in Deutschland Amok laufen können, wie leicht könnten das dann erst erfahrene Killer. Wieso sollten die ihr Material verschwenden und sich aus dem Verkehr ziehen wollen, ohne vorher entsprechend zu wirken? Und dann auch noch die Dönermordpistole neben sich zu legen plus Heilbronner Polizistenmordwaffe? Wer das glauben kann, beweist: Internet macht bled. Weiterklicken.
Geistreich

091111 "Geisterfahrer knackte vor Unfall Jackpot" titelt der Browser, wobei der Bauer allerdings höchstens da draufklicken würde, wenn da steht: "Geisterfahrer knackte nach Unfall Jackpot".
Altbauer

081111 Wenn Mitarbeiter von Pflege- und Altersheimen in die Piratenpartei eintreten, erkennt man das daran, dass sie durch die Zimmer gehen und rufen: "Ihr seid alt! Ihr seid alt!"
Lustiglos

071111 Als "Schluss mit lustig" benennt Brisant die Trennung von Otto und seiner Frau. Ganz schön vorauseilend. Vielleicht bedeutet es ja auch "Anfang mit lustig". Es handelt sich sowieso nur um eine PR-Taktik. Die beiden hätten laut Brisant eine "offene Beziehung" geführt - also gar keine.
Hotel Schatzgrube

071111 Soeben erfährt der Bauer auf „Brisant“ von einer polnischen Putzfrau, die in einem Zimmer des Holiday Inn Mönchengladbach mehrere Zehntausend Euro fand und sofort der Polizei übergab. Der Verlierer hatte mit dem Geld eine türkische Hochzeit auszustatten - was dem wohl dazwischengekommen ist? Bei so einer Summe denken Kenner des Films „No Country for Old Men“ sofort an Mafia und schlafraubende Verfolgungsjagden. Jetzt war es bloß eine Hochzeit. Der Bauer wettet, dass die Zahlen der Ausbildungssuchenden im Hotelbereich sprunghaft ansteigen werden. Vielleicht auch die Zahl der Übernachtungen im Holiday Inn.
E 10 Opfer

071111 Heute gab der Bauer sein Überlandfahrzeug Toyota Carina '94 zur Bestattung frei - nach 456000 km gab der Motor (5,8-6,2 l / 100 km!) nach einer vollen Dosis E 10 den Geist auf. Gekauft anno 1997 in Regensburg, gestorben am 28.10.11 ca. 50 km vor Regensburg, obwohl ganz woanders stationiert. Richtige Motoren fahren zum Sterben nach Hause. (S.a. 140511 Archiv)
Voll öko

031111 Der Wirtschaftsspezialist aus Griechenland, George Economou, will seine Milliarden in den Kauf von Kaufhof investieren. Da ahnt der Bauer schon im Namen die Kompetenz. Wirtschaft und Umwelt wären aufs Glücklichste vereint, wenn Herr Economou dann noch mit einem Herrn Ecologou fusionert.
Hofkauferweiterung

021111 Zwei Stunden nach dem unteren Eintrag überschlagen sich die Kaufhofkaufwilligen: Scheints ist der griechische Milliardär wieder vom Tisch und Kaufhof soll von Karstadt gekauft werden. Karstadt? Gibts den noch? Wenigstens können die ihre eigenen Insolvenzverwalter gleich mitbringen. Wenn das so weitergeht, kauft sich der Bauer den Kaufhof selber.
Hofkauf

021111 "Reicher Grieche will Kaufhof kaufen" titelt die Schlagzeilenredaktion. Soll doch der reiche Grieche statt unserem Kaufhof lieber Griechenland kaufen. Ach so, das haben ja schon wir gekauft. Fließen jetzt die Griechenlandrettungsmilliarden zurück in den Kaufhof?
Rettungsverweigerer

011111 Heute berichtet der Browser, dass das Papandreottische Griechenland den Euro-Rettungsschirm seinerseits und quasi trotzig zur Disposition stellt. Jessasgott, denkt der Bauer, am 12.10. vor gut zwei Wochen hat er das ja noch selber hier notiert - aber doch als ganz klar erkennbare satirische Überhöhung. Jetzt nehmen die das wörtlich...
Nachgraben

"Acht Milliarden Euro an tote griechische Rentner", heischt des Landwirts Browser um Aufmerksamkeit. Na und? Das Geld ist ja nicht weg. Muss man halt bisschen graben.
Feuer frei

311011 "Alice feuert Gaddafi Freundin" prangt als Schlagzeile auf des Bauern Browser. Solange da nicht steht: "Alice feuert auf Gaddafi Freundin", wird da wohl kaum einer draufklicken, außer dem Bauern selber. Die Italienerin Vanessa Hessler sei über Jahre die Freundin von Gaddafis Sohn gewesen und habe nun in einem Interview geäußert, dass unter Gaddafi nicht alles schlecht war in Libyen. Dass unter unserem Diktator auch nicht alles schlecht war, sagen immer weniger Leute. Wohl aus Altersgründen. Unter einem Rebellenregime mit Kompetenz zur Greueltat wird dagegen auch nicht alles gut sein. Nun wurde das Model Hessler vom Telefon und Internetanbieter "Alice" entlassen. Wie nennt man so etwas? Sippenhaftung? Da sieht man mal, was eine funktionierende Diktatur ausrichten kann.
Reloadknast

261011 Die neuen Staatstrojaner seien sicher, sagt das BKA auf dem Bauernbrowser. Das klingt wie die Beteuerung der Banken vor Jahren, dass online Banking jetzt noch sicherer sei. War die Sicherheit vorher relativ? Durch Lücken in der BKA-Spähsoftware wird es Aussenstehenden möglich, den Behörden gefälschte Beweise zu unterschieben. Wer seine Attentate oder krummen Dinger heutzutage immer noch über Computer abwickelt, ist ja auch selber schuld. Auch wenn er in Wirklichkeit weder das eine noch das andere geplant hat. Ob Gerichte bald nur noch gefälschte Urteile ausstellen? Sind Gefängnisse bald nur noch virtuell? Die Starafanstalten sind wohl bloss deswegen überfüllt, weil der Punktelevel nicht rechtzeitig reloaded worden ist.
Röntgensatellit

241011 Jetzt ist der Röntgensatellit Rosat abgestürzt. Er lieferte 1990 das erste Röntgenbild vom Mond. Immer müssen sie alles gleich röntgen. Und wie oft werden heutzutage Röntgenbilder versehentlich vertauscht! Der Bauer ahnt: Der Marsroboter war in Wirklichkeit bloss auf dem Mond.
Schwerkraft

201011 Der frischgebackene Nobelpreisträger Sargent empfahl Europa als Weg aus der Krise, sich die Geschichte der USA zum Vorbild zu nehmen. Vielleicht haben die ihre eigene Geschichte falsch abgeschrieben? Immerhin verfügt das Einwanderungsland von Ex-Doktor Guttenberg über ein Defizit von vier Billionen Dollar. Allein die Zinsen wären ein vorbildlicher europäischer Rettungsschirm. In USA stürzen immer wieder Flugzeuge ab, weil die Passagiere zu fett sind. Der Computer berechnet den Treibstoff für den Start anhand der Anzahl der Personen. Wenn aber eine einzige Person rein körperlich drei Sitzplätze beansprucht, rechnet auch der modernste Computer falsch. Ein Flugzeug voller Amis, also halbvoll, - das fliegt so: es steigt ein bisschen, sackt wieder ab, steigt ein bisschen, sackt wieder ab - das nennt man: „Jojojeffekt“. Dann saust das Flugzeug in den Wald. Mit Billionen Kalorien. Der Bauer vermutet, wenn man einen Teil der Energie, die da im Flugzeug steckt, irgendwie auf die Motoren bringen könnte, damit könnten die sogar auf dem Mond landen. Möglicherweise zum ersten Mal.
Ackerhilfe

201011 Inzwischen hat die Nato die Terroristen in den Besitz von Gaddafis Boden-Luft-Raketen gebombt. Besser, ab jetzt auf Flugreisen zu verzichten bzw. nur noch bei Linien zu buchen, die ihre Jumbos mit Anti-Raketen-Systemen aufrüsten. Bei Billiglinien dürfen nur noch Passagiere mit, die ihre Anti-Raketen selber mitbringen. Wenn diese dann daneben treffen, bekommt der Bauer am Boden den Acker wenigstens schneller gepflügt.
Jojoeffekt

191011 Der Soldat Gilat Schalit kam nach Jahren in Palästina wieder in Israel an, gesund und unversehrt. Und dem Bauern als Nährstandsmitglied fällt sofort auf, wie schlank der war! Inzwischen gilt Fettleibigkeit als weltweite Epidemie. In Amerika stürzen immer wieder Flugzeuge ab, weil die Menschen zu schwer werden. Vielleicht sollten sich die Therapeuten ein Vorbild nehmen an der palästinensischen Ernährungswissenschaft.
Aufpassen!

191011 Der Bauer mahnt gegenüber USA zu Vorsicht und Zurückhaltung. Die Krise geht weiter und die Amis machen uns schon Vorwürfe, dass wir an ihrer eigenen Krise schuld sind. So ein Billionenrettungsschirm ist ja eine finanzielle Massenvernichtungswaffe. Hoffentlich erklären die uns nicht zu Währungsterroristen. Die bräuchten nicht einmal Fernraketen, die Amis haben bei uns ihre Atomsprengköpfe ganz offiziell stationiert.
Gier

191011 Bei Zeit-online könnte man unter der Rubrik "Finanzkrise"klicken auf: "Gier ist eine menschliche Konstante", was aber der Bauer nicht zu tun braucht, weil sich da wohl eh wieder bloss ein Wirtschaftsguru zu Themen aus dem Bereich gesunder Menschenverstand äußern wird. Toleranzanalysten befürchten: Wenn Gier eine menschliche Konstante ist, dann sind die derzeitigen antikapitalistischen Proteste vor den Manhattener Geldtempeln menschenverachtend.
Trillionenthriller

191011 Der Eurorettungsschirm soll auf eine Billion ausgeweitet werden. Die Minister beherrschen ihren Job ja gar nicht wirklich. Wann sollen die denn das Handwerk lernen? Von einem Tag auf den andern mutiert z.B. Partybubi Rösler vom Gesundheitsminister zum Wirtschaftsminister. Ganz schön frech. Oder Innenminister Schäuble wird plötzlich Finanzminister. Kaum hat er die Büroschüssel getauscht, muss er schon so Sachen sagen können wie "eine Billion". Aber das geht: Billion...Billion...hey, das lässt sich ganz leicht sagen. Wenigstens kann Italien nicht pleite gehen. Die Euroscheine werden in Italien gedruckt. Wie spricht sich Trillion: Trillion...Trillion...Der Bauer bewirbt sich als Finanzminister.
Wühlarbeit

181011 In der Wüste von New Mexico wurde der erste kommerzielle Weltraumbahnhof eingeweiht. Es gibt Menschen, die 200000 Euro für einen Flug ins All zahlen. Und da wühlen die noch im Boden herum mit Stuttgart 21!
Ausgekocht

181011 Das Schweinefettauslassen erinnert den Bauer an die heutige Browsermeldung, wie ausgekocht der nette Yes-we-can-Obama sein politisches Desaster vertuscht. Jetzt versucht der, die Schuld an den USA-Schulden den Europäern in die Schuhe zu schieben, weil sie das Prinzip vom großkalibrigen Rettungsschirm so zögerlich umsetzen. Der Bauer hofft, dass das bei den Terrorvorwürfen nicht genauso geht. Die erste geplatzte Bankenblase kam von den Lehman-Brothers, da kannte man das Wort Rettungsschirm noch gar nicht. Der frischgebackene US-Nobelpreisträger im Fach Wirtschaft, Sargent, empfahl den Europäern, sich die US-Geschichte zum Vorbild zu nehmen. Soll man jetzt die Commerzbank-Brothers platzen lassen? Oder diesen Ackermann? Was taugt so ein Nobelpreis überhaupt? Obama hat ja auch einen Nobelpreis, den für Frieden. Der Bauer erinnert sich noch an diese blöden Jubler in Berlin. Großstädter halt. Denen ist permanent langweilig, das macht doof.
Kaffeeanbauer

181011 Zwei Hersteller von Kaffee sind wegen Preisabsprache zu einer Geldstrafe von ca. neun Millionen Euro verurteilt worden. Ein halbes Jahr zuvor wurden gegen Tchibo, Dallmayr und Melitta insgesamt 160 Millionen Euro Bußgeld verhängt. Viele Menschen sind jetzt vergrätzt und fragen sich: Wo bleibt die Entschädigung für uns Kaffeetrinker, die unerkannten Könige der staatlichen Nebeneinkünfte? Mit deren Geld kauft der Staat jetzt die neuen Steuer-CDs auf. Er multipliziert seine Einnahmen und schickt den Leuten ein Paket frische Krönung.
Landtoleranz

181011 Bei "Bauer sucht Frau" werden unter "Bauer sucht Mann" jetzt auch homosexuelle Bauern vor laufender Kamera in die Partnerschaft getrieben. Das ist nur gerecht. Früher hätte der Staatsanwalt eingegriffen, heute dürfen Menschen nicht wegen ihrer Orientierung ausgegrenzt werden. Der Bauer fürchtet, dass die in der Hierarchie der staatlichen Anerkennung von Erotikverhalten aufgestiegenen ehemals Verfolgten ihren Status Quo besonders erbittert verteidigen. Wenn erst mal Pädophile, Sodomisten oder Asexuelle zugelassen werden, wer wird dann am lautesten mit Abwehr reagieren: die Heteros oder die Schwulen? Frei ist der Mensch, ja, frei - aber nur, wenn er auch ein bisschen Sendeplatz bekommt. Und bedeutet der Abbau von Ausgrenzung nicht eigentlich Eingrenzung? "Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht - vor dem freien Menschen erzittert nicht." Soweit Schiller zu Folgen der Unfreiheit. Was frei bedeutet, könnte Schiller vielleicht im SM-Club erfahren. "Bauer sucht Schlüssel" heisst das Format.
Mehrgenerationenwohnen

171011 Unter "Wohnraum für Alte wird knapp" berichtet Bauernbrowser t-online von einer Annäherung aktueller Designertrends und altengerechten Wohnräumen: einem "modern ausgestattetem Mehrgenerationen-Badezimmer sieht man seine Barrierefreiheit gar nicht an". Das ist ja klar. Und wenn man die Barrieren immer schlechter sieht, weil die Augen nachlassen, droht durch die herumliegenden Wäscheteile aus der Hotel-Mama Generation und deren fallengelassenen Handtuchbarrieren den Alten eine permanente Oberschenkelhalsfraktur. Zum Glück wird die besorgniserregende Überschrift: "Millionen Menschen droht das Altersheim" weiter unten im Text relativiert: Bei der Frage, ob altersgemäße Umbaumaßnahmen staatlich gefördert werden, wird klar, dass die Altersheimdrohung bloss an die Adresse der Eigenheimbesitzer geht. Und davon gibt es deutlich weniger Millionen, als von alternden Mietwohnungsabhängigen. Der Bauer pfeift jedenfalls auf den Designertrend vom Mehrgenerationswohnen und wünscht sich eine Einzelzelle.
CD-Markt

171011 Schon wieder werden den Steuerbehörden CDs angeboten, mit Daten von Steuersündern. Das Geschäft läuft so gut, bald werden die Finanzbehörden noch wegen Tantiemen von der GEMA verklagt. Das Handelsblatt berichtet, Im Durchschnitt dauere es ein Jahr, bis bei den CD-Angeboten eine Entscheidung für einen Kauf falle. In dieser Zeit könnten chinesische Kopien den Markt überschwemmen. Im Gegensatz zu CDs aus der Musikindustrie hoffen die Urheber, sie werden nicht gekauft.
Landkommune

151011 Die Amish People in USA gelten als besonders pazifistische Gruppierung mit Neigung zum Landleben. Jetzt rasieren Abweichler unter den Amish gewaltsam anderen Amish People die Bärte ab. Diese Bartüberfälle geschehen wohl gezielt und treffen Mitglieder, die anderer Meinung sind als die Urheber der Sanktionsidee. Schon bald wird die Welt wohl zum erstenmal Amish People mit Dreitagebart zu sehen bekommen.
Lysistrata Columbiana

151011 Laut Bauers Hausblatt für unterwegs, der AZ-München, sind Frauen eines kolumbianischen Dorfes in den Sex-Streik getreten, weil eine wichtige Straße nicht erneuert worden war. Sogar viele ihrer Männer hätten die Bewegung "Gekreuzte Beine" gut gefunden. Nach 110 Tagen gab nun diese Woche der kolumbianische Transportminister den Auftrag für die Renovierungsarbeiten. Man fragt sich, wer durch den Sexstreik der Dorffrauen da in Kolumbien wirklich betroffen war.
Windjackenbeutel

141011 Laut AZ-München vom 14.10. wachsen bei US-Regierungsvertretern Zweifel am iranischen Mordkomplott, weil der Beschuldigte, Manssor Arbabsiar "so hoffnungslos unorganisiert, dass er ständig Schlüssel und Telefone verlor und mit verschiedenen Socken herumlief."... ...mehr >>
Keine Frau sucht Bauer

131011 Inka Bause, die Macherin von Bauer sucht Frau, hat sich von ihrem Partner getrennt und ist wieder single. Möglicherweise hat sie durch die vielen Bauern deren Eigenschaften bei ihrem Ex wiederentdeckt.
Schwäbische Eisenbahn

131011 Pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember muss die Bahn wieder ihre Preise erhöhen, Grund: gestiegene Energiepreise. Der Bauer rät der Bahn, vor ihre ICE-Züge Dieselloks zu spannen und die Brandsätze an den Schienen als Zwischendepots zu nutzen.
Landärztekongress

131011 In München war Ärztekongress und neue Erkenntnisse schaffen es auf die Titelseite der AZ-München, des Bauern Lieblingszeitung. Unter: "Das beste Mittel gegen Krebs" steht am 13.10.2011, dass Sport die Heilungschancen deutlich steigere. Bei Darmkrebs verbessere Sport die Heilungsschance um bis zu 47 Prozent. Sport sei "Wirksamer als Chemotherapie". Das heisst: Wenn heute einer an Krebs stirbt, dann war er wohl bloss zu faul zum Joggen. ...mehr >>
Instinktsicherheit

131011 Der Bauer glaubt an den weiblichen Instinkt und wird durch den Browser auch heute bestätigt. Weil er das Sorgerecht nicht bekommen hat, erschoss ein 42-jähriger in USA im Friseursalon acht Menschen. Dessen Nachbarin Stephanie Malchow gab zu Protokoll, sie könne es nicht glauben: "nicht mein Nachbar, er ist der netteste Mensch überhaupt". ...mehr >>
Feldverweis

131011 Bauers Lieblingsfachblatt, die AZ-München, bringt am 13.10. 2011 unter DIE SPORTFRAGE eine Mitteilung von Sportreporter Günther Koch. Er berichtet, dass ihn ein Mitglied des FC-Nürnberg einen Verräter genannt habe, weil er bei einem Spiel des FC Bayern „genauso laut Tooor! geschrieen hätte, wie bei Toren vom 1.FC Nürnberg.“ So sind sie halt, die Toren vom 1. FC Nürnberg. Aber dass die Toren vom 1. FC Nürnberg tatsächlich bleeder sind, als die von den anderen ...mehr >>
Aufmerken

121011 Ach du liebes Bayernland. Kaum passiert der Bauer die Grenze, hört er im Radio, wie die Bayrische Justizminsterin Merk beim Thema Staatstrojaner plärrt: ...mehr >>
Slowakenschirm

121011 Hat das der Bauer richtig verstanden soeben im TV: Jetzt stimmen die Oppositionsslowaken also doch für den grossen Rettungsschirm, im Austausch gegen Neuwahlen? Ja? Dann ermöglichen sie damit eine Politik, die sie ausdrücklich nicht befürworten. Glauben die echt, dass sie bei Neuwahlen für so etwas gewählt werden? Wer wählt dann sowas? Die Slowaken? Alles schaut momentan nach Bratislava, immerhin hat die kleine Slowakei ein wenig Aufmerksamkeit. Jetzt fehlt bloss noch, dass am Ende Griechenland gegen den Rettungsschirm stimmt.
Ukrainentrick

111011 Die Ex-Königin der Ukraine, Frau Timoschenko soll schon wieder in den Turm geworfen werden. Die haben sie schon einmal nicht drinbehalten können. Kein Wunder, sie hat die weizenblonde Fluchthilfe stets sauber aufgerollt dabei und ist schon einmal entkommen, weil unten einer gerufen hat: "Rapunzel, lass dich an deinem Haar herunter!"
Schuldenzuweisung

111011 Der neue Nobelpreisinhaber für Wirtschaft weist einen Weg aus der Krise und schlägt Europa vor, sich "die Geschichte der USA zum Vorbild zu nehmen". 1776 hätten die Gründerstaaten ihre Einzelbudgets unter einer gemeinsamen Regierung vereint. Naja, denkt der Bauer. Mehrere Billionen Dollar USA-Schulden - vielleicht hätten die USA mal lieber selber ihre Geschichte zum Vorbild genommen.
Babymarathon

111011 Das hebt der Bauer gern aus seinem Browser: Beim Chicago Marathon brachte eine Frau - wer sonst - kurz nach der Ziellinie ein Baby zur Welt. Gut dass es nicht kurz nach der Startlinie war. Vielleicht werden solche Babys auch beim Marathon gemacht? Das könnte die Dopingbehörden interessieren, immerhin setzt so ein Orgasmus exklusiv einen Haufen Hormone frei, auf den die anderen Teilnehmer nicht zurückgreifen können. Ob inzwischen die Marathonis ihre Babys in diesen komischen Joggerkinderwägen mitfahren dürfen?
Nobelwirtschaft

101011 10Uhr55 "Wer erhält den Wirtschaftsnobelpreis?" fragt zeit.de den Bauern und dazu läuft schmatzende Musik, die sich anhört, als würden permanent Schleimhäute aneinanderklatschen. Man sieht Menschen zwischen Mikrofonen und Kameras in einem Vorraum, die auf etwas zu warten scheinen. Auf ihre Noten? So eine Auszeichnung erhält im Sektor Wirtschaft wohl jemand, der auf irgendeine Art Profite mehren konnte. Eigentlich sollte den Wirtschaftsnobelpreis jemand bekommen, der von Wirtschaft wenig hält und so den anderen die Möglichkeit gibt, mit Wirtschaft die Produkte ihrer gelebten Sexualität zu ernähren oder zumindest mit dem ganzen Mist auszustatten, den die in der Schule brauchen, damit sie nicht als Loser gemobbt werden. Es geht um eine satte Million Euro, das macht sich gut auf dem Konto. Egal wer den Preis kriegt, er hat ihn zumindest dann verdient, wenn er ihn bekommt. So, jetzt stehen die da stramm im Vorraum, ein Kameramann schraubt am vorderen Ende der Kamera, Türe geht auf, Krawattenmänner marschieren ein und nehmen Platz, es wird ruhig, der mittlere Mann beginnt zu sprechen, seine Sprache hört sich an wie extremes Schweizerdeutsch, schön, aber jetzt wirds langweilig und der Bauer schaltet weiter.
Brennwert

091011 "Fettverbrennung im Schlaf" verheisst die Schlagzeile im Browser des Bauern. Im Folgenden wird behauptet, dass beim Abnehmen die Fettverbrennung im Schlaf ein wichtiger Faktor sei. Ausserdem würden die Fettzellen "über Nacht positiv zum Schwinden gebracht." Wie kann etwas positiv schwinden, also negativ werden? Fettzellen scheinen das zu können. Den Fetten kann man scheints viel erzählen. Bei denen schwindet ja auch das Gewicht nach jeder Diät positiv. Demnächst kommt die Meldung, dass die Fettverbrennung im Schlaf tödlich enden kann. Und alle haben gedacht, Rauchen im Bett sei gefährlich.
Polizistenparadies

091011 Wegen Personalmangel hat die Polizei einen Kollegen aus dem Legoland in die Bodenseeregion bei Tettnang einberufen. Er steht extra auf einem Sockel, wo er die Sünder noch besser sehen kann. Ortsfremde Autofahrer bremsen sofort ab, sodass sich kleinere Auffahrunfälle kaum vermeiden lassen. Liegt es an seinem kalten Blick, der das schlechte Gewissen frieren macht? Oder liegt es daran, dass sich die Kamera auf den zweiten Blick als Raketenwerfer entpuppt? Wenigstens hat man ihm die Pistolentasche zugeklebt. Der Bauer weiss jetzt, warum man die Gegend ein Paradies nennt. Erstens wegen der Äpfel und zweitens weil sich sofort eine Schlange bildet, wenn man anhält um dieses Foto zu machen.

Überspielt

091011 Dem Internet entnimmt der Bauer, dass über einen sogenannten Trojaner der Staatsschutz online die Festplatten der Bürger durchsuchen kann. Das freut die meisten deutschen Autoren, sie werden endlich gelesen. Die Spähsoftware der Polizei kann aber sogar aktiv werden und selber Material auf fremde Festplatten spielen. Das ist ja noch besser, dann nimmt es vielleicht sogar mal ein Verlag.
Studienlust

091011 Was einen richtigen Bauern immer interessiert, sind Studien aus dem seelischen Bereich. Eine psychologische Studie hat ergeben, dass jede zweite Frau Probleme habe beim Einparken. Die andern 50 Prozent finden wahrscheinlich erst gar keinen Parkplatz. Regt sich da wer auf? Bitte nicht schiessen! ...mehr >>
Hektarkino

061011 Beim Blick aus dem Taubenschlag sieht der Bauer nachts die Lichtspiele in den Nachbarstuben. Manche leisten sich Fernsehbildschime, die sind so gross wie die Wohnzimmerwand, wie blöd kann man denn sein. Die holen sich den Mist aus den Kanälen noch extra raumfüllend in die Wohnung. Bei der Qualität der Fernsehsendungen ist ein normaler Mensch froh, wenn das Zeug so wenig Platz wie möglich einnimmt. Manche richten sich zuhause richtige Kinos ein.Vielleicht gibt es kulturelle Hintergründe, in denen solch ein Dummprotz familienerhaltend wirkt: Für den Sohn ist der Papa der größte Kartenabreisser der Welt und das Weib hat einen Film lang Ruhe. So wird die Produktion von Rentenzahlern gesichert, ob die Produkte später geschäftsfähig werden, kommt in einem anderen Film. Heimkino ist, wie zuhause saufen, statt in der Kneipe. Wenn einer sagt: " Kommst du mit in mein Heimkino?" klingt das so langweilig, wie Dias angucken zu müssen von fremden Urlauben. Da hocken die Besitzer doof in ihren Privatkinos herum, manche sogar mit frischem Popcorn aus der eigenen Popcornmaschine. Die müssen doch glauben, ihre Filme sind scheisse, weil sie andauernd allein im Kino hocken.
Stadtbücklinge

051011 In ihrer Rubrik In und Out erklärt die AZ-München dem Bauern heute unter In, dass es nicht schade, sich auch mal nach Müll zu bücken. Entweder stammt dieser Rat aus dem Umfeld der Befürworter leichter Gelegenheitsgymnastik oder die Münchner Mülltaucher wollen ein Anleitungskompendium herausbringen. Man sollte aber davor warnen, sich in einschlägigen Gegenden nach dem Müll zu bücken. Unter out wird gemahnt, dass Papierabfall nicht in fremde Radlkörbe gehöre. Da hat sich wohl einer nach Müll gebückt, und diesen im Radlkorb endgelagert. Immerhin eine halbe gute Tat. Bauern-Tip: Bevor man sein Rad benutzt, mit geschlossenen Augen immer erst den Korb umdrehen. Wenn fremder Müll drin war, ist er jetzt out.
Rechtgerecht

051011 Noch gibt es keine Partei für Unrecht und Ungerechtigkeit, dagegen ist Recht und Gerechtigkeit politisch sehr gut etabliert. Der Vorsitzende der polnischen Partei für Recht und Gerechtigkeit Jaroslaw Kaczynski hat unsrer Kanzlerin großdeutsche Ambitionen vorgeworfen. Das findet der Bauer nur recht und gerecht. Wie soll man diese achselzuckende Aufstockerei von Rettungsschirmen um große deutsche Milliardenbeträge denn sonst nennen?
Troikasperletheater

041011 Im Katalog der Begrifflichkeiten um den Rettungsschirm sprang dem Bauern von Anfang an der Begriff Troika ins Auge. Wer oder was ist eine Troika? Auf jeden Fall ein Begriff, adressiert an Inhaber mindestens des kleinen Latinums. Drei wichtige Staatsmänner lassen ihren BMW, Merzedes oder was auch immer stehen und kommen in flatternder Tunica auf dem Vierspänner dahergedonnert. Es geht um Griechenland, da kann man altrömisch dagegenhalten. Am Schluss haben bekanntlich die Lateiner gewonnen und das Griechische ist zum Aussenseiter-Abitur verkommen, Prüfstein für verquaste Intelligenzbolzen ohne Alltagstauglichkeit. Wenn man aber liest, was da in dieser Dreiergemeinschaft mit wirkt, nämlich EU, EZB und IWF, dann erinnert man sich spätestens bei IWF an den Nötiger der Hotelputzfrau vom Sofitel in New York und denkt, dass neben Griechisch-Lateinisch auch das Französische deutlich an Existenzialität gewonnen hat. Troika. Mein Gott, was für blasierte Idioten.
Bahnkonkurrenz

031011 ICE hält schon wieder nicht in Wolfsburg? Möglicherweise wird die Bahn auch zum Teil von VW bezahlt und die ICE dürfen nicht in Wolfsburg halten, weil die Auto-Industrie die Konkurrenz der Schiene fürchtet. Wer mit seinem Golf oder Caddy liegenbleibt, soll nicht auf die Idee kommen, dass er mit dem Zug weiterkommt, sondern gleich einen neuen kaufen. Der Bauer sagt lieber: "A Billettle, sind S' so guat!" Trullala...
Fallagesetze

031011 Der Kanzleramtsminister mit dem altdeutschen Namen Pofalla hat anscheinend den Kollegen Bosbach grob kritisiert und auf dessen Tip: "Ronald, guck doch mal ins Grundgesetz,..." geantwortet, er möge ihn "mit so einer Scheiße in Ruhe" lassen, meldet der Bauernbrowser. Da fragt sich der Bauer: Ist für diesen Pofalla das Grundgesetz mehr so ein Falla für untenrum?
Führerlaubnis

031011 Erst fuhr der 94-jährige Coburger über mehrere rote Ampeln, dann nahm ihm die Polizei die Zündschlüssel ab, wie Bauernzeitung AZ-München am 1.10. meldet. Nach einem Gespräch auf der Wache habe der Mann dann auch noch seinen Führerschein abgegeben, der anno 1938 ausgestellt worden war. Respekt. Das muss ihn sehr viel Überwindung gekostet haben, immerhin war das noch ein richtiger Führerschein.
Verlogenheitskultur

300911 Dass sogenannte gute Beziehungen reine Lügengebäude sind, ahnt der Bauer schon lange. Dass sie nur deshalb funktionieren, weil beide Betroffenen rücksichts- und gewissenlos die eigene Auffassung von Realität permanent verheimlichen und unterdrücken, beweisen Ratgeber für Beziehungsfragen, die gestandene Browser immer wieder anbieten. Dass die resultierenden Ehe- und Familienprojekte auf Schwindel gebaute Luftschlösser sind, wo unter Garantie depressive, hyperaktive, schwer gestörte, weil seelisch permanent überlastete Zeugungsprodukte entstehen, ...mehr >>
Klobrillenschnupfer

290911 Verschiedene Internetbrowser setzen den Bauern heute davon in Kenntnis, dass zwei Männer dank Meldung der Klofrau von der Polizei festgenommen werden konnten, die sich in der Wies'n Toilette auf der Klobrille eine Linie Kokain zum Inkorporieren bereitgestreut hatten. Wenn die Sauberkeit in einer Gaststätte vorbildlich ist, spricht man davon, dass man dort "vom Boden essen" könne. Im Toilettenwesen zeugt es von Anerkennung, wenn die Leute sagen: "Hier kannst du von der Brille schnupfen!" Diese Qualitätsinformation funktioniert nur als Buschfunk und verliert an Überzeugungskraft, wenn sie an die große Glocke gehängt wird. Insofern hat sich die Putzpetze selber einen Bärendienst erwiesen. Wenn allerdings das braune Heroin auf den Brillen immer billiger verkauft wird und die Klositze zwar spiegelblank sind, aber die Wirkung eher diffus bleibt, sollte man irgendwann auch mal die Polizei rufen dürfen. Wozu hat der Münchner OB da überhaupt das Bier angestochen?
Nahrungskette

280911 Jetzt müssen die deutschen Energekonzerne die stillgelegten Meiler abreissen, dafür veranschlagen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall mindestens 18 Milliarden Euro an Kosten. Davon abgesehen, dass die Abrissfirmen von E.ON usw. selber gegründet werden konnten und die Milliarden somit im Primärkreislauf verbleiben - wieso lässt man die AKW nicht stehen? Füllt sie innen mit einem Betonkern und erklärt sie zu einem Industriedenkmal? So kommen zwar die Energiekonzerne um die Sekundäreinnahmen durch den Abriss, aber der Strahlenmüll diffundiert nicht in den normalen Schrott und bleibt weitgehend aus der Nahrungskette, ist sich der Bauer sicher.
Bauernschlau

270911 Der Frankfurter FDP Chef Pfeil glaubt, die FDP sei wegen der Dummheit der Wähler abgestürzt. Die Bevölkerung sei zu schlecht gebildet. Auf jeden Fall ist die Mehrheit der Bevölkerung nicht bauernschlau genug, sich einen Doktortitel zu erschwindeln. Diesen Bildungsnachweis haben die Hoffnungsträger der FDP vorgelebt, aber immer weniger Wähler wollen das anscheinend honorieren.
Spürsinn

260911 Gegen spezielle Polizeihunde hat sogar der Schäfer vom Bauern riechtechnisch keine Chance. Bei der Suche nach dem Ikeabomber hat die Polizei Personensuchhunde eingesetzt, deren Nasen, Browserzitat: "...sind so fein, dass sie der Fährte eines Menschen selbst dann folgen können, wenn der im Auto flüchtet." Die Hunde haben sich vom Dresdner Ikea die Autobahn entlanggeschnüffelt bis nach Legnica in Polen, 80 Kilometer im Landesinneren. Ob der Täter aber aus Polen stamme, sei unklar. Der Schäferhund vom Bauern hält es für möglich, dass nur das Auto des Täters nach Polen gereist ist. Schließlich riecht es nach ihm, auch wenn ein andrer fährt.
Satellitenlandschaft

240911 Jetzt sei ein Satellit der Amerikaner in die Atmosphäre eingetreten und verglüht, meldet das Bauern-Radio. Der Satellit habe die Größe eines Schulbusses und sei immer mehr aus seiner Bahn getorkelt, als ob er betrunken sei, wird berichtet. Unverglühbare Reste sollen die Größe von Kühlschränken haben. Anscheinend sind die Hauptadressaten der Sender Menschen, die es sofort vor Augen haben, wenn ein Schulbus zu torkeln beginnt bzw. wenn man als gestresster Schulbusfahrer ein bisschen torkelt beim Einsteigen. Die sind dann sozial ja auch verglüht. Und diejenigen, die den alten Kühlschrank wieder in den Wald schmeißen, können jetzt sagen, das war der Satellit.
Schüsselherdentrieb

210911 Wenn du an einem Haus eine Satellitenschüssel siehst, wo vorher noch keine war, kannst du damit rechnen, dass das Haus bald voller Schüsseln hängt. Satellitenschüsseln vermehren sich wie die Karnickel, das ist wie früher bei den Autos. Die mussten zur Gültigkeit ihres Statuswertes allerdings jeden Samstag noch öffentlich geputzt werden. Manche putzen wohl auch in der Satellitenschüssel herum, das zählt aber nicht, darum lassen sie es schnell wieder. Man ist zwar blöd, will es aber nicht als einziger sein. Ob das Programm, das so eine Schüssel empfängt, blöd macht? Vielleicht vertragen die Menschen das Zusatzangebot an Handlung nicht mehr. Eine Schüssel am Balkon bedeutet Sichtbarmachung gesteigerter Empfangswilligkeit, diese geht parallel mit der Zunahme von im Hausflur geparkten Kinderwägen. Später kommen Kinderfahrräder dazu. Noch später kommt die Graffitti. Dass da Fluchtwege versperrt werden, die auch zur Rettung der eigenen Brut taugen können, interessiert die Schüssler nicht. Im Gegenteil, vielleicht ist ihnen das ganz recht. Die Hausflurzusteller wurden jahrelang von der eigenen Fruchtbarkeit überfordert und wollen sich an ihren Kindern rächen, für jahrelangen Schlafentzug und Programmunterbrechung. Unbewusst, aber effektiv, wie es sich bei Bränden leider immer wieder erweist. Zunächst rächen sie sich nur an den Mitbewohnern, die aus Sicherheitsgründen das Feld räumen. Die eigenen Kinder darf man ja nicht hauen. Allerdings darf man sie ganz lieb haben. So lieb, dass es oft keiner erfahren darf. Aber die Schüsselbesitzer halten zusammen. So eine Satellitenschüssel ist wie eine Fahne. Wer zwischen Programm und Realität nicht mehr unterscheiden kann oder will, muß unter seinesgleichen bleiben dürfen. Inzwischen steigt die Schüsselrate langsamer. Ob das an der Verkabelung liegt? Logisch. Wer den Quatsch, der da gesendet wird, auch noch in besserer Qualität reinkriegen will, hat eh schon einen Sprung in der Schüssel. Wenn aber die Schüsseln fehlen, kann sich das seelische Prekariat nicht mehr balkon-öffentlich verbünden. Die Menschen halten den Krampf in ihrem phantasiearmen Inneren nicht mehr aus und alles kommt raus. Dann zeigt sich, sie sind in der Mehrheit und schon haben wir eine neue Partei. Und das ist nicht die FDP.
Balkonordnung

200911 Die Brwoser servieren zur Zeit einen Oktoberfestknigge, vom Begriff her schon ein Anlass, der Friedrich Freiherr von Knigge im Grab rotieren lassen würde. Hier wird als Blickfang der "Balconett-BH" erwähnt, diese Kleidungsstücke "sind genauso weit ausgeschnitten wie die Blusen und geben so den idealen Rahmen". Bei manchen Balkonen würde so auch keiner merken, dass der Balconett-BH ganz fehlt. Alle Dirndl verfügen über eine Schleife, die allerdings an der richtigen Seite zu tragen ist: "Rechts bedeutet vergeben, links zu haben, hinten getragen sind Sie Witwe und in der Mitte vorn getragen bekennen Sie sich zu Ihrer Jungfräulichkeit." Wer trotzdem nicht angesprochen wird, dem rät der Bauer, es mit vier Schleifen gleichzeitig zu probieren.
Koppelpfuhl

200911 Gestern ist in Thüringen ein 58-jährige beim Angeln umgekommen. Laut Bauerbrowser stieg sie "bei dem Versuch in den Koppelpfuhl, ihre von einem Fisch abgebissene Angelrute zu retten." Wer in einen Pfuhl steigt, in welchem Lebensformen hausen, die womit auch immer gekoppelt werden müssen, unterschätzt die Gefahr. Vor allem, wenn zuerst ein Fisch oder was auch immer zuvor die Angelrute abgebissen hat.
Troposphärendrache

190911 Die Beratungsfirma GL Garrad Hassan, welche zum "Germanischen Lloyd" in Hamburg gehört, hat herausgefunden, dass weltweit mehr als 20 Firmen an der Entwicklung von Drachen arbeiten, die in großer Höhe aus dem Jetstream in der Troposphäre Strom gewinnen wollen. Wahrscheinlich sind die Drachen blond und blauäugig. Das mindert die Flugangst des Bauern. Ein Vorteil von solchen Himmelskörpern wäre, dass die Piloten von in Not geratenen Flugzeugen keine gefährlichen Bauchlandungen mehr versuchen müssten, sondern ihre Passagiere an den Stromkabeln der Troposphärendrachen nach unten klettern lassen könnten.
Pleitewunder

190911 Das Privatvermögen der Deutschen habe im vorigen Jahr derartig zugenommen, wie nie zuvor, meldet das Internet dem Bauern und allen, die es googeln wollen. Offenbar hat sich die ganze Für-Griechenland-Bezahlerei vermögenswirksam ausgewirkt. Vielleicht werden wir nächstes Jahr noch reicher, wenn Italien und Portugal pleite gehen?
Tierlieb

190911 "FDP liegt jetzt auf dem Niveau der Tierschutzpartei" meldet der Browser und der Bauer ist erschüttert darüber, wie wenige Tierschützer es gibt.
Tsunamimusik

180911 Der Bauer hat "The day after tomorrow" eingelegt, aus Lust auf ein paar schmackige Unwetterszenen, aber ist nicht weit gekommen. Als die Eisscholle bricht, springt der bescheuerte Wissenschaftler im Versuch, Bohrkerne zu retten, über den Spalt, taumelt und stürzt. Die Kamera eilt auf den Rand des Abgrunds zu, und da hängt der Professor, hält sich mit einer Hand an einem Busch...nein, an einem Eisbeil fest, das ein Ureinwohner vor vielen Millionen Jahren hier steckengelassen haben muss. Glück gehabt. Über die abstruse Erzählkunst von Regisseur Emmering tönt und täuscht die pathoshaltige Musikführung à le Wagner hinweg, respektgebietend wie ein Tsunami. Ein paar Sätze weiter fragt der amerikanische Präsident: "Und wer bezahlt für das Kyoto-Protokoll? Allein dessen EInhaltung würde die Weltwirtschaft hunderte von Milliarden kosten." Wie inzwischen jeder gemerkt hat, kostet allein die Existenz der Weltwirtschaft viele hunderte von Milliarden mehr, als die Einhaltung des Kyoto-Protokolles. Wäre es da nicht billiger, lieber das Kyoto-Protokoll einzuhalten?
Doktorbauer

Wer den Minister Rösler, FDP, schon von der immer nachlässiger verborgenen Extrementspannheit der Gesichtszüge her als Lebemenschen verdächtigt, der jetzt mal richtig sie Sau rauslässt, solange es noch geht, der handelt unwissenschaftlich. Jetzt hat man Rösler schlampige Qualität bei der Doktorarbeit vorgehalten. Der Titel von Röslers Zusammenfassung internetpräsenter Erhebungen über Vorhofflimmern und Betablocker lautet: "Einfluss der prophylaktischen Solalapplikation auf die Inzidenz des postoperativen Vorhofflimmerns im Rahmen der aortokoronaren Bypassoperation". Wer einmal wie der Bauer eine Zulassungsarbeit an der Sportmedizinischen Abteilung der Uni Freiburg geschrieben hat, wird diese wohl nicht als Doktorarbeit verwenden, aber schon der Titel hätte für eine Karriere bei der FDP gereicht: "Zum Verhalten der Plasmacatecholamine und Hämodynamischer Grössen bei der congestiven Cardiomyopathie". Für ein Ministeramt bei der FDP zu kurz, aber für die Piraten hätte es gereicht..
Virusentscheidung

180911 "Gefürchteter Trojaner überwindet Virenscanner und räumt Konten leer" so lautet eine Anklickzeile, auf die der Bauer mit Sicherheit nicht klicken wird. Nachher heisst es: selber schuld. Dass man da überhaupt noch irgendwo draufklicken muss, damit ein Virus überspringt, zeigt eigentlich, dass die Virenerbauer uns einen Rest Entscheidungsfreiheit gelassen haben.
Regimegegner

180911 In der Züricher Innenstadt kam es erneut zu Zusammenstößen mit Polizei und Regimegegnern meldet der Browser dem Bauern. Halt, das waren keine Regimegegner, das waren Abtreibungsgegner, bzw. Abtreibungsbefürworter, die eine Demonstration von Abtreibungsgegnern verhindern wollten. Despotenwiderstand war es auch keiner, die Schweiz ist ja bereits eine Demokratie. Es flogen Steine und Flaschen. Wenigstens dürfte die Chaotenorganisation einen Teilerfolg verbuchen: Die Demonstration der Abtreibungsgegner konnten sie nicht verhindern, aber von denen dürften jetzt die meisten erkannt haben, dass eine Abtreibung nicht immer schlecht sein muss.
Jugendgewalt

180911 Der berühmte Strafrechtsverteidiger Rolf Bossi outet sich in seinem Buch "Die gemachten Mörder" als scharfer Gegner von Killerspielen, schreibt aber auf Seite 19: "...ist die von Jugendlichen verübte Gewaltkriminalität zwischen Mitte der Achtziger- und Mitte der Neunziger Jahre um etwa das Dreifache, die der Heranwachsenden immerhin noch um zirka achtzig Prozent gestiegen...Der Rückgang der letzten Jahre ist also bestenfalls ein Rückgang zu einer gewissen Normalität." Da muss sich der Bauer fragen: hatten die damals keine Killerspiele?
Genehmigt

160911 Die schweizerische Großbank UBS hat jetzt einen Milliardenschaden erlitten durch nicht genehmigte Börsen-Geschäfte eines Händlers. Der Bauer ist sicher: Wären die erworbenen Papiere nicht ins Minus gerutscht, hätte die Bank das Geschäft genehmigt. Wie die Urteilsfindung aussehen wird, kann man am Beispiel des Bankers von Société Générale ablesen, der im Jahre 2008 rund 4,9 Milliarden Euro verspekulierte. Er wurde damals zu vier Jahren Haft und zur Rückzahlung der 4,9 Milliarden Euro verurteilt. Vom Gehalt eines Gefängnisinsassen könnte niemand leben, wenn nicht Kost und Logis frei wären. Vielleicht hat er aus dem Gefängnis heraus versucht, über den Mittelsmann bei UBS die 4,9 Milliarden zu erspekulieren?
Liebesfrage

160911 Die erste Auflage von "Schoßgebete" soll ziemlich erfolgreich sein, vernimmt der Bauer per Browser. Inzwischen lesen die Menschen im Bett lieber Charlotte Roche. Die Liebesfrage lautet nicht mehr: "Na, wie war ich?" sondern: "Na, wo war ich?"
Geldwert

150911 Millionen Tonnen Lebensmittel kommen zum Bedauern des Bauern jährlich auf den Müll, dabei ist das Essen noch gar nicht schlecht. Mit Geld kann das auch passieren. Ein Gebäudereiniger fand 140000 Euro als gebündelte 500 Euro Scheine in einer Plastiktüte im Hamburger Bahnhofsklo. Bei der Polizei stellte sich der Fund als wertlos heraus, weil die Scheine mittig mit der Werbung für eine Pizzeria bedruckt waren, was wegen der Banderole zunächst verborgen blieb. Offenbar hätte schon ein kleiner Druckfehler - das Vergessen des Werbeaufdrucks - genügt, die Blüten als echtes Geld durchgehen zu lassen. Unsere Euroscheine werden sowieso in Italien gedruckt. Vielleicht wurden die Noten im Nebenraum einer Pizzeria hergestellt und es war nicht richtig aufgeräumt. Blöd, wenn dann was zwischen die Platten kommt. Jetzt wird das ganze Geld wohl weggeworfen. Könnte man das Produkt nicht wenigstens zur Rettung Griechenlands einsetzen?
Richtigstellung

140911 Aufgrund einer soeben erfolgten strafbewehrten Unterlassungsaufforderung des auswärtigen Amtes und des Amtes für wirtschaftliche Zusammenarbeit erklärt der Bauer, den Begriff "Schlitzaugen" in keinster Weise diskriminierend gemeint, sondern rein ästhetisch beschreibend und formal analytisch verwendet zu haben. Er erlaubt ab sofort ausdrücklich jedem Leser, in untigen Textprodukten den Terminus Schlitzaugen, Schlitzauge und überhaupt Schlitz zu schwärzen und durch Mandelaugen, Mandelauge bzw. Mandel zu ersetzen.
Chinageld

140911 Der Bauernbrowser lässt aufhorchen: Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in China bot der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao Europa und USA Finanzspritzen an, koppelt aber seine Geldhilfe an Gegenleistungen. Hey, das machen wir einfach wie die Griechen! Gegenleistung akzeptiert. Moment, als Gegenleistung verlangen die Schlitzaugen von uns: "die zweitgrößte Volkswirtschaft als Marktwirtschaft anzuerkennen." Marktwirtschaft China: super! China? Tolle Marktwirtschaft, was denn sonst? Wenn einer Marktwirtschaft kann, dann China. Jetzt aber rüber mit der Kohle!
Auflösung

140911 "Männer, warum könnt ihr nicht zugeben, dass ihr manche Dinge nicht könnt?" fragt die AZ-München den Bauern heute, der gerne weiterhilft: Der ganze Ausdruck ist doppelt negativ und führt damit in die Paradoxie. Ich kann als Mann nicht zugeben, dass ich manche Dinge nicht kann, zum Beispiel zuzugeben, manche Dinge nicht zu können, was ich damit zugegeben hätte. Wenn man aber die Gleichung nach nichts auflöst, kommt heraus, dass wir Männer durchaus zugeben können, dass wir manche Dinge können. Zum Beispiel nach nichts auflösen.
Integrationshintergrund

130911 Sogar Obama mahnt im Bauernradio die Bewohner der Eurozone zu gemeinsamer Wirtschaftspolitik, denn: "wir leben heute in einer integrierten Weltwirtschaft." Einerseits wird die Verschiedenartigkeit der Richtlinien moniert, andererseits eine weltweite Integration festgestellt. Vielleicht braucht Europa Integrationsrichtlinien für EU-Länder mit Migrationshintergrund. Wer sich nicht integrieren will, wird abgeschoben. Wohin? Nach Amerika?
Flagge zeigen

130911 Der Forderung Oettingers nachzugeben und Schuldnerländern die Fahne an den Masten tieferzusetzen, würde ein orgelpfeifenartiges Flaggenensemble vor national bedeutenden Gebäuden nach sich ziehen. Der Bauer rät, stattdessen den Stoffanteil proportional zum Schuldenstatus zu kürzen. Wenn die Fahnen dann nur noch die Größe von denen an den Käsestickern haben, sieht man bloss noch den Mast und der Nationalstolz wird nicht beschädigt.
Lawinenschutz

130911 Von der Kraft des Franken her müsste die Schweiz bereits doppelt so groß sein wie die USA. Die Schweizer haben jetzt ihre Währung an den Euro gekoppelt. Nicht um den Euro zu stärken, sondern um den eigenen Franken zu schwächen. Jetzt darf der Franken nicht stärker werden als 1 Euro:1,20 CHF. Retter werden angewiesen, klammernde Ertrinkende bewusstlos zu schlagen, bevor das Opfer sie hinunterzieht. Die Schweiz schlägt sich anscheinend vorher lieber selber k.o. Dabei exportieren die Schweizer schon lange Retter in die Krisenregion: Josef Ackermann rettet das deutsche Kapital direkt bei der deutschen Bank, gegen das Aussterben der Deutschen arbeitet an der Basis Jörg Kachelmann. Wenn der rettende Franken kommt, dann für den Bauern bitte mit einem Fässchen Schnaps am Halsband.
Wertschöpfung

130911 Die Argumente deutscher Wirtschaftsparteien beim Thema Griechenlandhilfe zielen momentan in Richtung der zu erwartenden Dauer von Solidarbeiträgen der Bruderstaaten. Ein bauernverträglicher Gedanke. Nach der Wiedervereinigung hat sogar Deutschland zwanzig Jahre gebraucht, um eine Wirtschaft aufzubauen, die den Staat heute noch jedes Jahr aufs Neue tiefer in die Schulden treibt. Wenn die Griechen da schon nach wenigen Jahren wettbewerbsfähig werden, zeigt das, die sind besser. Das können wir uns nicht leisten.
Schuldenhierarchie

120911 Die momentanen Rettungsschirmländer hätten einfach über ihre Verhältnisse gewirtschaftet, behauptet auf Bauernsender Phoenix soeben der Gesprächsteilnehmer von der FDP. Laut Verschuldungsstatistik hat Deutschland die eigenen Verhältnisse so hoch angesetzt - dass wir da fein raus sind. Wir können ja nicht mal für uns selber bezahlen.
Erdbewegung

120911 Manche Politiker wollen Griechenland aus der Eurozone rauswerfen: wie soll denn das gehen? Tektonische Plattenverschiebung? Heimlich das Schloss auswechseln?
Nahrungsmittel

120911 Annik Wecker, die Frau von Konstantin, deren Kochbücher deutlich besser laufen als seine Gedichtbände, erklärt heute in der AZ-München, mit ihren Buchhonoraren könne sie inzwischen die Familie allein ernähren. Respekt vom Bauern! Die einen ernähren ihre Familie mit Kochbüchern, die anderen mit Kochen.
Wohlfühlkriminelle

120911 Eine aktuelle Risikoanalyse legt nahe, dass psychosoziale Belastungen durch den Reaktorunfall in Fukushima zu mehr Opfern führen könne, als die Strahlung selber. So etwas nennt der Bauer Suche nach dem Sündenbock. Wenn die Angst vor Verstrahlung mehr Opfer nach sich ziehen soll, als die Verstrahlung selber, sind die Leute schuld, die vor der Verstrahlung warnen. Genausogut sind die Nichtraucher nicht nur daran schuld, dass Raucher Angst vor dem Rauchen bekommen, sondern dass sie überhaupt rauchen müssen. Nicht der ist schuld, der bei Rot über die Ampel geht, sondern die selbsternannten Vorbilder, die nur bei Grün gehen. So lernen die Rotgänger nie, vorher richtig zu schauen. Demokratie auch auf der Autobahn: Bei Massenkarambolagen war es immer der da vorne, der viel zu langsam vor den anderen hergefahren ist. An der steilen Zunahme der Krebserkrankungen sind weder das Dioxin in der Nahrung schuld, noch Weichmacher im Trinkwasser oder Dieselrußpartikel in der Atemluft, sondern diejenigen, die mit negativen Gedanken anderen Menschen das Wohlfühlen vermiesen. Dass niemand etwas falsch versteht: das eben Gesagte war durchweg ironisch gemeint! Hallo!
Landleben

120911 Die Polizei hat in England mehrere Personen befreit, die über Jahre hinweg auf einem Campingplatz wie Sklaven gehalten wurden, unbezahlte Zwangsarbeit verrichten mussten und nur "sehr, sehr kleine Essensrationen" bekommen hätten, so ein Polizeisprecher. In Deutschland wäre so etwas ein Fernsehformat. Ob der Campingplatz mit Stacheldraht gesichert war? Nun schöpfen auch die Sklaven in Hotels und Pensionen Hoffnung. Eine medizinische Untersuchung der befreiten Camper dürfte hervorragende Cholesterinwerte ergeben, die Herzkranzgefäße sind frei und überhaupt wird die Lebenserwartung dank verminderte Zufuhr von britischem Essen deutlich höher liegen. Hätten die Sklaventreiber das als Kur angemeldet, könnten sie sogar den Zaun ums Lager weglassen.
Geldpräsent

120911 Schon wieder flossen viele hundert Milliarden Euro aus deutscher Steuerzahlerhand nach Griechenland, meldet das Radio. Ja und? Von der Gegenwart dieser Milliarden hat der Bauer nie etwas gespürt. Wo kommt das ganze Geld überhaupt her?
Glücksspiel

110911 "Junge Römerin stirbt bei erotischer Fesselung" liefert die Anklickzeilenredaktion dem Bauern. Offenbar sind die Glücksspiele heutzutage so halsbrecherisch, dass einer, der sich bloss aufhängen will, im Abschiedsbrief schon dazuschreiben muss, dass es nicht nur Sex war.
Toplader

100911 Der Browser berichtet dem Bauern ganz aufgeregt, dass die Nasa soeben zwei waschmaschinengroße Satelliten ins All geschossen hat, um den inneren Aufbau des Mondes zu erforschen. Wahrscheinlich verfügt das Mondmobil diesmal über einen Schleudergang, abgesetzt wird es mittels Wäscheleine.
Retrocomedie

100911 Auf comedie-central kommt gerade ein Sketch, in welchem Verteidigungsminister Scharping aufs satirische Korn genommen wird. Sind die heutigen Comedians zu teuer oder werden die immer schlechter? Der Bauer fürchtet, dass der komische Sender irgendwann noch Reichspräsident Hindenburg satirisch demontiert.
Datumsneurose

100911 Es irritiert den Bauern schon ein wenig, dass die Menschen solchen Respekt vor dem zehnten Jahrestag des Worldtrade-Anschlags haben. Als ob Terroristen genau dieselben Jubiläumsspießer wären wie der bornierte Normalsteuerhinterzieher, der von seiner Terrorfamilie terrorisiert wird, wenn er Geburtstage oder Hochzeitstage vergisst. Wenn also morgen tatsächlich etwas passiert, dann müssten die Profiler eher bei der Bürgerbewegung vom "Aufstand der Anständigen" ansetzen.
Verleyhnix

100911 Nach dem Rentenreformvorschlag von Arbeitsministerin Von der Leyen erwartet der Bauer, dass viele Wortkünstler jetzt Sachen sagen wie: Da müssen sich die Rentner die Rente von der leihen.
Führerfluchten

090911 Nach dem Rücktritt des Chefs des Internationalen Währnungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, verabschiedet sich heute mit EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark eine weitere Eminenz der Wertschöpfungskathedralen. Folge: der DAX gibt nach. Statt dass man den Abschied der nachweislich inkompetenten Chefpostenbesetzer mit Optimismus quittiert, schlägt beim scheuen Kapital der Fluchtimpuls durch. Die Geldhaber flüchten den Strippenziehern der Finanzkrise hinterher wie eine Herde verschreckter Schafsköpfe. Das zeigt: die Menschen glauben nicht mal an sich selber.
Rauchkunst

090911 Schon den ganzen Tag lang konnte heute der Bauer auf eine Rauchwolke klicken, die aus bekannten und wenig bekannten Blickwinkeln fotografiert wurde. Mal ragt die Rauchwolke oben aus einem Betonhaus, dann wieder scheint sie benachbarte Wolkenkratzer von hinten umklammern zu wollen. Oder sie quillt machtvoll zwischen Bürotürmen hervor. Immer gleich bleibt ihre Farbtönung in einem metallischen Betongrau. Jeder erkennt, es ist immer dieselbe Wolke. Würde der Fernsehmaler Bob Ross noch leben, könnte man dabei zuschauen, wie er aus etwas Weiss mit viel Schwarz "and a little bit crimson" die Wolke zusammenmischt, ihr vielleicht mit den Worten:"and she 's got a litte friend" eine kleine Zweitwolke entwachsen lässt und kichernd zwischendurch den breiten Pinsel schlabbernd am der Staffelei trockenschlägt. Durch diese bewusste Reduktion der Motivvielfalt und Konzentration auf ein einzigartiges Naturphänomen wird die Kreativität und künstlerische Gestaltungssicherheit der jeweiligen Fotografen deutlich. Möglicherweise folgen Ausstellungen und Installationen zu diesem Thema, es werden Preise errungen. Wann wurde die Ästhetik einer Rauchwolke derart weltumspannend in Szene gesetzt?
Wüstenfuchs

090911 Jetzt erfasst der Gaddafi-Terror die letzte Bastion sicherer Zahlungsmittel. Gaddafi hat Libyens Gold auf den Markt geworfen und den Goldpreis torpediert. An die vier Billionen Euro werden allein in Deutschland von Nachlassempfängern und Wüstenrot-Bausparern gehortet, die mit einer Abwanderung ins Gold liebäugeln. Durch den Zustrom von vielen Tonnen des libyschen gelben Metalls knickt demnächst der Goldpreis ein, die Erbengemeinschaften werden in die wacklige Welt der Dax-Derivate zurückgetrieben und was bleibt, ist nicht mehr rot, sondern bloß noch Wüste. Und wer hat da Heimvorteil? Gaddafi, der alte Wüstenfuchs. Der Bauer legt schon mal Oasen an.
Rentnersilo

090911 Von der Leyen hat etwas gegen die Rentner getan: einen staatlichen Zuschuss sollen diejenigen Rentner erhalten, die 40 Jahre lang in die Rentenkasse einbezahlt haben und mindestens 30 Jahre lang private Vorsorge getroffen haben. Wer 40 Jahre Gehalt bezieht und auch noch in der Lage ist, 30 Jahre lang zu sparen, der gilt als wohlhabend. Wozu braucht der einen Zuschuss? Allerdings nutzen die paar Euro im Monat einem Langzeitarbeitslosen auch nichts, wenn er in Rente geht. Der Bauer schlägt den Bau von "Rentnersilos" vor: Wohnungen mit niedrigen Mieten und ausschliesslich für Niedrigrentner gemacht, gerne im Hochhaus weit oben, wo man das Geplärr vom Brennpunkt Kinderspielplatz nicht so laut hört, drüben beim "Müttersilo", wo alleinerziehende Frauen billig hausen, die mit ihrer Fruchtbarkeit zu rentenoptimistisch umgegangen sind. Sieben eigene Kinder wie bei von der Leyen sichern noch keine Renten, auch nicht von sieben Vätern. Der Titel "Rentnersilo" sorgt gleich von Anfang an dafür, dass sich die Münchner Yuppiszene da raushält.
Bombenbauer

090911 "Bombenbauer festgenommen!" erschreckt die AZ-München heute den Bauern, der zuerst an eine neue Produktlinie denkt und dass er doch lieber bei Gemüse und Schweinen bleibt. Wie schnell rückt man als Landwirt auch so schon ins Fadenkreuz. Da genügt es, beim Raiffeisen ein paar Kilo Düngemittel zu viel zu bestellen.
Proportionen

080911 Die Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung machen den Bauern manchmal ganz damisch im Kopf. Laut einer Erhebung der Universität Melbourne gilt Fettleibigkeit bei Wissenschaftlern jetzt als Epidemie (s. 260811) und verursache weltweit sogar in Entwicklungsländern mehr Tote, als Rauchen. Wobei die Schadwirkung eines fettleibigen Afrikaners umgekehrt proportional zu der eines fetten Amerikaners gerechnet werden dürfte. Jener schadet anderen direkt, dieser indirekt. In Amerika sind bereits zwei Flugzeuge beim Starten abgestürzt, weil der Computer das Gewicht falsch berechnet hat. Logisch, wenn da pro Kopf eigentlich zwei Sitzplätze gerechnet werden müssten, dann bleibt die ermittelte Kerosinzufuhr beim Start zu gering. Der Pilot rast mit 400 Sachen über die Startbahn, wundert sich, dass er den Vogel nicht hochkriegt und da vorne kommt schon der Wald. Selbst wenn er noch bremsen könnte, kriegen die da hinten alle einen Herzinfarkt. Die Fluglinien wollen jetzt Schneisen in die Wälder schlagen, dann kann der Pilot einfach weiterfahren. Das Fluggefühl wäre wie im ICE, außer dass die Passagiere angeschnallt bleiben und nicht auf die Toilette dürfen. Umgekehrt proportional wäre es, wenn ein klassischer ICE voll besetzt wird mit lauter Magersüchtigen. Dann hebt er bei Tempo 300 ab und es kommt zu skurrilen Zusammenstößen in der Luft. Unten am Boden rast der Jumbo derweil ohne Flügel aus dem Tunnel und macht als ICE weiter.
Klickprofil

080911 Bei den Browsern können Profiler Zielgruppen nach Interessensgebieten herausfiltern und bis hin zur Einzelpersönlichkeit verfolgen. Wenn der Bauer im Polizeiticker da draufklickt: »Mann sticht auf Hunde ein«, erhält er unter dem sich öffnenden Artikel den Service »Das könnte Sie auch interessieren«. Hier kann man weiterklicken: »27-Jähriger sticht in Dresdner Uniklinik auf Krankenschwester ein«. Interessant wäre jetzt: »Arzt sticht bei OP auf Patient ein«, wobei hier wieder interessieren könnte: »Krankenschwester näht mit siebzehn Einstichen Patient wieder zu«, und im Genesungsraum beim Kartenspiel: »Mit blanker Zehn sticht Hinterhand auf Vorderhand ein«, und schon hätte man das Motiv und somit drei Hauptverdächtige ermittelt.
Qualitätsurteil

070911 Weil Jean-Louis G. aus Nizza jahrelang im Bett Migräne vortäuschte, sprach ein französisches Gericht seiner Gattin wegen entgangener sexueller Freuden Schadensersatz in Höhe von 10000.- Euro zu. Der Bauer glaubt, dass durch dieses Urteil tausende von Frauen Hoffnung auf Entschädigung finden. Sie haben erst durch ihre Liebhaber gemerkt, was Sex bedeutet und können nun die eigenen Gatten wegen jahrelanger Lieferung minderer Qualität verklagen.
Chefgefühl

070911 Jeder dritte hält seinen Chef für inkompetent, klärt Financial Times Deutschland den Bauern auf. Umgekehrt gilt wahrscheinlich dasselbe. Für jeden Fünften sei es ein Problem, dass der Chef keine Gefühle zeigt. Das liegt wohl daran, dass diejenigen Chefs, die Gefühle gezeigt haben, momentan in U-Haft sitzen.
Chystalpaket

070911 Crystal gilt als Designerdroge mit großem Gefährdungspotential und um das zu demonstrieren zeigt die AZ-München das Gesicht einer jungen Frau vorher und nachher. Allerdings schaut die Frau schon vorher so, als ahne sie, wie sie nachher ausschaut. Vor allem in bayrischen Randgebieten mit Nähe zum Crystalkochland Tschechoslowakei überschwemme Crystal die Konsumentenhirne. Der Bauer nimmt die Oberpfälzer in Schutz. Ihnen kann man es nicht übelnehmen, wenn sie gutgläubig Drogenpakete annehmen. Sie glauben, es wäre die "Christel von der Post".
Fingerring

070911 Wissenschaftler können neuerdings erklären, warum bei Männern der Ringfinger länger ist als der Zeigefinger. Schuld ist - das war dem Bauern klar - das Geschlechtshormon Testosteron. Männer gucken jetzt auf ihre Finger, sehen, dass der Ringfinger tatsächlich länger ausschaut und gehen beruhigt ihrem Tagesgeschäft nach. Skeptiker aber halten den Ringfinger an den Zeigefinger der andern Hand und merken: es war eine optische Täuschung. Die Welt bleibt trotzdem in Ordnung, denn die mit dem meisten Testosteron halten den Mittelfinger für den Ringfinger.
Appgläubig

070911 Die Leute im Bauernumfeld glauben ganz fest an Apps. Die schweben um uns herum, wie Schutzengel, ein kurzes Gebet reicht und schon hat man sie auf dem Handy. Beten bedeutet, sich zu konzentrieren und Formeln in sein Handy eintippen mit dem Betfinger. Einer hat das App "Taschenlampe" aufs Handy gebannt, jetzt kann er bei Nacht sein Zahlenschloss öffnen. Jemand anderer hat mit dem App "Navi" aus dem Wald gefunden. Das App "Geigerzähler" bedeutet keine Angst mehr vor verstrahltem Rindfleisch aus Japan. Das einzige App, das den Bauern interessieren würde, wäre das App "Akku aufladen", weil dauernd leer.
Gabi back

060911 Das freut den Bauern: Gabi Köster ist wieder da. Viele glaubten, sie sei Anfang 2008 gestorben. Das mussten diese Leute ganz schnell sein lassen, sonst hätte das Management von Gabi Köster auf Unterlassung geklagt. Jetzt tritt sie zunächst in Talkshows auf, wie Stern TV, Kölner Treff, Volle Kanne. Wer glaubt, das sei nur ein Double, muss das mit Sicherheit unterlassen. Was bleiben dürfte, ist die Redewendung: "Tot wie Gabi Köster".
Kalorienarm

060911 "Rentnerin findet Zahn in Wurst" - das ist dem Browser heute noch eine Schlagzeile wert. Der Bauer findet es immerhin besser, als wenn die Rentenpolitik es den Redakteuren nahelegte, die Schlagzeile so herum zu gestalten: "Rentnerin findet Wurst in Zahn".
Einwicklungshilfe

060911 Im Bauernbrowser wird von einer Frau berichtet, die im Voraus 5000.- Euro überwiesen hat, für eine angebliche Transaktion von 20 Millionen Euro, an der sie mit einer Provision beteiligt werden sollte. Natürlich ist das Geld weg und der Browserredakteur teilt seinen ersten Gedanken gleich mit: "...Geld an Unbekannte in Afrika zu schicken, müsste auch den Gierigsten zu heikel sein, so der erste Gedanke." Klingt logisch, aber dann wäre ja Entwicklungshilfe strafbar und das entsprechende Ministerium gehört für seinen permanenten Milliardenbetrug an Deutschland endlich zur Rechenschaft gezogen.
Wasserkraft

060911 Die Deutsche Bahn galt bislang als größter Stromfresser Deutschlands mit hohem Anteil an Atomstrom. Rechnerisch besteht der nächste Castortransport komplett aus Atommüll, den die Bahn verursacht hat. Immerhin liefert die Bahn den Schienenweg für die Entsorgung gleich mit. Bislang galt Zugfahren als ökologisch, aber jetzt fällt ein großer Teil Atomstrom weg, deswegen will Bahn nun die starke Grundwasserströmung unter Stuttgart nutzen. Statt der Gleise vom alten Hauptbahnhof sollen jetzt Turbinen in den Tunnel gelegt werden. Der Bauer vermutet: Stuttgart 21 wird ein Wasserkraftwerk.
Kulturförderung

040911 In Leipzig ist anlässlich eines Passagenfestes ein sogenannter Vertikal-Saxophonist abgestürzt, meldet dem Bauern der Sonntagsbrowser. Dessen Berufsbild war anscheinend das Saxophonspielen während einer Abseilaktion. Die Innenstadtkultur fördert mit solchen Kombinationen die musische Bildung der Bevölkerung über die Schaulust. Da kommt einer trötend und tirilierend die Hauswand herab - unten kann man Wurst essen, das Handy hochhalten und den Kindern beim Mutti guck mal der Mann da! rufen zuhören. Dazu braucht man nicht einmal etwas von Musik zu verstehen. Von der versteht eh keiner was, bei dem Lärm. Wann reagieren die Schulen? Wenn man den Mathe- oder Lateinlehrer aus dem obersten Stock ins Klassenzimmer abseilen würde, hätten die Schüler wieder mehr Interesse an Mathe und Latein. Auch das medizinische Wesen erführe neue Impulse: Wenn der Patient sich ins Wartezimmer abseilt, käme er früher dran und wenn der Arzt vor der OP von der Decke schwebt, auf den offenen Patienten herab, könnte er seine Abrechnungssätze verdoppeln.
TAZ-Bild?

030911 "Schüler kehren nach Amoklauf in die Schule zurück." So lautet eine Schlagzeile in der heutigen TAZ. Ist das ein neues pädagogisches Konzept? Die rennen jetzt draussen Amok statt drinnen? Ach so, liest der Bauer. Da wurde die Schule renoviert und nach zwei Jahren wieder für den Unterricht geöffnet. Aber woher kommt diese Schlagzeilenblindheit? Vom Studium "Irgendwas mit Medien"? Oder war es der/die PraktikantIn? Oder wurde gezielt die Medienmasche der Bildzeitung imitiert? Der Bauer probiert es mal ohne Medienmasche: "Zwei Jahre nach Amoklauf wieder Unterricht" oder "Schule zwei Jahre nach Amok neu eröffnet" - klingt nicht nach Leselust. Vielleicht machen die Bildzeitungsleute von der TAZ das nicht mal absichtlich?
Scheißland

030911 Berlusconi hat also seine Aussage, dass Italien ein Scheißland sei, revidiert, so steht es in der heutigen TAZ - ja natürlich ist Italien ein Scheißland. Seine Aussage, dass Italien ein Scheißland sei, war immerhin durch ein abgehörtes Telefonat mit Avanti bekanntgeworden. Jeder darf die DDR als Scheißland bezeichnen, weil da die Telefone abgehört wurden. Italien ist offenbar ein Land, wo ebenfalls die Telefone abgehört werden, mit dem Unterschied, dass das nicht die Stasi sein muß. Jetzt würde der Bauer nur gern wissen, wohin dieser Berlusconi will, wenn er das Scheißland Italien verlässt.
Nahrungstabu

020911 Manni isst Stierhoden und Schweinehirn. So lockt heute eine Klickzeile den Bauern. Wahrscheinlich geht es um ein Fernsehformat, wo Menschen, die sich vorher nicht gekannt haben, auf engem Raum zusammen leben müssen, ohne dass sie das wollen, also eine Familie. Es fehlt nur die gemeinsame Ähnlichkeit des genetischen Fingerabdrucks. Ein Familienmitglied wird offenbar dabei gefilmt, wie es Zeug frisst, was niemandem schmeckt und mit Ekelgefühlen behaftet ist - ja du lieber Gott, das ist ja richtig Familie. Haben die Menschen derartige Sehnsüchte nach dem Prädikat dieser verschworenen Gemeinschaft, welches einst dem Begriff Familie anhaftete, dass eine online-Redaktion auf steigende Klickzahlen hoffen kann? Konnten die Leute da draußen ihre frühen Erfahrungen in ihrer Familie so radikal verdrängen, dass sie heute danach Sehnsucht haben? Der Bauer glaubt, es klicken da bloss der eigenen Familie überdrüssige junge Leute drauf, die zu faul sind, das eigene Zimmer aufzuräumen. Das allerdings größer ist, als die meisten Junggesellenbuden.
Klospruch

020911 ARD, Nachtfilm, eine Dame steht vom Tisch auf und verkündet neckisch, sie müsse mal für kleine Mädchen. Bislang wurde diese Formulierung vom Bauern unbeanstandet durchgewinkt, aber ausgerechnet heute nacht fällt ihm auf: wohin gehen eigentlich die großen Mädchen, wenn sie müssen?
Glühbirnenaus

010911 Ab heute ist der Verkauf von herkömmlichen Glühbirnen verboten und pünktlich haben heute die Konzerne die Preise für die Energiesparlampen verdoppelt. Das ist wie bei den Benzinkonzernen bei Ferienbeginn. Betriebswirtschaftler würden so ein Gebaren als Schaffung von Pseudowert bezeichnen, wenn Betriebswirtschaft als Wissenschaft einen Wert hätte. Wenn allerdings solch ein Gebaren die Basis der freien Marktwirtschaft darstellt, würde den Bauern eine in der Folge drohende Staats-Pleite nicht wundern. Vielleicht soll aber auch bloß eine massive Ansammlung von Energiesparlampen in den Haushalten verzögert werden. Eine Häufung der weichen Röntgenstrahlung, welche Energiesparlampen emittieren, könnte Durchleuchtungsarbeiten benachbarter Arztpraxen beeinträchtigen.
Blitzschutz

290811 Der kubanische Bauer Jorge Marquez ist sechs Mal vom Blitz getroffen worden innerhalb von 18 Jahren. Beim erstenmal schlug ihn der Blitz vom Traktor, liess seine Trommelfelle platzen und seine Zahnfüllungen herausfallen. Normalerweise nutzt man dann die Gelegenheit, um das Amalgam durch Keramik oder auf Kuba durch Plastik austauschen zu lassen. Dass dann der Blitz weitere fünfmal zuschlug, kann nur damit erklärt werden, dass der erste Treffer dem Traktor gegolten hat und die Zahnfüllungen bis dahin eine Antiblitzwirkung mit sich brachten. Danach hat dem Bauern der amalgamische Käfig gefehlt.
Gegenwind

290811 Außenminister Westerwelle ackert momentan gegen den politischen Trend. Westerwelle-Kritiker werfen ihm Scheinheiligkeit vor, weil er jetzt den neuen Machthabern in Libyen Glück wünscht, ohne vorher die Bundeswehr dorthin geschickt zu haben. Dass die Bundeswehr nur zur Verteidigung existiert, steht im Grundgesetz und dass der Außenminister nicht selbstherrlich die Bundeswehr schicken kann, steht sicher auch irgendwo, braucht aber keiner nachzulesen. Dem Volksmob ist das wurscht, er will Sieger sehen, will grölen und mit dem Nationalfähnchen wedeln. Dass sich aber so ein Volksmob derart wichtig tun darf, der auch einen Guttenberg gerne ganz vorne sehen würde, egal, womit oder wodurch der betrogen hat, stimmt nachdenklich. Das hat mit freier Meinung nichts zu tun, denn das ist keine Meinung, sondern bloss frei flottierender Bullendreck und die Bundeswehr braucht keinen Bullshit zu verteidigen. Das macht einem diesen Westerwelle schon wieder sympathisch. Durchhalten, Guido!!
Wespenrache

280811 Der Bauer hat sich auf eine Wespe gesetzt. Die hat ihn noch im Erdrücktwerden gestochen. Kann denn das Viech nicht einfach so sterben? So ein Racheimpuls, so ein Schädigungswille im Abgang, wo es doch wirklich nichts mehr nutzt. So ein kleines Hirn und doch so menschlich. Der Bauer hat im Schmerz noch Ehrfurcht empfunden für die kleine schwarzgelbe Krone der Schöpfung.
Rechtssicherheit

270811 Was tun wir mit Gaddafi, wenn wir ihn haben? Wir stellen ihn von den internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Den Bauern irritiert dabei dieses international: statt dass dort die Delinquenten nach dem Rechtsverständnis der Heimat ihrer Untaten beurteilt werden, stülpen die Richter den angekarrten Übeltätern ein europäisch-demokratisches Urteilsschema über. Wie kann man solch eine intolerante Gewaltassimilierung Andersdenkender vermeiden? Man könnte entsprechende Vollstrecker mit den jeweiligen Migratonshintergründen als Berater heranziehen. Ein Henker, der die Richtlinien der Scharia von der Pike auf gelernt hat, schützt Europa vor internationaler Entblödung durch die Plumpheit der Scheintoleranz. Wenn heutzutage ein Despot fliehen muss, dann am liebsten gleich nach Den Haag. Die Zelle ist genauso bombensicher wie irgendein Bunker und er könnte friedlich alt werden. Was so einen Gewaltherrscher zu Tode grämt, ist die raffiniertere Folter: er leidet täglich an der Gewissheit, von den von ihm verachteten Toleranzschranzen geschnappt worden zu sein.
Fettepidemie

260811 Fettleibigkeit entwickelt sich zu einer weltweiten Epidemie, meldet der Browser dem Bauern. Das ermöglicht neue Formeln beim Schlussmachen: "Schatz, ich mag dich so wie du bist, aber ich möchte mich nicht anstecken."
Gummikirche

250811 Ein katholischer Priester auf Kamtschatka will mangels echter Kirchen eine aufblasbare Kirche aus Polen bestellen. Ob die Polen auch einen aufblasbaren Papst liefern können? Die Kirche wiegt 100 Kilo und lässt sich aufpumpen wie ein Luftballon. Zwar ist die Gummiwand nicht halb so ehrfurchtgebietend wie ein Gewölbe aus Stein, aber bei einem Ventilbruch erleben die Gläubigen immerhin eine turbulente Himmelfahrt. Der Bauer rät, das Event regelmäßig an entsprechenden Feiertagen stattfinden zu lassen. So lassen sich viele neue Seelen gewinnen.
Hochkultur

250811 Unter dem Adjektiv "hochentwickelt" versteht der Bauer die Vollausstattung eines Landes mit Hochtechnologie. Jetzt wurde das anerkannt hochentwickelte Japan von den Ratingagenturen herabgestuft. Es habe mehr Schulden als alle anderen Industrieländer. Da hat wohl die ganze Kernkraft nichts genutzt.
Dunkle Energie

240811 Weil durch die dunkle Energie die Gasdichte im Universum sinkt, entstehen immer weniger neue Sterne behaupten australische Forscher. Deswegen hätten die Menschen immer dunklere Nächte zu erwarten. Wer aber wegen des nächtlichen Lichtsmogs weit in die Äcker fahren muss, wenn er die alten Sterne sehen will, den stören dunklere Nächten wenig.
Brandenburg

240811 In Berlin sind momentan Garagen teurer als Wohnungen. Wer sich keine Garage leisten kann, fährt in Urlaub. Wer nach Berlin fährt, braucht weder Feinstaubplakette noch Partikelfilter, weil sich das Auto sowieso in Rußpartikel auflöst. Der Brandenburger hat endlich seine Bestimmung entdeckt. Der Autobestand in Berlin ist bald derartig dezimiert, Berlin wird Ökohauptstadt und die Innenstadt wird autofrei. Brennen in Berlin dann die Fahrräder?
Operationen

240811 Jede zweite Operation ist überflüssig und wird nur deshalb vorgenommen, weil sich Ärzte teure Operationssäle im Operationszentrum mieten müssen. Der Bauer dachte immer, der Operationssaal gehört zum Krankenhaus und damit zum Arzt. Heute funktioniert die Arztperformance offenbar wie im Tourneetheater: die Schauspieler mieten sich den Kneipensaal und der Doktor den OP. Vorteil: wenn das Besteck nicht dem Arzt gehört, dürfen bald noch mehr Patienten in ihren Leibeshöhlen medizinische Gimmicks mit nach Hause nehmen: Skalpelle, Aderklemmen, Handtücher - was halt grad da ist. Und wenn der Vorgänger das Besteck nicht richtig gespült hat, kann der Operateur die Miete drücken.
Drogeriebarone

230811 Das Verbraucherministerium unter der Bauernführerin Ilse Aigner (CSU) lässt sich Annoncen von einer Drogeriekette bezahlen, das Logo der Kette steht unmittelbar neben dem Bundesadler und dem Foto des parlamentarischen Staatssekretärs Gerd Müller (CSU). Eine Sprecherin des Hauses Aigner verteidigte die Aktion mit dem Argument, dass die Firma keine Gegenleistung erhalten würde. Wer als Regierungsmitglied die Präsentation eines Firmen- Logos neben dem Hoheitszeichen des deutschen Staates als gegenleistungsfrei und somit unvorteilhaft ansieht, hat eine niedrig nivellierte Wertschätzung von seinem Amt. Insofern ist die CSU-typische Balkanisierung von Geschäft und Regierungsaufgaben nachvollziehbar. Für diese Leute ist es von Vorteil, wenn Geschäftskontakte staatstragend einsetzbar sind, und sei es mit Drogeriebaronen.
Ferienprogramm

220811 "Berliner Lehrer schreiben Brandbrief" lautet die Anklickzeile im Bauernbrowser, es geht um Gewalt und mangelnden Respekt. Dass auch Lehrer etwas ausrichten können, zeigt die Klickzeile darunter : "Erneut fünf Autos angezündet".


Nachhaltig

220811 Unter der Klickzeile "Ägyptische Pharaonin cremte sich zu Tode" erfährt der Bauer heute, dass die ägyptische Pharaonin Hatschepsut an einer asphalthaltigen Hautcreme gestorben sei. Hier erscheint das Dilemma zwischen Gesundheit und Körperpflege. Einerseits hat die Lotion die damalige Frauenquote in Führungspositionen nach unten gedrückt, aber dafür sind die Gesichtszüge der Mumie von Hatschepsut auch noch nach 3500 Jahren einwandfrei zu erkennen. 
Umwelt

220811  Bereits über 70 Autos abgefackelt - Berlin wird Ökometropole!

Wahlberechtigt

190811 Auf dem Schlachtfeld des mobilen Mitteilungsmarktes tobt ein Wettkampf der Vedrängung. Smartphonehersteller gehen im Ringen um Kunden ungeahnte Koalitionen ein, Telekom, Vodafone, O2 zusammen gegen google und apple, nokia und blackberry sind bereits weit abgeschlagen. Wer aber wie der Bauer an öffentlichen Orten wie im Großraumabteil des Intercity oder im Biergarten die brunzbanale Inhaltslosigkeit der Telefonierer mitbekommt - und, weil solcherart zur Schau gestellte Privatheit so bedrängend wirkt, wie ein Wildbrunzer am Straßenbaum, fällt es einem schwer, sich dieser frappanten Doofheit der Mitmenschen zu entziehen - der erkennt, dass sich die Menschheit rein gar nicht weiterentwickelt hat und somit hätte es für die Übermittlung der humanen Bescheuertheit ein ganz normaler Münzfernsprecher mit Wählscheibe ebenso getan.
Kriterium

190811 Christian von Boetticher wurde durch seine Partei in den Rücktritt getrieben - der Bauer hält das für voreilig. Von Boetticher stand zu seinen Gefühlen und hat öffentlich geweint. Allein deswegen würden ihn 90% der Frauen zum Kanzler wählen. Die restlichen zehn Prozent hatten ein anderes Programm eingeschaltet.
Fluggebühren

180811 Billigflieger versuchen, auf originelle Weise Profite zu machen. Manche erheben eine extra Koffergebühr, andere einen Obolus für die Toilette. Der Bauer schätzt, dass es auch bei den Körperscannern Profitmöglichkeiten gibt: je grösser das Trinkgeld, umso dünner das Strichmännchen auf dem Bildschirm.
Schweinsimmunität

170811 Durch täglichen Umgang mit seinen Schweinen besitzt der Bauer eine "gefühlte" (Kachelmann) Immunität gegen Schweinegrippe. Panikfreiheit kann böse Folgen haben. NRW bleibt jetzt auf 47 Millionen Euro für Beschaffung, Lagerung und Entsorgung von H1N1 Impfdosen sitzen. Hätten sich die Menschen - wenn schon nicht von Schweinegrippe, so doch von der dazugehörigen Panik anstecken lassen, hätte man die Impfdosen wie geplant in den Menschen lagern und entsorgen können. Ein bisschen Panik - ist das zuviel verlangt? So stehen die Planer blöd da. Durch solche Spekulationsflops steigt der Frust über das eigene Lebenswerk und damit die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer echten Pandemie die Bundesländer, die rechtzeitig vorgesorgt haben, den anderen den Zugriff auf die eigenen Ressourcen umso hämischer verweigern: Selber schuld!
Kindermacht

170811 Unter "Lolitaflüsterer" geht die Diskussion über gelebte Beziehung zwischen gealterten politischen Kompentenzenträgern von der CDU und knapp nicht mehr Minderjährigen weiter. Wenn sich zwei in ihrer seelische Reife entsprechen, wird auch niemand dabei beziehungstechnisch übervorteilt und jeder glaubt ganz fest, das, was man da miteinander tut, macht man freiwillig. Kinder an die Macht? So wie es ausschaut, sind sie das schon längst. Wie wäre es mal mit: Erwachsene an die Macht?
Tränenkompetenzteam

160811 Da weinen CDU- Kompetenzenträger bittere Tränen, bloss weil sie mit 40 von einer 16-Jährigen verlassen worden sind - kann da mal einer ein Sacktuch bringen zum Reinschneuzen? Ein grosses Leintuch? Oder viele Tempos? Hey, das sind Entscheider, das sind Leute, die stellen die Rahmenbedingungen für das Leben der Menschen - auch der Erwachsenen. Der Bauer stiftet zwei Quadratmeter Rupfen.
Alles echt

150811 CDU-Mann Christian von Boetticher ist wegen einer 16-Jährigen zurückgetreten mit den Worten: "Es war Liebe". Schade, findet der Bauer. Da war mal was echt. Wenn der Reifegrad von von Boetticher demjenigen der jungen Frau entspricht, adelt diese Beziehung beide Beteiligten.
Sextrend

140811 Die Schlampenlogik spreizt sich selten so ungeniert in die bäuerliche Wahrnehmung, wie in der Schlagzeilenwelt der Münchner AZ. Am Freitag, den 12. August titelt die AZ: "Mildes Urteil für Vergewaltiger - Sex-Phantom nach 3 Jahren frei?" Was passiert war, erfährt der gierig gemachte Leser aber erst auf Seite 9, dazu muss er die AZ aus dem Kasten holen und bezahlen. Der Täter, Pavo P. "hatte seinen Opfern zwischen die Beine gefasst oder mit dem Finger vergewaltigt." Es kam demnach zu keinem genetischen Fingerabdruck, was die Beweisführung erschwert. Es steht zu befürchten, dass die Rufe nach "Finger ab!" lauter werden. Wer seinem Zeitungskasten bis zum nächsten Tag treu geblieben ist, erfährt am 13. August in derselben Zeitung unter "Sex in der City - Wo sich Münchner im Freien lieben" leider nicht, wo er sein Liebesleben trendgemäss im Freien erledigen kann bzw. wo er sich sinnvollerweise mit Fernglas oder Lupe postiert. Man erhält lediglich Erfahrungsberichte möglicherweise erfundener Persönlichkeiten, nebst dem Interview einer Sextherapeutin, die einen Vorteil von Sex im Freien u.a. darin sieht, "dass man glaubt, mit jemandem Fremden Sex zu haben." Ob es ratsam ist, dem festangestellten Erfüller eigener Bedürfnisse das Abenteuer hinterher zu gestehen, sei der Therapeutin überlassen. Möglicherweise rät sie, sich damit zu entschuldigen, dass man stets an den eigenen Partner denkt, wenn man mit Fremden Sex hat. Wahrscheinlich kommt zum Thema "Wo sich Münchner im Freien lieben" nächste Woche ein Interview mit dem Phantom.
Entscheider

140811 Anlässlich der Diskussion um eine Frauenquote in Führungspositionen muss die weibliche Entscheiderkompetenz offenbar explizit hervorgehoben werden. Anlässlich des Besuches der Salzburger Aufführung der Verdioper "Macbeth" von Amerikaauswanderer-Ehepaar zu Guttenberg berichtet bunte.de: Die Gattin des Exdoktors habe sich "für ein edles Cocktailkleid in Weiß mit einem verspielten Spitzen-Schleifen-Oberteil entschieden." Anmerkung des Bauern: die Verdioper "Macbeth" stammt nicht von Ehepaar zu Guttenberg, sondern von Verdi.
Schlampenparade

140811 Am Samstag war "Slutwalk" in München, auf deutsch Schlampenparade, angekündigt von der AZ-München und einen richtigen Bauern interessiert so etwas. Eine Frauenparade zog durch die Strassen, die Botschaft war die Eigenbestimmtheit von Frauen in Kennenlernsituationen bzgl. gelebter Sexualität. Die Eigenbestimmheit sollte durch den Begriff "Schlampe" transportiert werden, was eine gewisse Widersprüchlichkeit in der Aktion ahnen lässt. Die Frauen trugen Transparente auf dem Leib und in den Händen. Das Transparent einer Demonstrantin war beschriftet mit: "Na klar will ich es, aber nicht von Dir!" Hier wird die Paradoxie des von Frauen geforderten Kennenlernverhaltens deutlich. Was, wenn der, von dem sie es will, das Transparent liest? Dieser Mann müsste sich für ihr Liebesglück über die Botschaft der Ablehnung hinwegsetzen und auf Basis des ersten Halbsatzes die Frau ansprechen: "Komm, du willst es doch auch." Da kein Mann der Welt wissen kann, ob er derjenige ist, von dem sie es will, sind durch die Schlampen-Ideologie Männer gezwungen, die signalisierte Ablehnung im zweiten Halbsatz zu ignorieren. Dass auf diese Art die beklagten nötigenden Verhaltensweisen überhaupt erst zustande kommen, wäre hiermit erklärt. Die Frage ist: warum verhalten sich Frauen derart paradox? Auch das ist leicht erklärt. Die Slutwalk-Ideologinnen wollen, das der Mann den ersten Schritt macht, anstatt selber aktiv zu werden. Sie wollen auswählen zwischen Angeboten, das ist leichter, als selber ein Angebot zu machen oder gar einen Korb zu akzeptieren. Wozu reizt die Schlampenbotschafterin die Heterowelt um sich herum auf, wenn sie es doch nicht will, jedenfalls nicht von dir? Um ihren eigenen Wert zu ermitteln, um ihre auslösende Kraft zu spüren. Davon profitiert dann der Mann, mit dem sie insgeheim oder offen eine Beziehung hat. Die aufgewühlten Gefühle der Restwelt sind ihr egal. Wieviele empfindende Heteromänner da am Tag benutzt und weggeworfen werden, damit so ein Schlampen-Ego zufrieden ist, kommt auf die Höhe des Selbstwert-Defizites der Schlampe an. Wenn der alte Spiesseransatz vom ersten Schritt durch den Mann endlich per echter Emanzipation abgelöst würde, wenn es normal wird, dass die Frau den ersten Schritt macht beim Kennenlernen, wäre der Nötigung durch Männer der Boden entzogen. Stattdessen zeigen Slutwalkfrauen ein Auslöseverhalten, dessen Wirkung sich das männliche Prinzip nur durch Konvertierung in ein homosexuelles Glaubensbekenntnis entziehen kann. Ansonsten bliebe einem Hetero nichts anderes übrig, als die Wirkung entweder gegenüber der Verursacherin zu bekennen oder sich im stillen Kämmerlein allein daran abzuarbeiten. Da das Bekennen von vornherein verteufelt wird, sind sensible Männer zum Alleinsein verurteilt. Das ist der Grund, warum nur Machos und Chauvinistenschweine in die gelebte Sexualität finden. Folge der Schlampenlogik: Die Arschlöcher dürfen sich vermehren. Und deshalb wird die Welt immer bescheuerter.
Tierbestand

130811 Heute gibt die AZ München Paaren neun Tipps gegen Trennungsgefahr wegen gemeinsamem Urlaub: Tipp Nr. 6: "Locker bleiben. ... Sie hat einfach nicht gewusst, dass er beim Essen schmatzt, und er ahnte nichts davon, dass sie beim Anblick von Insekten hysterisch wird. Sprechen Sie solche Dinge an, bevor Sie sie in sich hineinfressen..." Der Bauer kann sich nicht vorstellen, dass es das Paar wirklich zusammenschweisst, wenn sie den Partner anspricht: "Schatz, die Spinnen sind alle weg, aber warum schmatzt Du so?!"
Jugendfrei

110811 "Neu von Charlotte Roche - Schoßgebete pornofrei bestellen" liest der Bauer bei seinem Browser. Dass da in Wirklichkeit portofrei stand, hatte er sich in der Zeit gedacht, in der er die Brille abnahm, um genauer lesen zu können. Aber nachdem er sich schon die Mühe gemacht hatte, las er es dann zur Sicherheit nochmal genau. Ja, portofrei.
Toleranzipation

110811 Eine amerikanische Schwulenorganisation fordert, dass Ernie und Bert endlich heiraten, damit "die Sesamstraße den Kids demonstriert, was echte Toleranz bedeutet." Echte Toleranz bedeutet das gleichmütige Bestehenlassen von etwas Wertlosem. Demonstration echter Verachtung ist anscheinend kein Anliegen für die Produzenten der Sesamstraße: "Unsere Puppen haben keine sexuelle Orientierung." Na und? Was hat denn Heiraten mit Sexualität zu tun? Heiraten bedeutet Offenlegung von Zuständigkeit, damit der Staat weiss, wen er zur Kasse bitten kann, wenn der Partner Arbeitslosengeld bezieht oder zum Pflegefall wird. Für den Bauern lässt die Sesamstraße die Toleranz gegenüber dem Staat vermissen.
Quellenangabe

110811 Quelle ist wieder da, hurra. Bei der letzen Quelle-Insolvenz vor knapp zwei Jahren gab es Mahnwachen und Mahnkerzen im Nürnberger Raum. Zu des Bauern grosser Erleichterung wurde daraufhin für 52 Millionen Euro der Quelle-Katalog wenigstens noch fertiggedruckt, ausgeliefert und liegt seitdem in den Haushalten. Endlich kann der Bauer seine Bestellungen abgeben.
Naheliegend

110811 Als der Bauer heute morgen die Fotos beschaut, die ihm sein Browser frisch aus England serviert, nimmt er sich fest vor, das Wortspiel vom sozialen Brennpunkt zu vermeiden.
Ohrfeigenanbau

100811 "Trainer schlägt Frau - Rücktritt", verlautet eine t-online-eigene Anklickzeile und warum soll ein Bauer da draufklicken, wenn doch der Trainer und seine Mannschaft jeden Samstag schlagen und geschlagen werden. Aber dann verhakt sich der Cursor und der Bauer erfährt, dass ein Fußballtrainer zurückgetreten ist, weil er in einer Bar eine Frau geschlagen hat. Nicht die Frau hat zurückgetreten. War der Rücktritt dann eine Art Selbst-Bestrafung? Oder wollte der Trainer vielleicht sowieso schon lange gehen? Hat der Vereinsvorstand den Trainer loswerden wollen und eine Frau mit Watschengesicht in seine Bar eingeschleust? Dies alles erfährt man nicht im Artikel und das hat sich der Bauer eigentlich denken können.
Super geheim

100811 "Secreto - lebe deine Phantasie" - heisst die Klickfläche, mit einem Foto, auf welchem ein junger Mann mit verbundenen Augen kurz davor steht, von einer noch jüngeren Blondine geküsst zu werden. Aber der Bauer kann sich genausogut vorstellen, dass sie sich gerade zurückzieht und mit den Worten "Siehst du auch ganz sicher nichts?" ihrer ausgehungerten Mama winkt, die schon im Hintergrund wartet und sich ausgiebig an dem Typen vergnügt. Wenn nachher die Binde wieder wegkommt, wird er ganz verliebt die Blonde angucken und sagen: "Schatz es war wundervoll." Etwas Phantasie - und alle sind zufrieden. Ist ja auch wurscht, von wem das Sekret stammt.
Fachmann

080811 Der Bauer klickt auch mal auf ein plumpes Effektangebot: Ein neuseeländischer Techniker ging heute in eine Wartungshalle, obwohl dort eine Flugzeugturbine lief, wurde in Turbine gesogen und kam dabei ums Leben. Der globale Fachkräftemangel bekommt selbstverstärkende Tendenzen, erkennt der Fachbauer.
Klickbereit

070811 Die Redakteure von Anklickzeilen werden auch immer müder. "Tote lag zehn Monate in Wohnung" lautet eine Anklickzeile bei t-online, die den Bauern zum Anklicken nur mit dem Zusatz verlocken würde: "Erst auf Klopfen der Nachbarn öffnete sie die Tür" oder so.
Doktorleuchten

070811 Bei Werbung für Zahnpasta bemerkt der Bauer neuerdings sogar einen Bezug zum Namen des Produktes. In der U-Bahn sitzt eine schöne Frau und ein junger Mann, Typ Arzt im Praktikum oder auch fertiger Arzt, nimmt kurzen Blickkontakt auf. Sie startet daraufhin ein ausgesprochen gschamiges Lächeln, entblößt dabei aber eine vordere Zahnreihe von derart gewaltiger Leuchtkraft, dass der Arzt den Blick abwenden muss. Jetzt wird klar, warum die Zahnpasta blend-a-med heißt.
Lottobauer

060811 Was wäre ein Bauer ohne Lotto. Westlotto wurde laut Bauernbrowser durch einen konkurrierenden Loseanbieter verklagt, weil Westlotto auch Harz-4 Empfängern Wettscheine verkauft. Nach dem Glücksspielstaatsvertrag von 2008 seien arme oder überschuldete Menschen vor übermäßigen Ausgaben zu schützen. Das Oberlandesgericht wies die Klage ab. Westlotto zeigte sich erleichtert: ein anderes Urteil hätte "Denunziation, Schikane und Diskriminierung Tür und Tor geöffnet". Sinnvoller wäre es gewesen, das Gericht hätte herausgefunden, ob die Wettscheinkäufer durch Westlotto oder den Konkurrenten in die Hartz-Vier-Abhängigkeit getrieben worden sind.
Strichmännchentragödien

050811 Zur Zeit sieht der Bauer öfters Kinderzeichnungen auf Schildern an der Autobahn, auf denen Strichmenschen den Verkehrstod von Familienmitgliedern beklagen. Strichkind, Strichmama, auf einer Wolke steht „Papa“, ein Auto liegt tot am Rand. Oder Strichkind, Strichmama und -papa stehen an der Seite, ein Auto liegt auf dem Rücken und steht in Flammen, ein Pfeil zeigt ins Auto und ist beschriftet mit „Opa“. Immer gleich ist die Konsequenz, als Text am unteren Bildrand: „Abgelenkt? Stress raus!“ Raus mit dem Stress aus der Kiste, das war immer schon klar und jetzt werden die Menschen sich auch trauen zu handeln. Bald schon müssen immer mehr Kinder an den Autobahnraststätten aufgesammelt werden.
Mörderschmerzen

040811 Jetzt schäumt der Volkszorn wieder hoch, weil der Kindsmörder Geafgen Schmerzensgeld bekommt. Gaefgen hat für die Preisgabe des Opferversteckes körperliche Schmerzen angedroht bekommen, diese allerdings nie erhalten. Jetzt hat er per Gerichtsurteil Schmerzensgeld zugesprochen bekommen. Gerecht wäre es, wenn man ihm das Schmerzensgeld zuerkennt, aber nicht auszahlt. Gerechtigkeit geht so einfach, weiss der Bauer.
Hotelsex

040811 Die neue IWF-Chefin ist ja nur deshalb Chefin vom IWF geworden, weil der frühere Chef mit einer Frau im Hotel Sex hatte. Sex im Hotel erscheint dem Bauern nützlich für die Frauenquote in Führungspositionen. Ob sich die Chefs da mal mehr engagieren können?
Nackt und roh

020811 Die Proteste gegen die Nacktscanner an Flughäfen haben dazu geführt, dass die Geräte umbenannt wurden in Körperscanner. Auch erscheint von der gescannten Person kein echtes Abbild mehr, sondern nur ein Strichmännchen. Viele Menschen ziehen jetzt dem Schritt auf die Waage den Körperscanner vor. Die "nackten Rohdaten" würden nach der Durchleuchtung gelöscht, erfährt der Bauer auf ZEIT.de und befürwortet die Methode der Löschung von nackten Rohdaten in die normalen Fernseher. Dann müsste man nicht permanent weiterzappen, wenn nachts die nackten Rohdaten zunehmend aufdringlich aus dem Fernseher schwappen.
Hochkultur?

020811 Jetzt hat man für unsere Rekordsüchtler eine Rekordstrahlung gemessen in Fukushima, entnimmt der Bauer dem Nachtbrowser. Es gibt Leute, die behaupten, Japan sei eine Hoch-Kulturnation. Was ist denn da hochkulturell, wenn man sich Zeug in die Landschaft bauen lässt, das in einem eh schon tsunamiverheerten Land für jeden absehbar irgendwann für Unbewohnbarkeit sorgt? Ist es Kultur, wenn man die Strahlerei ignoriert? Sperrt eure Nuklearmanager endlich in die Kühltürme. Das wäre Samuraikultur. Ansonsten will der Bauer nichts mehr von Hochkultur hören.
Modernes Lernen

010811 Den Trend zur Modernisierung sieht der Bauer auch in der Natur: Pünktlich in den Sommerferien rutschen von der Insel Rügen die Kreidefelsen ab. In Australien gehen die Schwammpopulationen allmählich unter und die Tafelberge in Mexiko wandeln sich zu Flipchart-Hügeln bzw. Power-Point Stationen.
Mutterglück

010811 Andrea Nahles, seit wenigen Wochen Mutter einer Tochter, bekommt laut t-online momentan viele böse Zuschriften. Vor allem Männer werfen ihr Rabenmutterschaft vor, weil sie so kurz nach der Geburt wieder voll in der Karriere stehe. Von solchen Meinungsäusserungen hat der Bauer bei den verschiedenen Fernsehansagerinnen wie Schäfer, Maischberger e. a. nichts gehört. Liegt es an der Partei? Löst eine sozialdemokratische Spitzenkraft größere Ressentiments aus bei Männern? Vielleicht teilen sich die Richtliniengeber für Familie die Arbeit: die Männer schimpfen auf Politikerinnen, während ihre Frauen die Fernsehdamen mobben. Die Behauptung, Andrea Nahles sei übergewichtig, ist jedenfalls widerlegt. Sie war einfach nur schwanger.
Familiensinn

010811 Wenn der Bauer die Natur beobachtet, greift ihm das allumfassende Prinzip immer warm ums Herz. Sogar Blattläuse fühlen sich in der Familie geborgen, wollen heiraten und Kinder kriegen. Und sie erziehen ihre Kinder! Derjenige, der in der Ecke steht, darf wieder zurück, wenn er genug gebüßt hat. Und später zahlen die Jungen den Alten die Rente.

Wer sieht den Unterschied zum unteren Bild? Genau, der Eckensteher ist abgehaut. Kein Familiensinn, der Typ.

   

Aktienexplosion

280711 "Donut-Aktie explodiert" lautet eine Anklickzeile bei t-online. Gibt es eine neue Waffentechnologie der Wirtschaftsterroristen? Der Bauer rät zur Sicherheitssprengung aller Risikopapiere.
Rauchersicherheit

270711 Der Tabakbauer vernimmt auf t-online mit Interesse, dass die Tabakindustrie mit der Einführung von Sicherheitszigaretten begonnen hat. Kann man die nicht anzünden? Oder erzeugen die keinen Rauch? Einfacher: Sicherheitszigaretten erlöschen von selber, wenn keiner daran saugt. Zwischen 400 und 600 Feuertote sollen so pro Jahr verhindert werden. Dafür erhöhen diese Leute dann die Krebsrate. Altkanzler Helmut Schmidt könnte nie mehr in Talkshows solch schöne Aschesäulen produzieren. Ob das alles den Aufwand wert ist?
Handywelten

260711 Unter der Rubrik „Einkaufen“ formuliert des Bauern t-online die Anklick-Zeile: "Gewinnen Sie die härtesten Handys der Welt in der Einkaufswelt!" So ein richtig hartes Handy ist genau das richtige, wenn man mal mit jemandem ein ernstes Wort telefonieren will.
Vorgepommert

260711 "C wie Zukunft" - so lautet laut Bauernbrowser ein bauernschlauer Wahlkampfslogan der CDU in Mecklenburg -Vorpommern. Da setzt einer die Rechtschreibreformen auf seinen Wahlplakaten um. "C wie Zukunft" lautet der absolut geniale Schriftzug, besser Fischzug des CDU Mannes Caffier. Absicht oder nicht - das ist Neublöd, das ist avantgardistisch, das ist beispielhaft vorgepommert. Und wenn das Pommervolk dann in der Kabine steht, wird es sich dumpf erinnern: Caffier? Da war doch was mit C...und schon hat er sein Kreuzchen.
Zimmermagd

260711 Im Fall des alternden Sofitel-Mädchenschrecks vom IWF "packt jetzt das New Yorker Zimmermädchen aus", bekommt man schlagzeilig zu lesen. Ach, denkt der Bauer, lass doch lieber drinnen. Der erste Gedanke. Der zweite: was für eine Feindlichkeit ist das denn jetzt?
Derdiedas Künast

260711 Renate Künast will Berlin übernehmen mit dem Argument, 100000 neue Jobs in Berlin zu schaffen. Der Aufschwung in Deutschland ziehe "an der Stadt und seinen Arbeitslosen vorbei", wird auf t-online Künast zitiert. Es heisst zwar das Berlin, glaubt der Bauer. Berlins Arbeitslose wären auf ein Neutrum bezogen. Die Stadt aber an sich ist feminin und kennt nur ihre Arbeitslosen. Wer ihr ihre Arbeitslosen nehmen und zu den seinen machen will, zeigt, dass er unter dem Gewicht der vorauseilend angenommenen Maskulinität dieser neutralen Stadt kaum noch zu Atem kommt, wenn er die ganze Stadt stemmen soll. Künast wird dann die ganze Zeit nach Berliner Luft schnappen. Vielleicht, glaubt der Bauer, hat sie das ja so nicht gesagt. Diese t-online Redakteure haben möglicherweise einen Doktortitel: Dr. Medien.
Prellbock

220711 Da erschrickt der Bauer auf t-online: Ein Liebespaar ist gestern nacht auf den Gleisen des Essener S-Bahnhofs von einem Sonderzug überrollt worden! Der 21-Jährige zog sich ein Schädelhirntrauma zu, die 15-Jährige erlitt schwere Prellungen am Kopf. Der Bauer will nicht sagen, dass die blöd sind. Aber wahrscheinlich war bei der Hinfahrt die Minderjährige oben und bei der Rückfahrt der - wie sagt man? Prellbock?
Bankenrettung

210711 Wenn das Vertrauen in die Banken steigt, ist Europa nicht verloren. Unter dem Logo von Visa Europe erhält der Bauer schon die zweite Banken-email, diesmal in Betreff: "Letze Warnung auf Ihr Konto so schnell wie moglich Zugang." Offenbar benutzen Banken schon die neueste Rechtschreibung. Das schafft Vertrauen, findet der Bauer: Hallo Unter Unsere Sicherheitsmanahmen, wie wir regelmig die laufenden Aktivitten in das System. Wir haben vor kurzem kontaktiert Sie sich nach einem Problem auf Ihrem Konto. Die Informationen, die Sie wurden aus folgendem Grund beantragt: Unser System hat ungewhnliche Abbuchungen auf Kreditkarten mit Ihrem Konto verknpft erkannt. Datei N : PP-1124-075-333 Dies ist ein Letzte Mahnung fordern Sie auf,einloggen zu knnen, sobald mglich. Bitte den Zugriff auf Ihre Konto Bitte nicht Antwort auf diese E-Mail. E-Mails an diese Adresse nicht erhalten Antwort. Copyright 1999-2011 Visa Europe. Alle Rechte vorbehalten.
Prinz im Netz

200711 Der Bauer steht lieber auf dem Boden, der Prinz von Thailand hing in der Luft: Dem Königssohn hatte der Insolvenzverwalter der Augsburger Baufirma Walter Bau die Boeing 737 letzte Woche unter dem Hintern festgesetzt. Jetzt kam der Flieger durch einen thailändischen Rettungsschirm von 20 Millionen Euro wieder frei. Vor zwanzig Jahren ging die Augsburger Walter Bau zuerst ein Straßenbau-Geschäft ein mit Bangkok, dann pleite und machte Schadensersatzansprüche von mehr als 30 Millionen Euro geltend. Möglicherweise Peanuts für einen thailändischen Thronfolger, aber das hätte sich der Prinz nicht träumen lassen: Zwanzig Jahre lang hocken die Augsburger auf der Lauer, hegen ihren Groll und sind blitzschnell zur Stelle, wenn der arglose Prinz sein teures Reisegefährt auf bayrischen Boden setzt. Nehmen die ihm einfach den Flieger weg. Gut, der Prinz hätte seinen Rückflug auch bei der Lufthansa buchen können oder bei einer der Augsburger Charterlinien, notfalls bei Ryan-Air. Aber wer kennt nicht das Lied: One night in Augsburg makes a hard man tumble...Ja, so ist sie, die Fuggerstadt. Ausdauer lobt der Bauer. Da tut eine Woche Flugabstinenz richtig gut, wenn nicht dem Prinzen, so doch der Welt. Wieviel Gramm Kohlendioxid pro Kilometer so ein Prinz wohl ausstößt?
Vertrauen

200711 "Weitere news: Podolski gibt Kampf um die Binde nicht auf, Klinsmann glaubt an den Titel." Diese Anklickzeile bei t-online klingt für den Bauern, als wolle Podolski unbedingt zum Frauenfussball und irgendein Doktor geniesst dabei das Vertrauen von Klinsmann.
Geringverdiener

190711 Laut ZDF belegt eine Studie vom Institut für Wirtschaftsforschung, dass Geringverdiener heute weniger verdienen, als noch vor zehn Jahren. Wenn den Geringverdienern das jetzt keiner gesagt hätte, würden sie noch weitere zehn Jahre mit ihrem Geld auskommen, glaubt der Bauer. Viele, die sich zu den Geringverdienern zählen, gehören nicht wirklich dazu, trotzdem reicht das Geld nie bis zum Monatsende.
Laudanum fürs Volk

190711 In den Medien des Bauern keimt diesen Sommer wiederholt Aufregung hoch wegen geklauter Doktorarbeiten. Die Menschen empfinden offenbar Freude, wenn es Prominente trifft - man wäre gern selber prominent, aber man wurde nicht entdeckt. Das Geschäftsinteresse der Medien beruht also auf dem Wecken von Häme. Manche Prominente wollen aber auch gar zu verbissen einen Titel zurück, der ihnen gar nicht hätte aberkannt werden können, jedenfalls nicht von diesen tütteligen ollen Wichtigtuern. Die universitäeren Titelvergeber haben nämlich die Schwächen nicht gesehen, weil sie dazu gar nicht in der Lage sind, schließlich führen sie zum grossen Teil selber ein Titelplagiat. Es wäre eine schöne Aufgabe für Doktoranden, den Prozentsatz von Plagiaten bei Doktorarbeiten der letzten dreißig Jahre zu ermitteln. Leider gäbe es dafür keinen Doktortitel, denn es stellt sich heraus, dass die meisten Doktorväter gar nicht befähigt sind, die Arbeiten zu bewerten. Oder abzuerkennen. Oder wieder zurückzugeben. Der Bauer wünscht noch ein schönes summa cum laudanum.
Phobie

190711 Dem Bauern kommt zu Ohren, dass wegen einer sogenannten „After-Show-Party" am CSD manche Menschen Sorge tragen, dass die Veranstalter mit der Wortwahl „After-Show“ homophoben Witzemachern Munition liefern. Der Bauer ahnt hier übersteigerte Ängste gegenüber den Homophoben. Die heterophoben Witzemacher könnten nämlich aus so einer Arschloch-Revue noch viel mehr Phobie schlagen.
Europa putt?

180711 Das hat den Bauern doch beunruhigt: Wenn die Merkel "mein Europa kaputt" macht, wie es Altbundeskanzler Dr. "LustigeDoktorArbeit" Kohl gegrollt haben soll, dann verschwindet auch das Europäische Parlament. Wohin dann mit all den Doktorschwindlern aus der FDP?
Dogdohr Tiddel

170711 Das ist die Geradlinigkeit der FDP, wie der Bauer sie kennt: Die ins Europaparlament abgeschobene Silvana Koch-Mehrin will ihren Doktortitel zurück. Ihre Arbeit sei zwar, wie sie erklärt: "ungenau, oberflächlich und manchmal geradezu fehlerhaft", die Ergebnisse beruhen aber auf ihrer eigenen Leistung. Leistung muss sich wieder lohnen, und wenn jemand sogar für Fehlleistungen belohnt werden will, zeugt das von jener geradezu unglaublichen Frechheit, die einen irgendwann unweigerlich ins Europaparlament hebt. Man muß halt dran bleiben.
Eheleben

160711 Marc Bolan alias T.Rex verunglückte als Beifahrer von Gloria Jones tödlich im Alter von 30 Jahren anno 1977. "June Bolan, von der sich Marc Bolan nie scheiden ließ, starb am 31.August 1994", so liest es der Bauer bei Wikipedia. Damit outet sich der Autor oder die Autorin von Wikipedia als Verfechter oder Verfechterin des Heiratens und setzt sogar die Formel "bis dass der Tod uns scheidet" außer Kraft.
Geheim

150711 Der hochrangige Militär aus den USA klagt im Bauern-Fernsehen, dass beim neuesten Hackerangriff über 25000 geheime Dateien gestohlen wurden. Jetzt weiss das Ausland Bescheid über Satelliten und solches Zeug. Man könnte Mitleid bekommen. Da haben die größten Militärentwickler der Welt auf elektronische Kommunikation gesetzt und merken erst jetzt, dass das System überhaupt nicht zu sichern ist. Am besten veröffentlichen sie ihre geheimen Daten derart massiv, dass es irgendwann langweilig wird und keinen mehr interessiert.
Stresstest

150711 Das Internet sendet dem Bauern in die Stube, dass die EBA (wahrscheinlich Europäische Banken Aufsicht) am Abend die Ergebnisse des Stresstests für Banken veröffentlicht. Nur die HeLaBa (wahrscheinlich Hessische Landesbank) sei durchgefallen. Bei dem Stresstest soll das Vertrauen in die Finanzwelt wieder hergestellt werden und der Bauer weiss schon, wie: Es wurde geprüft, ob die Tresore dem Absturz eines Jumbojets standhalten. Banken mit Betonhüllen unter zwei Meter Dicke müssen vom Netz. Wenn Kredite unsachgemäß vergeben wurden und die Gefahr besteht, dass die Kreditnehmer durchbrennen, wird die Bank sofort abgeschaltet.
Merkeldeal

130711 Kanzlerin Merkel will an Angola Grenzsicherungsboote verkaufen, meldet der Bauernbrowser. Sie gibt sich Mühe, diesen Handel nicht als Auftrag zur Aufrüstung erscheinen zu lassen: "Bei allen Defiziten, glaube ich, strengt sich Angola an." Möglicherweise hat sie nicht Angola gemeint, sondern Angela.
Merkeltief

130711 Tief Merkel bringt Gewitter und Starkregen, meldet t-online dem Bauern. Klasse Idee, denkt der noch und dann aber gleich ach so, die meinen Tief Meikel. Blöd. Statt dass die Mikel schreiben, wie es sich gehört.
Neidfaktor

120711 Dass die Trainerinnen unserer WM-Fußballfrauschaft Silvia Neid und Ulrike Ballweg heißen, lässt den Bauern tiefenpsychologische Taktik vermuten. Wurde versucht, die frauenimmanente Eifersucht auf den Penis auf den Fußball zu übertragen? Es hat offenbar verkehrt herum funktioniert. Ist nun die Tiefenpsychologie widerlegt oder bestätigt?
Genussmittel

120711 Der SZ entnimmt der Bauer soeben, dass eine Doktorandin an der Berliner Charité herausgefunden hat, Handystrahlung schädige das Erbgut. Dem Biologieprofessor Alexander Lerchl von der Jacobs Uni Bremen fiel dabei auf, dass die drastischen Ergebnisse bis heute nicht in einem Fachjournal publiziert worden sind. Vielleicht wollten die Redakteure nicht? Vielleicht sahen die Redakteure die Gefahr, dass dann die Frau oder der Mann daheim verlangen könnte: weg mit dem Handy oder ich bin weg? Hier besteht noch wissenschaftlicher Klärungsbedarf. Finanziert wurde das Forschungsprojekt mit Mitteln des „Verbands der Cigarettenindustrie“. Der Tabakindustrie wird laut SZ unterstellt, damit verdeckt Ablenkungsängste zu schüren. Aber dann dürfte man auch keine Klamotten von Camel erwerben. Derjenige, der einmal Camel-Schuhe geraucht hat, weiss, warum. Der Bauer fragt sich, welches Interesse ein von einer Bremer Kaffeerösterei gesponserter Professor daran haben kann, Untersuchungen von tabakfinanzierten Studien zu torpedieren. Ist es die Konkurrenz der Genussmittel?
Transferleistung

110711 Bauer liest SZ und erfährt, dass Im Zuge der Verteuerung von Metall bei der Eisenbahn andauernd Bauteile gestohlen werden, sogar die Aufhängungen der Oberleitung. In der Folge kommt es zu Ausfällen und Verspätungen. Das Bahnmanagement denkt über einen Austausch der Laufräder durch Vollgummireifen nach, um bei Gleisdiebstahl die Fahrt fortsetzen zu können. Die Diebe träten auf Baustellen dreist als Bauarbeiter auf, um die Situation auszuspähen. Wenn sie sich als Lokführer, Schaffner und Bahnhofsvorstand verkleiden, können ganze Züge verschwinden. Sind die Schurken erst bis ins Management vorgedrungen, fliesst der Verkauf von Transferleistung direkt in die Taschen der Banditen. Dann bleiben wenigstens die Gleise und Oberleitungen wo sie sind. Die Bahn eignet sich neben plumpem Diebstahl auch zur Erpressung oder auch Schlichtung. Stuttgart 21 beweist, dass mittels Scheinrechnungen Milliarden erbeutet werden können.

Dogtohrtidel

080711 Nun ist sogar ein gestandener Minister des Doktorbetruges geziehen worden. Der niedersächsische Bildungsminister Bernd Althusmann hat beim Nachweis der Befähigung zur wissenschaftlichen Auswertung von Bildung die eigene Unfähigkeit durch Abschreiben und Schummeln getarnt. Der Bauer rät, es sollten bloß noch Hauptschüler, gern auch ohne Abschluss in die Politik. Denen kann man jedenfalls keinen Betrug bei Karrieretiteln vorwerfen. Wird die Hauptschule jetzt doch nicht abgeschafft?
Wohnraumtraum

070711 Das sagt das Bayrische Fernsehen heute nach dem Olympiaflop: auf dem Bundeswehrgelände an der Dachauerstrasse "hätten über 1000 Wohnungen gebaut werden sollen. Diese hätten den Wohnungsmarkt entlasten können. Jetzt bleibt die Olympiade weg und damit auch die Bagger." Was, fragt sich der Bauer, ist denn das für eine Politik, die für den Bau von dringend benötigtem Wohnraum erst eine Olympiade nötig hat? Schon allein für die Investition in die Bewerbung hätte man den Münchner Wohnraum deutlich entlasten können.
Hasielektroden

070711 Bauer guckt versehentlich Werbung: "Herr Berg, irgendwas stimmt mit Hasi nicht!" monieren die Kinder und der zerstreute Lehrer antwortet: "Macht nichts, ich habe die Quittung noch." Zweiter Durchgang im Paralleluniversum. Herr Berg trinkt soeben aus der zu bewerbenden Flasche Mineralwasser, als die Kinderstimme von neuem sagt: "Herr Berg, irgendwas stimmt mit Hasi nicht!" Herr Berg blickt alarmiert um sich, springt auf, greift sich zwei Luftballons, reibt sie am Kopf, bis die Haare abstehen, drückt sie auf Hasi wie zwei Reanimationselektroden, der scheintote Hase springt wie von der Tarantel gestochen auf, sein Fell steht ihm zu Berge und die Kinder jubeln: "Herr Berg, sie haben Hasi gerettet!" Ja! Werbemacher! Ihr könnt es doch! Noch cooler wäre das Aufladen an einem der Kinder, statt am eigenen Kopf. So macht Werbefernsehen Spass und der Bauer achtet jetzt auf Hasielektroden.
Olympinein

070711 Olympia kommt nicht nach München. Was ist jetzt mit dem Bauernwiderstand? Die wenigen standhaften Bauern, die ihr Land nicht hergeben wollten für den schnellen Profit und vor der Enteignung standen, welche ihnen der Münchner OB Ude unverhohlen angedroht hat? Wird denen jetzt wenigstens gedankt für ihre Weitsicht?
Ramsch-Schmarrn

060711 Ramsch ist billiges Zeug und kostet fast nichts, geschweige denn Milliarden, hat der Bauer immer gedacht. Rating-Agenturen haben jetzt die Kreditwürdigkeit Portugals auf die Kategorie "Ramsch" herabgestuft und sich so den Zorn von Finanzminister Schäuble eingehandelt. Das Land liege bei der Umsetzung der Sparmaßnahmen voll im Plan, so Schäuble. Daraufhin verteidigte die US-Rating Agentur Standard and Poor's das Vorgehen der Agenturen. Davon abgesehen, dass "Ramsch" als pseudowissenschaftliches Kriterium aus dem Umfeld amerikanischer Bankenblasen kommt: wenn einer andere Armschwätzen kann, dann der, bei dem die Armut schon im Namen der Standard ist. Das nennt man self-fulfilling prophecy.
In und out

050711 „In“ oder „out“ - die Rubrik in der Münchner AZ hat viele Jahrzehnte auf dem Buckel und langsam merkt das auch der Bauer. Wenn in der AZ vom 2.7.11 unter „out“ Radeln im Regen vermerkt wird, weil die „Jeans klebt und müffelt und der Block in der Tasche ist durchweicht“, dann muss man sich schon fragen: wann war denn sowas jemals in?
Frustbomber

050711 Einen ersten Erfolg bei der Fahndung nach dem Dresdner Ikeabomber meldet die Polizei mit der Festnahme eines geständigen Erpressers. Der 24-Jährige hatte zwar die Bombe nicht gelegt, wollte aber Ikea um einen größeren Betrag erpressen. Es handelt sich um einen sogenannten Trittbrettfahrer. Ikea erwägt nun vorsorglich die Erweiterung des Sortiments um das Trittbrett „Eva-Lotte“ oder "Kalle". Das muss ganz schön frusten, glaubt der Bauer. Da hockt man doch als Bombenleger in seinem Versteck und beisst sich vor Wut in die Finger. Wie soll man frohen Herzens einen nervenverzehrenden Beruf ausüben, wenn andauernd andere dafür bezahlt werden? Da kann man ja gleich umschulen zum Trittbrettschnitzer. Der Bauer sieht schon, wie ganze Kolonnen von Frustbombern streng nach Robert Gernhardt frettchenhaft am Brettchen schaffen.
Ungehobelt

040711 Rüpel, die an Waffen kommen, können sich nicht benehmen. Auch dann nicht, wenn man sie ihnen wieder weggenommen hat. Den bislang letzten serbischen mutmaßlichen Kriegsverbrecher Mladic hat der Richter wegen Unfugs und Quengelei aus dem Den Haager Gerichtssaal werfen lassen. Der Richter hat dann in Ermangelung des Angeklagten dessen mutmaßliche Rolle übernommen und auf nicht schuldig plädiert. Sonst kann man ja nicht anfangen. Kann man dem vor der Verhandlung nicht einfach erst mal richtig den Arsch verhauen? Der Bauer empfiehlt einen guten serbischen Haselnussstecken. Er befürchtet: wenn der Typ weiter so rumzickt, schicken die noch den Lausbuben wieder dahin, wo er herkommt.
Stoßrichtung

"Neuer Erzbischof wegen Schwulen-Äußerung in der Kritik" liest der Bauer bei Zeit-online. Darf denn so ein Erzbischof jetzt gar nichts mehr sagen? Aber schon wird klar, dass sich nicht der schwule Erzbischof geäußert hat, sondern der unschwule Erzbischof hat eine Äußerung getan und beim Weiterlesen wird klar, dass deren Tenor darauf abzielte, dass Homosexualität ein Verstoß gegen die Schöpfungsordnung sei. Rainer-Maria Woelki heisst der sich äußernde katholische Würdenträger. Leicht gesagt. Es ist ja auch keine Kunst, sich für den Zölibat zu entscheiden, wenn man von Kindesbeinen an schon im Namen ein Gleichgewicht zwischen den Ufern austarieren musste. Der Arbeitskreis "Lesben und Schwule in der SPD" (Schwusos) befürchtet, Woelkis Äußerungen seien für alle in der katholischen Kirche engagierten Schwulen und Lesben "ein Stoß vor den Kopf". Die Schwuso Rhetorik klingt stoßrichtungsweisend, auch wenn die Richtung dringenden Diskussionsbedarf nahelegt. Ist das die Verirrung, welche von den Kirchenoberen immer wieder moniert wird?
Altenkomik

010711 Old Ass Bastards heisst eine deutsche Altencomedy und erweckt Mitgefühl und soziale Wärme, fast wie ein wollenes Häkelset. Ein älterer Herr kippt seine Dame aus dem Rollstiuhl auf einen Haufen immerhin weicher Müllsäcke mit abfälligen Worten. Statt dass die Leute jetzt stehen bleiben wie die Holländer oder Briten und mit dem Finger zeigen und anfangen loszuwiehern, reagiert das heimlich gefilmte Publikum völlig unerwartet mit intakten Reflexen. Sofort eilen Helfer herbei. Ein junger Mann hilft der alten Lady auf und nimmt die Dame tröstend in den Arm, spontan unglaublich sympathisch, eine junge Frau schimpft mit dem alten Rowdy, dass man doch sowas nicht macht und keiner lacht. Herr Rufi hat sich sein T-Shirt um die Stange eines Halteverbots angezogen, solcherart fixiert bittet er eine junge Frau um Hilfe und statt dass die ihn eine blöden Deppen nennt, überlegt sie wirklich, wie sie dem Heini helfen kann. Wenn das ein typisch deutsches Comedyprodukt ist, dann lobt sich der Bauer den deutschen Humor. In England würde die Meute grölen, wenn auch bloss aus der Applausdose, aber in Deutschland hilft man den Opfern. Auch wenn diese Botschaft nie die Absicht der Hersteller dieser Altenkomödie war. Ist das nicht rührend? Ist das nicht herzerwärmend? Ist das nicht ein nettes Volk? Man braucht nicht stolz, aber kann sich ein bisschen damit versöhnen, ein Deutscher zu sein.
Aus dem Tier- und Menschenreich

Jeannine Ohlert, zu unserer momentan tobenden Frauen-Fussball-WM medial gern zitierte Sportpsychologin, beweist dem Bauern durch fein formulierte Zusammenhänge zwischen Mensch- und Tierreich, dass Psychologie zu Unrecht als pseudowissenschaftliches Sumpfgebiet gilt, in welchem nicht nur gesunder Menschenverstand, sondern sogar echte Doktortitel relativ leicht vorgetäuscht werden können. In der Mitteldeutschen Zeitung vom 17.6.2011 führt sie unter der These, dass Frauen anders - gemeint ist besser - jubeln als Männer, aus: "Für ein Männchen im Tierreich ist es auch das Wichtigste, der Stärkste zu sein. Ich denke, das steckt auch noch ein wenig drin." Gemeint ist: in den Menschen-Männern. Warum Mensch-Tier Vergleiche vor allem von Frauen immer dann verwendet werden, wenn es ihnen in den unwissenschaftlichen Kram passt, hängt möglicherweise mit einer geschlechtsspezifischen Entscheidungsschwäche zusammen. Trotzdem denkt Frau Ohlert durchaus wissenschaftlich. Es ist immerhin sicher, dass es für die Männchen im Menschenreich deshalb so wichtig ist, der Stärkste zu sein, weil die Frauen die Schwächeren erst gar nicht ranlassen. Also ganz wie bei den Tieren.
Gleichgewicht

290611 Letztes Jahr um diese Zeit bedrohte ein Waldbrand die russischen Atomlabore, jetzt bedroht ein Waldbrand einen Atomkomplex in Los Alamos. Ist das das neue Gleichgewicht des Schreckens?
Tiefe Motive

290611 Der Bauer pflügt gern nach den tiefen Motiven und stösst heute auf das Hauptmotiv vom Eigentum. Das Hauptmotiv der westlichen Befürworter von Krieg gegen arabische Despoten war und ist, dass die Despoten gegen das eigene Volk mit Waffen vorgehen. Allein der Terminus vom eigenen Volk öffnet Einblick in die materialistische Seelenwelt der westlichen Kriegstreiber. Eigentum verpflichtet, behauptet ein westliches Sprichwort. Wer ein ganzes Volk als Eigentum ansieht, wie eben die westlichen Kriegsbefürworter, darf sich nicht wundern, wenn der Besitzer gegenüber seinem Eigentum zu eben jenen Massregeln greift, nämlich Waffengewalt, welche die Kriegsbefürworter der westlichen Welt ebenfalls als Lösung ansehen. Genau besehen machen die Befürworter von Krieg nur anderen Besitzern das Eigentum streitig. Woher kommt diese Haltung? Vom vielen Fähnchenschwingen nach dem Fussball im Fernsehen?
Katze froh

290611 Dass die FDP als Scheinpartei nur ein Sprungbrett für betrugsnahe Schnellkarrieristen fungiert, hat der Bauer am 230611 festgestellt. Heute erweist sich schon wieder ein FDP-Doktor als unecht. Kein Problem, der geoutete FDP-Politiker Jorgo Chatzimakakis wird wohl bald eine Zweitkarriere im Auffangbecken Europäisches Parlament starten. Wie diese Doppelnamentusse, pardon, Parteikomplizin, pardon, Parteifreundin vorher. Aber wenn einer so heisst, als habe er Helge Schneider zu einem seiner frühen Hits inspiriert, der könnte auch zu den Grünen wechseln. Ja, das macht die Chatzi froh, glaubt der Bauer.
Griechenstreik

280611 Das bauernfreundliche Griechenland wird von einem Generalstreik gelähmt, der zwei Tage dauern soll. Es streiken die Vertreter der Darstellungs-Branche: Ärzte, Krankenwagenfahrer, Journalisten und Schauspieler. Während die leeren Theater jetzt wenigstens die permanente Präsenz der Streikwachen geniessen und die Zeitungsleser sich den uniformen Einheitsbrei an Neuigkeiten über das Internet verabreichen, streiken die Ärzte schon allein deshalb, weil der Nachschub ausfällt. Eine Studie hat ermittelt, dass die Sterberate sinkt, je länger ein Ärztestreik dauert. Offenbar können die Menschen nicht sterben, solange ihnen keiner sagt, woran. Bald streiken die Sarghersteller und irgendwann streiken die Würmer.
Auto stop

280611 Für den Bauern liegt eine Botschaft in Ereignissen, die sich in exakter zeitlicher Versetztheit wiederholen. Letzte Weihnachten stoppt eine 73-jährige Autofahrerin auf der A99 ihr Fahrzeug und parkt ihr Fahrzeug auf der linken Spur, weil das Navigationsgerät gesagt hat: "Bitte links halten!" Ein 60-jähriger Mann reagiert sofort und sichert ihren Wagen mit Warndreieck. Heute, genau ein halbes Jahr später bemerkt eine 45-jährige Mutter auf der A6 in Rheinland Pfalz eine technische Defektmeldung im Cockpit, bremst das Fahrzeug sofort ab und stellt es inklusive einer Frau auf dem Beifahrersitz und zwei Kindern auf der Rückbank auf der mittleren Spur ab. Diesmal kommt es zu einem Auffahrunfall, ein 42-jähriger Mann kracht in das Mutterfahrzeug, Blechschaden. Der Bauer sieht Stoff für zwei hochromantische Filme. Beim ersten geht es darum, wie die Eine vom Kampf ums Sorgerecht soeben siegreich mit der Beute vom Gericht zurückkehrt, während ihr der Andere wegen Sorgerechtsstreitigkeiten auf dem Weg zum Gericht hinten rein fährt. Bei der Geschichte mit den älteren Herrschaften finden sich zwei Einsame für einen späten Lebensabschnitt, wobei das Tabuthema ältere Frauen vs. jüngere Männer gebrochen wird und der Partner die Weisheit sozusagen erfährt, dass man wahre Liebe pflegen muss. Keiner will hier den Frauen die Kompetenz zu Multi-Tasking mit Beifahrerinnen oder Navigeräten in Abrede stellen, oder ein abgeborenes Gefahrenbewusstsein andichten. Es gibt auch Männer, die dauernd auf der Mittelspur fahren. Da muss man ja irgendwann in ein Mutterfahrzeug rasen.
Ewig fühlen

280611 „Nico Rosberg kämpft schon seit einer gefühlten Ewigkeit um seinen ersten Formel-1-Sieg.“, lautet eine Anklickzeile beim Bauern-Browser. Nach dem Erfolg der Blödsinnsformel von der gefühlten Temperatur, in die Welt gesetzt vom Grinsebubi Kachelmann, setzen die gefühlten Unbeschreiblichkeiten ihren Siegeszug fort. Heute ist es schon die Ewigkeit, die in die emotionale Wahrnehmung schliddert.
Frischer Atem

270611 Das Internetportal des Bauern meldet, dass ein Mörder soeben vom Richter zu einer höheren Strafe verurteilt wurde, als es die Anklage gefordert hat, wobei dem Angeklagten kannibalistische und vampiristische Neigungen zugesprochen wurden. Gleich unter dem Artikel liefert das Internetportal den Werbebeitrag: "Endlich kein Mundgeruch: So können sie Mundgeruch auf natürlichem Weg beseitigen." Wieder sieht man den Nutzen vom Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch Digitalisierung. Der Bauer vermutet, dass intelligente Programme redaktionelle Artikel und Werbung zusammenstellen.
Krakenpfleger

240611 Ein neues Krakenorakel im Münchner Sea-Life hilft den Menschen, den Ausgang sportlicher Grossereignisse einzuschätzen. Der Krakenpfleger versichert: "Oktopoden sind sehr intelligent, sie können zählen, sich Sachen wie ein Labyrinth merken." Der Bauer fragt sich: Könnten Oktopoden eine Lösung sein für den Fachkräftemangel in Deutschland? Ausserdem ist Krakenpfleger ein Beruf und kein Rechtschreibfehler.
Euroschranzen

230611 Das Parlament der Europäischen Union erweist sich dem Bauern schon wieder als Sammelbecken für Persönlichkeiten mit erschlichenem Persönlichkeitsstatus. Kein Wunder, dass die Randmitgliedsstaaten pleite gehen, wenn für all die Europaschranzen Millionengehälter aufgewendet werden müssen. Dass die FDP kein demokratisches Interesse hat, sondern als Scheinpartei nur ein Sprungbrett für betrugsnahe Schnellkarrieristen fungiert, sieht jeder schon an den Gesichtern der jungen Hüpfer. Jetzt fängt das Millionenbonus-Netz Europäisches Parlament den weiblichen FDP-Emporkömmling Koch-Mehrin auf. Die Plagiatorin Koch-Mehrin gibt alle Ämter auf, die mit der Sprungbrettpartei zusammenhängen und wird Vollmitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlaments. Schon der völlig hirnrissige Stoiber-Sektor Bürokratieabbau zeigt in seiner definitionsgemäß unrealisierbaren Qualitätskontrolle, wie fadenscheinig der Euroapparat seinen Urzweck der Bereicherung krimineller Elemente verhüllt. Jetzt nähert sich also die an der Forschung gescheiterte FDP-Diva der Forschung. Man muss ja schon hoffen, dass die Griechenlandhilfe nicht stattfindet. Dann bricht der Euroschranzenapparat zusammen. Ja und?
Klebfleischspende

230611 Klebefleisch bezeichnet ein aus kleinen Fleischstückchen mittels Thrombin zusammengeklebtes grosses Fleischstück, das zum Beispiel unter dem Begriff Formschinken seinen Weg auf die Fleischtheke finden kann. Weil so auch Fleischabfälle ihren Abfallstatus ablegen könnten, bei denen der Abfallcharakter kaum rückgängig zu machen ist, sind Puristen unter den Anhängern von Form und Inhalt gegen das Klebe-Verfahren. Die Klebebefürworter führen an, dass Fleischabfälle nicht unbedingt verseucht sein müssen mit Fäulnisbakterien oder Bandwurmlarven. Und was heisst schon "Schinken". Das komplett vom Schwein herausgeschnittene Stück Fleisch wurde durch die Futtermittelindustrie schon am Leib des lebenden Tieres aus lebensfernen Stoffen wie dioxinhaltigen Abfallölen zusammengesetzt, dass der dabei entstandene Organismus schon vor der Schlachtung als menschgemachter Formfleisch-Abfall betrachtet werden muss. Der Gedanke der Verwertung von eigentlich essbaren Resten klingt abstrus, wenn man an die dutzende Millionen Tonnen völlig intakter Lebensmittel denkt, die jährlich aus Gründen der Preisstrategie vernichtet werden. Lieber fegt man die Schlachtreste am Boden zusammen und vernichtet das intakte Zeug. Der Bauer denkt weiter: Jährlich werden viele Tonnen an Rückständen aus Humanmaterial vernichtet, die bei Operationen anfallen. Wenn nicht andauernd Forschungsmittel zusammengestrichen würden, könnte es schon morgen gelingen, die Herzklappenreste, Sehnenstücke und Gefässwände aus dem Krankenhauskübel mit etwas Thrombin zu schlagenden Herzen oder filtrierenden Nieren zusammenzukoppeln. Auch hier sind Auswirkungen menschlicher Konzentrationsschwäche möglich. Dann muss der Chirurg aufpassen, dass er nicht eine schlagende Niere oder ein filtrierendes Herz einbaut. Das Ergebnis bekommt das Zertifikat: auf Herz und Nieren geprüft.
Schienennah

220611 Das Reisen mit der Bahn wird immer mehr zum Glücksspiel. Der Bauern-EC Richtung Klagenfurt muss unwetterbedingt in München ausfallen, wegen einer Streckensperrung zwischen München und Salzburg. Es seien Bäume auf die Schienen gefallen. Als ob das das erste Unwetter wäre. Man wundert sich, dass da überhaupt noch Bäume stehen, so schienennah.
Übersinnlich

220611 Manchmal ist der Bauer dem Schicksal voraus. Oder nennt man es Duplizität der Ereignisse? Immer öfter stellt er fest, dass die Jahreszeit in den Handlungen seiner Konsumliteratur mit der tatsächlichen des Lesers, nämlich ihm, übereinstimmt. Aber so knapp wie heute hat er es noch nie hinbekommen. Er schlägt am zweiundzwanzigsten Juni das Buch "Der Fürst der Phantome" von Anthony Burgess auf (Uhrwerk Orange) und schon auf der ersten Seite heisst es: "Es war kurz nach vier an einem Junitag auf Malta - dem dreiundzwanzigsten Juni um es genau zu sagen..." Da kann man doch nicht weiterlesen! Da muss man doch erst mal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und ins All hineinrufen, was das denn soll. Ob da eine Botschaft lauere und wenn ja, welche.
Fachkräftelücke

220611 Deutschlands Fachkräftelücke wird immer größer, nicht zuletzt wegen dem Etikett vermeintlicher deutsche Ausländerfeindlichkeit, das wir aus eigener Kraft kaum ablösen können. Schuld sind ganz klar die Nachbarländer. Jetzt schnappt Österreich mit einem Punktesystem den Bayern Talente weg, berichtet t-online dem Bauern. Der weiss, dass auch kleinere nationale Vereinigungen uns Knüppel zwischen die Beine werfen. Schon die nächste Anklickzeile lautet: "Bayern sind hinter britischem Supertalent her" und man erfährt, dass trotz Einigkeit der Münchner mit Jerome Boateng der Premier League Klub 20 Millionen Euro Ablöse fordert. Ungerecht, sagt der Bauer. Erst lassen sie uns schwächelnde Länder retten, bis uns die Luft wegbleibt, dann schnappen sie uns die Fachkräfte weg. Da muss man endlich strategisch vorgehen. Jetzt hat die Merkel Griechenland zum zweitenmal gekauft. Beim nächstenmal bitte mitsamt den Fachkräften.
Über Wiesen

210611 Dänemark will schwerkriminelle Ausländer ausweisen. Zuerst einmal dürfen sie ins Land hereinkommen, sonst könnte man sie ja nicht ausweisen. Für schwerkriminelle Ausländer hört sich das abschreckend an. Statt wie gewohnt eingewiesen zu werden hinter Schloss und Riegel, muss sich der Ausländer, nachdem er sich in die Schwerkriminalität hineinentwickelt hat, auf neue Revierkämpfe in der Fremde einlassen. Das ahnt doch keiner vorher. Immerhin tut die Regierung etwas gegen die überfüllten Gefängnisse im Land. Was ist mit den Opfern? Wird deren Leid beim Herkunftsland des Verursachers als Entschädigungsanspruch ausgewiesen und von diesem dann überwiesen? Der Bauer glaubt, da ist bloss jemand faul im Staate Dänemark.
Tatortfussball

200611 Gestern bei Tatort - plötzlich wechselt das Bild und Jogi Löw blickt den Bauern an. Der echte Bundestrainer schaut aus dem Fernseher, der Bauer zuckt zusammen: hab ich die Fernbedienung berührt? Zappen die vom Tatort jetzt automatisch weiter, wenn das Drehbuch Schwächen hat? Hat eine interne Fernsehinstitution den Tatortkanal abgeschaltet, weil die Drehbuchautoren die folgenden Stellen von anderen geklaut hatten? Dann würde ja kein Tatort mehr bis ans Ende laufen, das kann es nicht sein. Tatsächlich hatten die unsere Fussballkoryphäen nur Aktualitätskompetenz heuchelnd eingebaut und bald ging die Handlung weiter.
Rabennachbar

200611 Der Bauer hat Konrad Lorenz gelesen und greift seinerseits immer wieder ins Gefüge der tierischen Sozialgeflechte ein, um aus verschiedenen Positionen über das Bild des Menschen zu reflektieren. Raben sind schlau, das merkt man, wenn man in erzieherischer Absicht einem Raben aus der Nachbarschaft wiederholt ein Stück Käse hinlegt, unterm Dachfenster über der Regenrinne. Der Rabe sieht das natürlich sofort, tut aber unbeteiligt und irgendwann in den folgenden Stunden merkt der Dresseur, dass der Käse weg ist. Raben sind aber auch in Schwärmen zu sehen, sie sammeln sich unter ihresgleichen und nicht etwa unter Meisen oder Spatzen. Woran erkennt so ein Rabe, dass er ein Recht hat, sich zu seinen Artgenossen zu gesellen? Er weiss doch nicht, wie er selber ausschaut. Kein Rabe schaut in den Spiegel. Die äusseren Merkmale der anderen Vögel scheinen ihn anzulocken und ihm instinktiv zu vermitteln, dass er dazugehört. Deswegen mischt sich ein Albino-Rabe ebenso in die Gruppe. Er weiss ja nichts von seiner farblichen Behinderung. Er wird deswegen von den anderen gemobbt und belegt den letzten Platz in der Rabenkolonie, obwohl er vielleicht das Kapital für einen der ersten Ränge in sich trägt. Die wegen seiner Farbe sofort einsetzende freche und entschlossene Mobberei durch selbst die schwächsten Mitglieder der Rabenfamilie schwächt sein Selbstbewusstsein, da nutzen auch die besten inneren Fähigkeiten nichts. Er glaubt selber nicht daran. Hier erkennt der Beobachter, dass Raben die Fähigkeit zum Glauben haben und zum Minderwertigkeitskomplex. Das eröffnet filigrane Optionen im Sozialverhalten. Was, wenn eine Rabengruppe aus lauter Albinos besteht und ein schwarzer Rabe gesellt sich dazu? Wird der von den anderen gemobbt wegen seiner Schwärze? Oder wird er sofort als Messias anerkannt in seiner vollkommenen Ausführung der Rabenhaftigkeit? Mobbt er dann seinerseits alle anderen? Hacken die weissen Raben den ganzen Tag aufeinander ein, weil jeder der erste Nachfolger sein will und keiner an die Vorrangstellung eines anderen glaubt, der noch dazu aussieht wie ein Albino? Geben sie erst Ruhe, wenn es der schwarze Messias befiehlt? Gehorchen sie nicht, müssen sie sich einen Platz in einer anderen Rabenkolonie suchen, wo jeder von ihnen garantiert das Schlusslicht bilden wird, mit dem evolutionären Vorteil, dass man ihn im Dunkeln besser sieht.
Gerechter?

200611 Was der Bauer für die kommende Fussball-WM sofort einsieht und akzeptiert: Unsere Fussballfrauen haben wenigstens kein Problem mit einer Frauenquote in Führungspositionen. Andererseits warnt der Bauer vor Wortspielteufeln, die daraus ableiten, dass theoretisch alle Spielerinnen die Kapitänsbinde tragen dürfen.
Doktor-Pseudo

170611 FDP-Frau Koch-Mehrin wehrt sich gegen die Aberkennung ihres Pseudo-Doktortitels mit dem Argument, dass die prüfenden Professoren die Fehler in ihrer Dissertation selber hätten erkennen müssen. Somit sind die Professoren schuld, dass es überhaupt zur Verleihung der Doktorwürde kam. Koch-Mehrins Schluss nun, die Universität sei selber schuld und deshalb könne ihr dieser fehlerhaft verliehene Doktortitel nicht aberkannt werden, findet der Bauer insofern richtig, als die aberkennende Instanz keine Kompetenz zum Aberkennen besitzt, weil sie aus genau denselben professoralen Schnarchsäcken besteht, die ihr zuvor den Titel verliehen haben. Wenn der Bauer diese Argumentation richtig versteht, sind die Deutschen also selber schuld, wenn sie sich solche FDP-Pfeifen wie Rösler oder Westerwelle in den Bundestag wählen. Da braucht sich hinterher auch keiner zu beschweren. Im Doktorstreit wird eine Argumentation vor Gericht siegen, welche dahin zielt, dass ein derart gewonnener Doktortitel überhaupt keiner ist und deshalb auch nicht aberkannt werden kann. Wie redet man die Frau jetzt an? Frau Doktor Nicht Doktor? Frau Pseudo-Doktor? Frau Doktor Professor - kurz FDP?
EHEC-Giganten

170611 Die bei wortführenden Browsern wie t-online momentan aktuelle und offenbar endgültige Darstellung des EHEC-Keimes per Foto zeigt eine rötliche Bohne mit beginnender Einschnürung in der Leibesmitte. Das Projektilförmige Wesen liegt in einer grünlich-gelben krautigen Substanz, die optisch jedes eventuell noch entdeckte gefährdete Substrat sein könnte: Sprossen, Blattsalatfetzen, Sauerkraut. Den Betrachter erschreckt zunächst die rötliche Gefahrfarbe. Der Bauer kann beruhigen: Die Quelle dieser Viecher müsste doch jetzt bald entdeckt sein, wenn solche Trümmer im Salat herumliegen.
Korrekter Ausstieg

170611 Wie t-online dem Bauern meldet, soll durch ein ganzes Bündel an Gesetzen der Atomausstieg beschlossen werden, wobei die Grünen einigen zustimmen und andere ablehnen können. Der Grünen-Minister Alexander Bonde wird zitiert: "Wenn wir ihn jetzt hinbekommen, ist der Ausstieg besiegelt." Ob die Grünen das hinbekommen? Waren die nicht selber mal an der Regierung? Da hätten die ja damals selber jenes notwendige Bündel an Gesetzen beschliessen können und den Ausstieg wasserdicht besiegeln, ohne dass ihn eine Merkel - wie gehabt! - am Bundesrat hätte vorbei schmuggeln können. Waren die Grünen zu faul? Zu blauäugig? War dieser Trittin also doch immer bloss eine Schlaftablette ohne Durchsetzungswillen und Roth eine Wandelgarderobe für ausladende Klamotten? Oder ist es der Reiz des Destruktiven - sollen sich die anderen etwas ausdenken, da kann man dann dagegen sein? Da ist der Bauer mehr oder weniger dafür.
Frauenfussball-WM

160411 Im Sommer beginnt die Frauen Fussball-WM, halt, sagt der Bauer, das klingt rassistisch, also nochmal: im Sommer beginnt die Fussball-WM. Vor fünf Jahren hätte ja auch niemand von einer Männer-Fussball-WM geredet. Wobei der Begriff rassistisch nicht zutrifft, weil Frauen keine Rasse sind. Man könnte sie aber diskriminieren oder so. Die Menschen werden wieder Fahnen am Auto tragen, sie werden sich mit den Landesfarben schminken. Allerdings steigt das geschmackliche Niveau. Während sich bei der WM vor fünf Jahren die Menschen einfach die drei Landes-Farben übers Gesicht gezogen hatten, werden nun Visagistinnen die Farbtöne komponieren, je nach Anspruch in dezenter Qualität oder auch mal schrill. Die Nail-Studios bieten den deutschen Fanfrauen eine Finger-Zehennagel Emaillierung mit stossfestem Schwarzrotgold. Für die global-bekennende Fashionista sind alle Landesfarben verfügbar für Finger und Zeh, sie zeigt dann gleich zwanzig Nagelflaggen. Karl Lagerfeld nennt sich um in Karl Mittelfeld. Er setzt Impulse bei der Bewimpelung: Die Fähnchen am Wagen wandeln sich vom farbigen Landesfetzen zum wallenden Ornat. Für die hässlichen Plastikposaunen gibt es hübsche Häkelsets, farblich national gestaltet, oder uni, also multinational. Die Sirenen aus der Druckdose bekommen eine angenehmere Tonhöhe und eine Duftbeimischung. Angesagt ist Lavendel oder etwas Synthetisches von Armani. Weil der heutige Frauenspitzenfussball den reiferen Zuschauer anmutet, wie die Darbietungen von Beckenbauer, Breitner, Hoeness und Müller vor vierzig Jahren, also gekonnt, intelligent, kombinationsfreudig und elegant, wird die weibliche Seite der heute noch lebenden Protagonisten endlich anerkannt. Wir freuen uns auf die Kommentare von Frau Netzer und Lady Beckenbauer.
Entzugserscheinung

150611 Kaum bekommt die FDP-Politikerin Koch-Mehrin den Doktortitel entzogen, meldet sich ein Graf Lambsdorff und sagt, er wolle ihr Nachfolger werden. Wie soll das gehen, fragt sich der Bauer. Dieser Graf hat ja nicht mal einen Doktortitel, den man ihm entziehen könnte.
Ursachenforschung

150611 Heute erlebt der Bauer, wie die AZ-München fast schon nebenbei und traumhaft sicher die Hauptursache für die hohe Dunkelziffer bei der Täter-Opfer Thematik benennt: In Neufahrn bei München wurde ein Mann mit Bierflaschen verprügelt, berichtet die AZ und schreibt: "Das Opfer kannte die Täter nur flüchtig". Die hauen eben immer gleich ab. Aber müsste es nicht statt verprügelt heissen verflascht?
Speisequalität

140611 Weil das schweizerische Nobelrestaurant Kronenhalle angeblich keinen Wert auf deutsche Touristen legt, reagieren die abgewimmelten deutschen Herausgeber eines Reiseführers zunächst mit Sprachlosigkeit: "Das macht schon sprachlos," finden aber bald wieder zu Wort: "besonders hinter dem historischen Hintergrund würde man so viel Rassismus gar nicht vermuten." Abgesehen davon, dass der deutsche Urlauber die völlig überzogenen Preise in der Schweiz und besonders in so einem Lokal nur berappen könnte, wenn sein Name auf einer der schweizerischen Schwarzgeld-CDs stünde, ist der Versuch, deutsche Touristen als Rasse zu definieren, selber grob rassistisch. Insofern war die schweizerische Verweigerung einer Mitwirkung in jenem Restaurantführer politisch voll korrekt. Der Bauer hält sowieso mehr von gutem Essen, von dem man auch satt werden kann und geht im Urlaub in Zürich lieber ins Migros-Restaurant.
Kuhangriff

120612 Im Baden-Württembergischen Ehingen hat eine Kuh einen 83-jährigen Bauern aufgespiesst, als dieser einen Weidezaun reparieren wollte. Rente mit 67 wird auf dem Land offenbar strenger überwacht, als in der Stadt.
Pfingstwunder Türkei

120611 Hach, wie dieses Pfingsten den Bauern heuer inspiriert: Sehr positive Meldungen kommen aus dem Aufschwungland Türkei. Die Erbfeinde der Griechen legen momentan ein Wirtschaftswunder hin, das die Griechen besonders wurmen muss, weil sie ihr eigenes Desaster in der Mitgliedschaft bei eben jener Organisation vermuten müssen, welche die Türken von Anfang an ausgegrenzt hat, nur weil die durch ihre allgegenwärtige Kebapperei im Eurokristallisationskeim Deutschland den Ruch von Underdog und Küchenpersonal verbreitet haben.Der Kebap war der Underhotdog der Europäer. Jetzt wird der Spiess umgedreht. T-online: "Ersparnisse der Bürger in Gefahr? Experten warnen vor den Folgen einer Griechenland-Pleite. Merkel sieht den deutschen Aufschwung bedroht." Der Bauer rät dieser Merkel, besser rechtzeitig neue Bündnispartner zu rekrutieren, solange die Ersparnisse der Bürger noch solche Slogans erlauben wie: "Wir zahlen nicht für eure Krise".
Popplatten

120611 Im Feuilleton der SZ Pfingsten lockt den Bauern eine Schlagzeile mit "Jetzt hat er Raps mit Symphonieorchester aufgenommen". Das klingt nach Biodiesel mit Edelmusik, ziemlich aktuell, und warum muss es immer dieses klassische Gedöns sein, ist nicht auch Popmusik gut für Pflanzen, das Auge bleibt jedenfalls hängen und tatsächlich geht es um die Blossstellung erheischten Kunstanspruchs. Unbeabsichtigt und auf der persönlichen Metaebene schafft man den Einstieg: beschrieben wird ein Mischkünstler aus "Musiker, Rapper, Rampensau" namens Chilly Gonzales, als Krieger, der sich auf dem Feldzug gegen "Künstler" befinde, empfindliche Streber, die jede geflüsterte Nebenunterhaltung im Publikum als Angriff auffassen und sich so als Pseudokünstler entlarven, die nur durch autoritäres Ehrfurchtgebieten jenen Respekt erheischen, den doch die Kunst von sich aus hervorrufen sollte. Das klingt nach einem aufrechten, ehrlichen Ansatz im Kunstbestreben von Chilly Gonzales. Aber auf diesem Feldzug haben Künstler schon vor dreissig Jahren auf Münchner oder Freiburger oder eben auch Berliner Kleinkunstbühnen manche Schlacht gewonnen. Damit steht das heutige Berlin als brodelnder Kulturkessel da, wo der Bodensatz längst verflossener Jahrzehnte aufschäumt und hochkocht und die amtierende Kunstgeneration glauben macht, das sei ganz was Neues. Und das funktioniert, Chilly Gonzales bringt unbekümmert eine Binsenweisheit, die es als "eingebaute Meta-Ebene" sogar in die Zwischenschlagzeile schafft: "Gute Entertainer beobachten sich selbst. Sinatra wusste über jede seiner Bewegungen Bescheid". Das ist ja nun wirklich kalter Bauern-Kaffee. Natürlich beobachten sich gute Entertainer selbst, und nicht nur gute: schon ein Adolf Hitler hat vor dem Spiegel geübt und jede Menge Aufmerksamkeit geerntet. Das Dramatische dabei ist, dass die herangewachsenen Klimawandelkids nicht mehr wissen, was Binsen sind. Das Klima geht in die Binsen - und die glauben, das sei eine ultrahippe Location in Berlin, wo man sich nebenher unterhalten darf. Auf der Metaebene der Orthographie geschehen wie nebenbei wundersame Erkenntnisse: "In Berlin fing er an, Popplatten aufzunehmen" und auch wenn man es nicht glauben mag, es ist kein Missverständnis möglich. Nach alter Rechtschreibung hiesse es dank des anschliessenden Konsonanten "L" Poppplatten, mit vier "P" richtig geschriebene Platten mit Musik zum Poppen. Popplatten wären die dazu benötigten Geräte gewesen. Heute meint "Popplatten" eben nur Platten mit Popmusik drauf.
Feucht

110611 Es ist schon spät im Nachtfilm, aber ruckzuck kommt die Werbung und der Bauer schafft es nicht rechtzeitig aus dem Sessel. Schon tritt ihm eine Frauenstimme nahe und verkündet rauchig: "Über sechzig und immer noch feucht!". Ja bitte, denkt er auf dem Weg zum Klo, aber was ist denn daran so "immer noch"? Über sechzig und immer öfter feucht - das wären doch die Merkmale in diesem Alter der beginnenden Inkontinenz. Und darüber kann man doch reden. Auch ohne diesen rauchigen Klang in der Stimme.
Keine Macht den Drogen

110611 "Angst und Schrecken in Las Vegas", heisst der Film auf WDR, in den der Bauer soeben reinzappt. Es geht um Acid, also LSD und es ist 23Uhr46, als der sehr angedröhnte Mann sagt: "Sie hatten den Kerl eingelocht wegen Guinnessmissbrauch". Also. Man braucht keine Drogen. Es reicht Bier.
EHEC weg?

100611 Der Bauern-Browser meldet eine entschlossene Entwarnung bei EHEC. Zwar sei den Wissenschaftlern noch kein Nachweis der Bazillen auf Sprossen gelungen, aber es gebe „Fotos vom Restaurantbesuch einer Reisegruppe, auf denen die Salatteller von den später erkrankten Personen zu sehen sind.“ Der Bauer meint: Der Keim könnte auch von den Schuhen der Leute stammen. Immerhin sind auf den Fotos auch deren Schuhe zu sehen. Oder von deren Gesichtern. Einige haben Sommersprossen.
Stuttgart 666

080611 Der grüne Ministerpräsident Kretschmann findet wie im Traum zu einer Taktik, Stuttgart 21 durchzusetzen: "Dass wir vielleicht bauen müssen, das bereitet mir schon einigermaßen schlaflose Nächte", sagte Kretschmann, und: "Wenn die Volksentscheidung pro Stuttgart 21 ausgeht, werden wir bauen müssen." Denn: "Das gehört zur Demokratie dazu." Das klingt für den Bauern ja wie ein Gottesurteil aus dem schönen Mittelalter. Wenn der Bahnhof untergeht, war er selber schuld - wenn er oben bleibt, war der Teufel im Spiel. Das glauben alle und dann muss er mit Gewalt nach unten verlegt werden, das gehört zur Demokratie dazu. Hätte sein Vorgänger so argumentiert, wäre der Polizeieinsatz unterblieben und er selber noch im Amt. Ist das die grüne Option in Baden Württemberg? Dann könnte sich herausstellen, dass die Kernkraftwerke doch weiter laufen müssen. Dann werden wir sie laufen lassen müssen, das gehört zur Demokratie dazu.
Chinasyndrom

080611 Der chinesische Technologiekonzern Artificial Life wirft der Firma Medion Diebstahl geistigen Eigentums vor und Urheberrechtsverstöße. Medion steht vor der Übernahme chinesischer Investoren, also anderer Chinesen. Das hat der Bauer vorausgesehen: Irgendwann verklagen die Chinesen sich selber wegen unerlaubten Kopierens. Das ist der chinesische Beweis der Existenz von Gut und Böse. Die bösen Chinesen kopieren einfach, die guten Chinesen fühlen wie sich plötzlich wie Europäer.
Erdlöcher

070611 Das Naturphänomen plötzlich auftretender Riesenlöcher inspiriert die Fotografen. Der Browser zeigt dem Bauern viele solcher Erdlochbilder und in jedem Loch liegt mindestens ein Auto. Hat die Natur vom Frevel genug? Will die Erde die Umweltschädlinge jetzt verschlingen? Aber ganz zielsicher ist sie noch nicht. Manchmal stehen die Autos ganz nah am Rand von so einem Loch. Da hat die Natur danebengebissen.
Erbsenzähler

070611 Der Browser meldet dem Bauern aufgeregt ein Monsterunwetter in Hamburg, "erbsengroße Hagelkörner fielen vom Himmel." Ein Sprecher der Feuerwehr sagte: "Wir haben Ausnahmezustand." Während im Rest des Landes taubeneigrosse Hagelkörner kaum noch Aufmerksamkeit erheischen, bewirken Eiserbsen in Hamburg offene Münder. Ob Hamburger Erbsen anders sind?
Tierchips

060611 Wenn der Bauer in einen Naturfilm zappt, sieht er immer häufiger, wie sich Menschen auf das Einfangen bestimmter Tiere spezialisiert haben. Die Jagd endet erfolgreich und man kann sicher sein, dass die Menschen am Ende auch etwas Nützliches mit den Tieren machen. Sie bringen sie nicht um aus Nahrungsgründen, sie verwanzen die Beute lediglich und immerhin. Sie klemmen ihnen einen Chip ans Ohr, oder stanzen einen Chip in die Flosse, implantieren einen Chip unter die Haut, oder ketten ihn um den Hals, oder sie beringen Vogelfüsse mit einem Sender. Das Tier wird in seinem Tiersein auf Bildschirmen dargestellt und somit beobachtbar. Das war es vorher auch schon, aber jetzt kann man sich daheim in seinen Videosessel hocken und dem Tier beim Ergebnisse produzieren zuschauen. Wenn jemand zum Tier eine Frage hat, kann man sofort etwas ausdrucken.
Freizeichen

040611 "Statt ödem "Tut tuuuut" Coole Freizeichen fürs Festnetz holen", so wirbt irgendein Telefonservice im Bauernbrowser und man sieht auf dem Foto einen Mann, der sehr fasziniert in sein Telefon hört. Genau das war zu erwarten. Das Mitteilungsbedürfnis übermittelt die Gedanken der Menschen und irgendwann wählt man gar nicht mehr durch, sondern hört sich lieber in sein Freizeichen ein. Dass das stimmt, beweist die blosse Existenz des Anbieters. Ja, das ist Fortschritt. Ihr vom Mitteilungswahn minütlich missbrauchten Vernetzungszombies, ihr blöden Blogger, die ihr euren Wortdreck in die zwangsläufig mitriechen müssende Umgebung im IC-Abteil absondert, tauscht doch einfach nur eure Freizeichen aus. Der Informationsgehalt ist genauso hoch.
Vegetariersalmonellen

010611 Immer wieder wird die Lebensmittelindustrie von menschgemachten Naturkatastrophen gebeutelt. Aber immer wieder sieht der Bauer einen tröstenden Ausgleich. Erst lachen die Fleischverweigerer, dann freuen sich die Schweinefleischesser. Vielleicht sollte man einfach die EHEC-Gurken an die Dioxinschweine verfüttern, dann lachen alle. Die EHEC-Bakterien sind die Salmonellen für Vegetarier.
Klagevermeidung

010611 Der Bauer verrät hiermit der Kanzlerin, wie sie den Hals aus der Schlinge kriegen kann: Wenn die Atomkonzerne die Kanzlerin verklagen, dass die zurückgenommene Laufzeitverlängerung ihnen Milliardenausfälle bringt, braucht Merkel vor Gericht nur darauf zu plädieren, dass ja zuvor schon das Vorbeimogeln der Laufzeitverlängerung am Bundesrat rechtlich gar nicht zulässig war. Die Konzerne konnten auf dieser Basis gar nicht von einer juristisch funktionsfähigen Laufzeitverlängerung ausgehen.
Namensgebend

310511 Der EHEC-Erreger, auf den auf die spanischen Gurken geprüft worden sind, hat nicht die Erkrankungen im Norden ausgelöst, sagt die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Wenigstens werden in Hamburg die Untersuchungsinstanzen mit Leuten besetzt, die schon im Namen die familiäre Neigung zur Qualifikation dokumentieren. Zur Sicherheit könnten die Hamburger zusätzlich einen Gesundheitssenator namens Heiler oder Gesund-Macher in Lohn und Brot setzen, rät der Bauer.
Neidfaktor

310511 Das meldet der Bauern-Browser: Immer noch sperrt sich ein Grossteil der SPD-Basis gegen die öffentliche Wahl des Kanzlerkandidaten. Immer noch wollen die SPD-Mitglieder ihr eigenes, internen Aufstiegsgesetzen verpflichtetes Ergebnis der Kandidatenermittlung bei der schlussendlich ohnehin öffentlichen Wahl an die Wand fahren lassen. Wieso nicht vorher schon die Chance nutzen, jemanden vorne hinstellen zu können, den bereits im Vorfeld eine Mehrheit gewählt hat? Dieses Verhalten kann nur erklärt werden als Auswirkung eines latenten Neides auf Auserwählte. Die bisher präsentierten Kanzlerkandidaten waren die Sollbruchstellen in der Seele der SPD. Person gewordene, hämische Vorfreude auf den Fall der Gekrönten. Dass nachher alle sehen: so geht es dem, der was Besseres sein will.
Wetterbesserung

310511 Kachelmann wieder frei! Kann jetzt das Weltklima gerettet werden? Trotz eines gefühlten Urteils einer Haftzeit von mindestens zehn Jahren kam der Erfinder der gefühlten Temperatur auf freien Fuss. In dubio pro reo, das weiss der Bauer. Kommt bloss darauf an, wo der dubio anfängt. Der Freigesprochene wird die Wettermoderatorentätigkeit wieder voll aufnehmen - aber was haben die Menschen ihm da angerichtet! Erst taugt der Winter nichts, dann kommt ein viel zu trockener Frühling und nun drohen schwere Gewitter und Starkregen. In seiner Abwesenheit hat trotz diverser Klimagipfel die CO2-Freisetzung auf die neue Rekordhöhe von über 30 Gigatonnen pro Jahr zugenommen. Wahrscheinlich wegen der Klimagipfel. So ein event bedeutet ja viele Milliarden Flugkilometer, bis das Knabbergebäck und das Mineralwasser für alle Gremien am runden Tisch eingeflogen ist. Aber jetzt ist er zurück, der Messias mit der Wettermessage und dann wird das CO2 weltweit dermassen heruntergefühlt, dass das Klima ganz erschrocken wieder kerngesund aus dem Krankenlager springt und alles blüht und wird grün. Blaue Flecken an den Schenkelinnenseiten und leichte Ritzwunden am Hals gelten derweil als Indizien für raffinierte Verleumdung. Auch genetische Fingerabdrücke werden erst ab einer erhöhten Konzentration anerkannt. Opfer von sexuellen Übergriffen können ihre Opferrolle vermeiden, wenn sie vorbeugen und die jeweilige Umgebung mit Minikameras ausstatten. Bei der Anzeige ist der Polizei eine Demo-DVD des Tathergangs vorzulegen. Auch hier können Schnittprogramme zu Verfälschungen beitragen, hinterlassen aber oft Spuren - zum Beispiel am Hals.
Gurkentruppe

280511 Die Gurke war früher bloss ein landwirtschaftliches Produkt, heute hat sie den Ruch einer Biowaffe. Für ihren Besitz wird eine Eignungsprüfung verlangt. Pro Person dürfen bis zu zwei Kurzgurken angeschafft werden, Laggurken noch unbegrenzt, müssen aber angemeldet werden. Gurkenbesitzer dürfen Gurken nur in der eigenen Wohnung führen. Bei Razzien wurden wiederholt Wohngemeinschaften verhaftet, in deren Kühlschrank Gurken versteckt waren. Selbstmordgurker stopfen sich mit Gurken voll und mischen sich unter die Leute. Früher hiess es Killerkommando, heute Gurkentruppe. Die besten Soldaten waren immer schon die Gurkakrieger aus Nepal.
Gurkenschutz

270511 Der Käufer von Gurken kann sich durch safer-gurking schützen. Wer Gurken kauft, die in beschädigten Kunststoffhüllen angeboten werden oder wo komplett auf den Schutz verzichtet wird, setzt sich dem Erreger aus. Der Bazillus ist nur gegen Antibiotika resistent, nicht gegen die wirklichen Hämmer aus der Lebensmittelindustrie. Dioxinhaltige Gurken lösen wenigstens keinen Durchfall aus.
Keime oder Vitamine

270511 Haben Sie Ihre Ernährung wegen EHEC umgestellt - Bauer hat auf eine Umfrage im Fernsehen gezappt, Ergebnis über 70% Jasager. Wer da anruft und mit Nein stimmt, geht das Risiko ein, dass durch Datenvorratsspeicherung seine Antihaltung behördlich erfasst wird und wenn er dann krank wird, kann die Krankenkasse seine teure Behandlung verweigern wegen grober Fahrlässigkeit. Dabei mag dieser Mensch bloss kein rohes Gemüse. Auch noch ein Vitaminsaboteur? Erst recht keine Behandlung!
Gurkenbalken

270511 Das interessiert den korrekten Landwirt: Wie kommen die ganzen Darmbakterien an spanische und holländische Gurken? Haben die Gurken als schwarze Balken verwendet für Sport 1? Und dann weiterverkauft?
Schwebebalken

270511 Der Bauer hat kurz auf Sport 1 gezappt zur Kontrolle, und tatsächlich: schon wieder so ein schwarzer Balken über bedeutenden Stellen an jungen nackten Frauen. Ist das ein Schwebebalken? Wenn das Zielpublikum von den Versuchen müde ist, den Schwebebalken zu verschieben, kauft es sich jetzt einen 3D Bildschirm, um seitlich reinzugucken.
Phantomschmerz

260511 Jetzt weiss der Bauer, wie sich Phantomschmerz anfühlt: ihm tut in seiner Brücke der Zahn weh, den er nicht mehr hat. Aber zum Glück nur beim Draufbeissen.
Piffpaff

250511 Der Browser zeigt dem Bauern ein Foto von Helmut Schmidt anlässlich seiner Kritik an Obamas Totschiessekommando, mit obligatorischer Zigarette, die der Altkanzler deutlich ins Bild hält: zur Hälfte geraucht, feiner Rauchschwaden, Aschekegel kurz vor Abklopfen. Stilistisch einwandfrei, aber kann der Mann nicht vorher rauchen? Andere ziehen doch auch eben mal eine durch, bevor sie sich an die Arbeit machen. Also hat die Glimmstängelpräsentiererei bei Helmut Schmidt Methode. Will er als hanseatischer Marlboro-Mann in die Annalen eingehen? Will er Individualismus beweisen? Das wollen die pubertären Gruppenzwangmitglieder auch, wenn sie mit dem Rauchen anfangen. Wer allerdings Helmut Schmidt beim Rauchen zusieht, merkt, der raucht ja gar nicht wirklich. Dieses halbherzige Paffen unter strenger Vermeidung von echten Lungenzügen lässt den Altkanzler als selbstverursachten Passivraucher dastehen. Dieses permanente und demonstrative in die Kamera halten von brennender Rauchware ist also tatsächlich nichts anderes, als pubertärer Trotz und kindisches Vorspielen freier Entscheidungsfindung. Was soll man von so einer Kritik an Obamas Killerauftrag halten? Dagegen sein aus Prinzip? Altersprofilneurose? Pubertätsverschleppung?
Zeppelinrevival

240511 Bauer liest im Anzeigenteil eine Zeppelinanzeige. Nachdem der letzte isländische Vulkan die luftraumabhängige Öffentlichkeit gegen Aschewolken sensibilisiert hat, droht nun der Grimsvötn mit demselben Ungemach. Eine Luftschiff-Reederei bietet jetzt bei einer erneuten Luftraumsperrung Hilfe an, da Zeppeline fast immer fliegen können. Ein schöner Gedanke. All das Gehetze und Gerase hinter sich lassen, mit 100 - 130 km/h über Deutschlands Wiesen und Felder dahinzugondeln und über sich und sein Leben nachdenken. Sollen sich doch die andern im überfüllten ICE herumdrücken oder mit ihren Firmenschleudern über die Autobahn hetzen. Wenn der Zeppelin landet, hat sich der stressige Geschäftstermin schon in Luft aufgelöst. Schon der Gedanke lässt einen aufatmen. Die deutsche Bahn will mehrere Zeppeline ordern als Zugbegleiter. So können die Passagiere einfach nach oben umsteigen, wenn der ICE liegenbleibt. Wenn die Technik soweit ist, will die Bahn die ICE-Züge gasdicht machen. Wenn der Triebkopf streikt, werden Gas-Kartuschen geöffnet und der Zug setzt die Reise hoch über den Schienen fort.
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