Diagnose und Verlauf einer Spielsucht

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Der Verdacht, dass der jeweilige Betroffene unter einer Spielsucht leidet, kann sich an verschiedenen ungewöhnlichen Verhaltensweisen beweisen. Wenn dies der Fall ist, kann unter anderem ein Psychologe zur Diagnose der Spielsucht herangezogen werden. Normalerweise erfolgt dies im Zuge eines standardisierten Testverfahrens, wo dem Betroffenen Fragen zu seinen Symptomen gestellt wird.

Was den Verlauf angeht, findet man häufig das sogenannte Drei-Phasen-Modell. Diese besagt, dass die Spielsucht in drei Phasen eingeteilt werden kann. Die Gewinn-, Verlust und Verzweiflungsphase. In Ersterer macht der Süchtige, wie es der Name schon sagt, finanzielle Gewinne, hat Erfolg und geht seinem Hobby/angehende Sucht euphorisch nach. In der Verlustphase kommt es allerdings zu immer öfteren Verlusten, die sich vor allem finanziell und sozial bemerkbar machen. Die Verzweiflungsphase wird durch Persönlichkeitsveränderungen und in ganz schlimmen Fällen sogar Selbstmordgedanken geprägt. (Quelle: www.onlineautomatenspiele.net )

Zu welchen Komplikationen kann es kommen?

Wird eine Spielsucht zu spät oder sogar gar nicht erkannt, hat der normale geregelte Alltag stark darunter zu leiden. Schließlich erfasst die Sucht sämtliche Bereiche des alltäglichen Lebens und hat fatale Folgen für die Psyche des Betroffenen und für sein soziales Umfeld. Sie Erkrankten verspüren zudem einen seelischen Druck, ihr Druck unbedingt zu verheimlichen. Nicht zuletzt fürchten sie in diesem Zusammenhang, von ihren Kontakten ausgegrenzt und verachtet zu werden – so haben sie auch Angst davor, eine Therapie anzufangen.
Wenn sie auf der anderen Seite offen mit ihrem Problem in der Familie und unter Freunden umgehen, kann dies bei diesen auch auf Ablehnung stoßen, was dem Betroffenen natürlich überhaupt nicht hilft, im Gegenteil. Dadurch können sogar Depressionen entstehen, wenn keiner von den sozialen Kontakten wirklich helfend einschreitet.


Gravierend sind ebenso meistens die resultierenden finanziellen Probleme. Viele Betroffene haben durch eine Spielsucht schon ihr gesamtes Hab und Gut verloren und waren so komplett mittellos. Es hat schon (zu) viele Fälle gegeben, wo sich diese Menschen deshalb das Leben nahmen. Sogar nach einer erfolgreichen Therapie kommt es nicht selten vor, dass diejenige Person noch mit langwierigen psychischen Problemen zu kämpfen hat. Vor allem das Selbstwertgefühl leidet unter einer Spielsucht so sehr, dass es unglaublich schwerfällt, in den normalen Alltag wieder hineinzukommen.
Behandlung und Therapie einer Spielsucht
In den meisten Fällen ist es den Betroffenen nicht möglich, die Sucht ohne therapeutische Hilfe zu überwinden. Wenn es sich um eine sehr gravierende und schwierig zu behandelnde Sucht handelt, tragen häufig auch nahe Angehörige psychische Leiden davon. Eine Therapie der Spielsucht sollte somit mehrere verschiedene Aspekte integrieren. Neben der obligatorischen psychotherapeutischen Hilfe ist es mitunter ebenfalls sinnvoll, einen Kurs im Schuldenmanagement abzulegen.
Was die Psychotherapie betrifft, kann diese entweder ambulant oder stationär erfolgen. Welche Maßnahme letztendlich für den Süchtigen geeignet ist, muss individuell entschieden werden. Wichtig bei einer Therapie ist es immer, Ziele festzulegen, an die man sich zu halten hat bzw. die man unbedingt erreichen will. Damit wird gleichzeitig auch die Fähigkeit zur Selbstkontrolle trainiert. Essentiell ist es zudem, in der abschließenden Phase das Erarbeitete zu stabilisieren, um sich so optimal auf mögliche Rückfälle vorbereiten zu können. Dort erhält der Betroffene zahlreiche Hilfestellungen, auf die er in den entsprechenden Situationen zurückgreifen kann.

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